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Ebay-Verkauf ging auf Postweg verloren

31.08.2016 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

wir haben privat auf Ebay etwas versteigert und nach Geldeingang die Ware per DHL Päckchen (also ohne Trackingnummer und unversichert) versendet.
Das war auch so in der Auktionsbeschreibung angeboten (Versand als Päckchen für 4,99).

Leider ging das Päckchen scheinbar verloren.
Meines Wissens nach regelt §447 Abs. 1 BGB</a>, dass das Risiko mit Übergabe an DHL auf den Käufer übergeht.

Ich bot dem Käufer dennoch an, dass wir uns die Kosten des Päckchenverlustes (40 Euro Warenwert plus Porto) als Entgegenkommen meinerseits teilen; ich ihm also die Hälfe zurück überweise.

Der Käufer hat sich jedoch einen Anwalt genommen und möchte die Rückabwicklung durchsetzen.

Der Anwalt meinte auf meine Einwand hin folgendes:
"Es liegt kein Fall des Versendungskaufs gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/447.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 447 BGB: Gefahrübergang beim Versendungskauf">§447 BGB
vor. Die Ware wurde nicht auf Anweisung unseres Mandanten an einen anderen Ort als den Erfüllungsort versendet.

Unser Mandant besteht auf Erfüllung bis heute, andernfalls wird Rückzahlung des Kaufpreises geltend gemacht."

Der Warenwert des Streites ist ja lachhaft. Ich möchte aber nicht die Anwaltskosten der Gegenseite bezahlen müssen.

In der Auktion habe ich nicht schriftlich erwähnt, dass es sich um einen Privatverkauf handelt, wohl aber meinen privaten Ebay-Account genutzt.
Es handelt es sich um Neuware, die ich von meinem Partner geschenkt bekommen hatte und die ich deshalb auch in Originalverpackung angeboten habe.
Da ich schon häufiger Neuware verkauft habe, habe ich nun die Befürchtung, dass die Gegenseite deshalb eventuell davon ausgeht, dass es kein Privatverkauf ist. Dies kann ich aber natürlich beweisen.
Wie ist die rechtliche Lage bzw. was empfehlen Sie mir?

Dank und Gruß
Nick
31.08.2016 | 17:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage nach der rechtlichen Lage beantworte ich wie folgt.

1.
Soweit Sie nicht als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB verkauft oder der Käufer nicht als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB gekauft hat, also kein Verbrauchsgüterkauf (§ 474 Abs.1 BGB ) vorliegt, ist § 447 Abs. 1 BGB einschlägig.

Für das „Verlangen" der Versendung genügt, wenn der Käufer das Angebot der Versendung annimmt.

> Sie haben Ihre Pflichten aus dem Kaufvertrag in Verbindung mit § 433 Abs. 1 und § 447 Abs. 1 BGB erfüllt.

Das Risiko der Beförderung haben Sie nicht zu tragen.

Die Kaufsache muss aber tatsächlich versendet worden sein, die Versendung müssen Sie beweisen.

2.
Beachten sie aber, dass das Vorstehende nicht gilt, wenn Sie Unternehmer wären, d.h. in Ausübung einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit verkauft haben.

Dass Sie lediglich privat verkaufen wollten, genügt nicht. Es kommt auf die tatsächlichen Umstände (Ihre berufliche Tätigkeit, Zweck des Verkaufs, Art der Kaufsache, Anzahl der bisherigen Verkäufe) an.

Der Käufer muss beweisen, dass Sie selbstständig beruflich verkauft haben. Sie hingegen müssen beweisen, als Verbraucher gehandelt zu haben.

Eine nebenberufliche Tätigkeit, z.B. bei nicht unerheblichen Verkäufen oder als Power-Seller, genügt für die Eigenschaft als Unternehmer.

3.
Wenn Sie selbst keine(n) Rechtsanwältin / Rechtsanwalt mit der Abwehr der Forderung beauftragen möchten, teilen Sie der Gegenseite mit, dass Sie Ihren vertraglichen Pflichten nachgekommen sind, somit die Ansprüche zurückweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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