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Ebay Päckchen nicht angekommen

27.05.2009 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


12:09
Hallo,

ich habe über ebay ein Handy im Wert von 280,00€ verkauft.
Der Käufer hat mir das Geld überwiesen.

Folgende Angaben habe ich über den Versand gemacht:
DHL Päckchen - 6,90€
(6,90€ habe ich angegeben, da ich dachte, das das Päckchen so teuer wird.)

Nach Eingang der Bezahlung habe ich das Handy in der nächsten Postfiliale als DHL Päckchen für einen Preis von 3,90€ versendet.
Ich war überrascht, hatte ich doch mit höheren Versandkosten gerechnet. Datum der Versendung: 18.05.2009
Ich habe eine Quittung für den Versand bekommen. Eine Sendungsnummer steht nicht drauf, da man ein Päckchen nicht nachverfolgen kann.

Bis heute ist das Päckchen nicht bei dem Käufer eingetroffen.
Dieser möchte nun sein Geld zurück und beruft sich auf den Versandkostenpreis von 6,90€, der den Anschein erweckt hat, dass das Päckchen versichert versendet wird.
In der Artikelbeschreibung habe ich aber deutlich DHL Päckchen angegeben. Ein Päckchen ist immer unversichert.
Ich habe in der Beschreibung weder einen versicherten oder einen unversicherten Versand erwähnt, lediglich die Bezeichnung DHL Päckchen.

Meine Fragen sind nun:
Kann der Käufer rechtlich gegen mich vorgehen?
Bin ich verpflichtet den Kaufpreis zurück zu überweisen?
Was raten Sie mir?

Mit freundlichem Gruß,
28.05.2009 | 00:17

Antwort

von


(310)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Im Rahmen einer ebay-Auktion stimmt der Käufer mit der Abgabe seines Gebots regelmäßig auch der Höhe der Versandkosten als Bestandteil des letztlich zu zahlenden Kaufpreises zu. Die Höhe der Versandkosten vermag dabei nicht die Art der Versendung vorherzubestimmen; ausschlaggebend ist allein die konkrete Angabe der Versendungsart, so dass hier wirksam der Versand per unversichertem Päckchen vereinbart wurde (eine Versicherung hätte extra erwähnt werden müssen, da - wie Sie zutreffend bemerkten - der Versand per DHL Päckchen regelmäßig unversichert erfolgt).
Ich gehe des weiteren davon aus, dass es sich um einen Verkauf von privat an privat gehandelt hat; bei einem solchen geht die Gefahr des zufälligen Untergangs mit der Übergabe der Ware an die Versandfirma auf den Käufer über. Dieser ist auch dann zur Kaufpreiszahlung verpflichtet, wenn das Päckchen ihn nicht erreicht.

Sie sind daher nicht verpflichtet, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Der Käufer kann Sie grds. gerichtlich in Anspruch nehmen; in einem solchen Fall läge es ggf. an Ihnen nachzuweisen, dass Sie das Päckchen auch tatsächlich abgeschickt haben. Ob Sie hier eine außergerichtliche Lösung bspw. dergestalt suchen, dass Sie dem Käufer eine anteilige Kaufpreisrückerstattung anbieten, obliegt Ihrem persönlichen Geschmack; rechtlich verpflichtet sind Sie hierzu nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten ÜBerblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 28.05.2009 | 22:42

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Anhand welcher Gesetze kann ich die oben genannten Punkte beweisen?

Falls das Päckchen in den nächsten Tagen nicht angekommen ist, möchte ich dem Käufer 50,-€ als Rückerstattung überweisen.
Mehr kann er nicht verlangen, da ich genaugenommen gar nicht verpflichtet bin, eine Rückerstattung vorzunehmen.
Ist das richtig?

Ginge der Käufer gerichtlich gegen mich vor, hätte ich als Zeugin meine Frau, die bei Abgabe des Päckchen dabei war.
Das heißt also, das ich keine Gerichtskosten tragen muss, oder?

Mit freundlichem Gruß,
S. Kuhn

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.05.2009 | 12:09

Sehr geehrter Fragesteller,

den Gefahrübergang beim Versendungskauf regelt § 447 BGB . Einen §, der explizit regelt, dass die Höhe der Versandkosten nicht die Versendungsart zu indizieren vermag, existiert nicht; dies ergibt sich schlicht aus einer Auslegung der jeweiligen Willenserklärungen von Käufer und Verkäufer.

Ihre Annahme ist richtig.

Sofern Sie einen evtl. zu führenden Rechtsstreit gewinnen, müssen Sie keine Gerichtskosten tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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