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Ebay falsche Kontodaten hinterlegt

| 11.01.2015 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers


Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem geschilderten Fall geht es um das Onlineauktions Haus Ebay.
Dort habe ich einenen Artikel: Art. Nr. 321629496900 für 60 Euro erstanden.

Der Verkäufer gab an den Artikel nur per Überweisung an die von ihm hinterlegten Kontodaten bezahlen zu lassen. Gesagt getan... am 03.01.2015 habe ich dann die besagten 60 Euro auf die Kontodaten überwiesen.

Am 07.01.2015 dann die Nachricht, er hätte noch keinen Zahlungseingang auf seinem Konto vernehmen können. Ich habe ihm dann natürlich gleich geantwortet, dass ich das Geld auf die folgenden Daten, welche von ihm hinterlegt waren überwiesen habe.

Wie sich dann ein paar Minuten später seinerseits herausstellte, waren dies nicht seine Kontodaten. Er kenne diese Person nicht und ich solle sofort zur Bank und mir mein Geld zurück buchen lassen.
Nunja nach langem hin und her habe ich dann bei der Sparkasse unter der Hotline Nummer angerufen und die Dame meinte sie könne da nichts tun, ich könnte lediglich einen Nachforschungsauftrag für 8 Euro beantragen, bei dem ich aber lediglich sehen würde, ob das Geld auf diesem Konto auch wirklich eingegangen wäre.
Daraufhin habe ich erstmal gewartet, ob das Geld nicht seitens Bank wegen falscher Kontodaten zurück gebucht wird.

Hm... leider kam das Geld nie wieder zurück.
Vor ein paar Minuten habe ich dann den Ebay Kundenservice angerufen, weil mich die Sache einfach nicht locker lässt und ich endlich wissen möchte wie ich dagegen vorgehen kann... Immerhin ist es ja sein Account und es ist ja nicht mein Problem, wenn jemand seinen Account hackt oder falsche Daten einträgt. Meine Richtlinien seitens Ebay (sprich Bezahlung) wurden ja getätigt weshalb es mir ja nichts anzulasten gibt.
Nun ja auch hier hieß es der Käuferschutz würde nur bei Bezahlungen per Paypal greifen, ich solle dies doch Privat klären ggf. Anzeige bei der Polizei machen.

Ich bin etwas ratlos....
Es geht zwar nur um einen Betrag von 60 Euro, dennoch geht es mir aber ums Prinzip.
Meine Überlegung war jetzt per Einschreiben eine Frist zusetzen, bei dem ich meinen gekauften Artikel einfordern möchte und er sich doch selbst um sein Geld kümmern sollte..
Es war ja immerhin sein Ebaykonto, bei dem die falschen Kontodaten hinterlegt waren.

Ist dies eine gute Idee oder sollte man das lieber bleiben lassen?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit




Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bin wie Sie der Ansicht, dass Sie grundsätzlich mit der Überweisung an die Ihnen mitgeteilte Bankverbindung Ihre Seite des Kaufvertrages erfüllt haben und dementsprechend eine Lieferung der Ware verlangen können. Es mag sein, dass der Account des Verkäufers tatsächlich gehackt wurde und eine fremde Bankverbindung eingetragen wurde (Indiz wäre sicherlich eine ausländische Bankverbindung bei einem deutschen Verkäufer), aber da der Verkäufer ja offenbar den vollen Zugriff auf seinen Account hat, ist es zunächst einmal seine Aufgabe, die Richtigkeit der Bankverbindung zu kontrollieren.
Ich würde empfehlen dies dem Verkäufer mitzuteilen und mit einer angemessenen frist um die Lieferung der Ware zu bitten – daneben aber auch anzubieten, bei der Aufklärung der Sache soweit möglich Hilfestellung zu leisten. Letztlich sollte der Verkäufer auch kurzfristig eine Strafanzeige erstatten, um so ggf. den Weg des Geldes nachvollziehen zu können. Wenn es tatsächlich eine Betrugsmasche war, wird das Geld allerdings in der Regel so schnell nicht wieder auftauchen...

Sollte der Verkäufer nicht tätig werden, würde ich auch Ihnen empfehlen, eine Strafanzeige zu erstatten. Sie haben bislang ja auch nicht einmal die Gewissheit, ob es sich tatsächlich nicht doch um die Kontodaten des Verkäufers handelt, obwohl die geschilderte Reaktion des Verkäufers in diesem Fall recht ungewöhnlich wäre.

Ich hoffe, ich konnte ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.01.2015 | 16:17

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