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Ebay Privatverkauf / Wer haftet + zahlt für Rückversand

| 21.04.2012 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


19:07
Sehr geehrte Rechtsanwälte.

Im Rahmen eines Ebay Kaufes habe ich eine Frage an Sie zur Versandhaftung.

Kurz die Rahmenbedigungen für Sie vorab:

Ich habe einen Artikel bei Ebay gekauft und auch erhalten, nur entspricht er nicht der Beschreibung.
In der Artikelbeschreibung war Defekt x angegeben ( wodurch der Artikel immer noch nutzbar ist, also keineswegs vollständig defekt oder Elektroschrott und mit einem Ersatzteil reperabel), der Rest solle noch funktionieren wurde in der Auktion zugesichert. Die Artikelbschreibung hat einen Hinweis auf den Defekt enthalten und noch den Passus "wie gekauft" (also die Klausel Privatverkauf ect pp war noch nichtmal enhalten und auch keine Regelung zu Garantie oder Rückgabe).

Am Tag des Erhalts habe ich den Artikel direkt getestet und er funktioniert vollständig nicht, ist also vollkommen unbrauchbar entgegen der Artikelbeschreibung. Nach umgehendem Kontakt mit dem Verkäufer hat jener der Rückabwicklung zugestimmt und den Kaufpreis zurückgezahlt, möchte aber keinen Rückversand zahlen und hat meine Nachfrage ignoriert.

Nun zur Frage an Sie:
1:Wer muss die Versandkosten zahlen
2:Wie muss versandt werden
3:Wer trägt das Versandrisiko?

Zu 1:Da der Verkäufer die falschen Angabe gemacht hat, dass der Artikel noch brauchbar sei möchte ich jene nicht tragen (kein Verschulden meinerseits, wobei ich ggf in Anbetracht der schnellen Rückabwickleung noch zu einem günstigen Versand bereit wäre auf meine Kosten)
Zu 2:Muss als Paket Versand werden oder kann ich den kostengünstigsten Versand als Päckchen wählen. Falls nötig würde ich das Päckchen dann mit Zeugen abgeben der Beweisführung halber (weil es beim Päckchen ja keinen Beleg gibt).
Zu 3: Wer trägt das Versandrisiko und haftet für Versandschäden oder Versandverlust?

Bei einem gewerblichen Verkäufer wäre die Prolemstellung Haftungsfragen klar, aber wie sieht das bei einem Privatverkauf aus (auch wenn jener nicht als solcher gekennzeichnet war)
21.04.2012 | 16:38

Antwort

von


(674)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragender,

Sie haben den Kaufvertrag wirksam angefochten (wegen arglistiger Täuschung), sodass dieser von Anfang an nichtig ist. Damit können Sie die Versandkosten zurückverlangen, ggf. über §826 BGB .

Da bei einem Verlust Sie beweisen müssten, dass Sie das ordnungsgemäß zurückgesandt haben und auch das Versandrisiko tragen würden, würde ich das daher mit einem Paket zurücksenden.

Sollte sich der Verkäufer nicht darauf einlassen, können Sie sich gerne an uns wenden.

Ich verbleibe


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 21.04.2012 | 16:54

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gerne möchte ich von der Rückfragemöglichkeit Gebrauch machen zur Klärung eines Details.

"Da bei einem Verlust Sie beweisen müssten, dass Sie das ordnungsgemäß zurückgesandt haben und auch das Versandrisiko tragen würden, würde ich das daher mit einem Paket zurücksenden".

Ihrer Antwort folgend wäre also ein Versand als Päckchen möglich? Wäre Sie so freundlich mir kurz darzulegen, warum ich in diesem Falle das Versandrisiko tragen würde auch wenn ich den Versand z.B. über Zeugen nachweise?
Mir ist bis dato nur die Darlegung "Wer die Versandkosten trägt, trägt auch das Versandrisiko" geläufig. Da nunmehr der Rückversand nicht durch meinen Fehler verursacht wird erscheint mir eine Versandhaftung meinerseits etwas ungewöhnlich. Die Kosten würde ich diesem Falle ja nur aus reiner Kulanz und hilfsweise tragen, da es schnell und recht reibungslos ging, und es meiner ersten Ansicht nach trotzdem auf Risiko des ursprünglichen Verkäufers geschieht.

Das grundsätzlich ein Paket einfach ist ist einleuchtend, jedoch mit einem erheblichen Mehraufwand (den ich nicht vergütet bekomme) in Form von einem halben Tag Urlaub verbunden um jenes aufgeben zu können.Alternativ würden mir Portokosten in mehrfacher Höhe des innerdeutschen Preises entstehen. Meine Arbeitszeiten liegen vor- und nach den Öffnungszeiten der Deutschen Post aufgrund einer Anstellung im Europäischen Ausland und ein Päckchen ist auch außerhalb problemlos in der Postbox einlegbar.

Vielen Dank für Ihre Mühe vorab.

Rückfrage vom Fragesteller 21.04.2012 | 17:15

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gerne möchte ich von der Rückfragemöglichkeit Gebrauch machen zur Klärung eines Details.

"Da bei einem Verlust Sie beweisen müssten, dass Sie das ordnungsgemäß zurückgesandt haben und auch das Versandrisiko tragen würden, würde ich das daher mit einem Paket zurücksenden".

Ihrer Antwort folgend wäre also ein Versand als Päckchen möglich? Wäre Sie so freundlich mir kurz darzulegen, warum ich in diesem Falle das Versandrisiko tragen würde auch wenn ich den Versand z.B. über Zeugen nachweise?
Mir ist bis dato nur die Darlegung "Wer die Versandkosten trägt, trägt auch das Versandrisiko" geläufig. Da nunmehr der Rückversand nicht durch meinen Fehler verursacht wird erscheint mir eine Versandhaftung meinerseits etwas ungewöhnlich. Die Kosten würde ich diesem Falle ja nur aus reiner Kulanz und hilfsweise tragen, da es schnell und recht reibungslos ging, und es meiner ersten Ansicht nach trotzdem auf Risiko des ursprünglichen Verkäufers geschieht.

Das grundsätzlich ein Paket einfach ist ist einleuchtend, jedoch mit einem erheblichen Mehraufwand (den ich nicht vergütet bekomme) in Form von einem halben Tag Urlaub verbunden um jenes aufgeben zu können.Alternativ würden mir Portokosten in mehrfacher Höhe des innerdeutschen Preises entstehen. Meine Arbeitszeiten liegen vor- und nach den Öffnungszeiten der Deutschen Post aufgrund einer Anstellung im Europäischen Ausland und ein Päckchen ist auch außerhalb problemlos in der Postbox einlegbar.

Vielen Dank für Ihre Mühe vorab.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.04.2012 | 19:07

Ich möchte meine Antwort übrigens ergänzen: es könnte auch eine vertragliche Rückabwicklung vorliegen.

Dann wäre die Kostentragung deshalb problematisch, da keine Regelung zur Kostentragung getroffen worden ist. Dann jedoch müsste eine Auslegung der Begleitumstände vorliegen und es könnte Ihre Möglichkeit der Anfechtung wieder herangezogen werden. Dann würde nach Auslegung wohl auch der Verkäufer die Kosten tragen müssen.

In diesem Fall ist es bei der Rücksendung aber so, dass von Ihnen beiden eine Schickschuld vereinbart wurde und dann mit Abgabe eines Päckchens (mit Zeugen) die Gefahr des Untergangs auf den Empfänger übergeht ohne dass die Gegenleistung damit in Gefahr geraten würde (vgl. Versendungskauf).

So oder so brauchen Sie also für die Aufgabe bei der Post Zeugen (Übergabe an Transportperson bezeugen).
Wenn die nun auch gesehen haben, dass Sie die Ware und in welchem Zustand sie diese verpackt haben und sie praktisch von der Verpackung bis zur Post begleiten, dann können Sie auch ein Päckchen schicken - aber bei Verlust bei meiner 1. Variante (Anfechtung) hilft das nicht viel.

Nun müssen Sie sehen, für welche Variante Sie sich entscheiden (Anfechtung - sicherere Kosten, unsicherere Variante bei Versand oder vertragliche Rückabwicklung: unsicherere Kosten, aber sicherere Variante bei Versand, da hier die Übergabe reichen würde).

Vielleicht kann ja ein Freund das Paket abgeben, dann sind Sie auf alle Fälle auf der sicheren Seite.

Bewertung des Fragestellers 21.04.2012 | 19:24

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