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Ebay Kaufvertrag und Kundenauftrag

26.10.2006 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe jemandem bei Ebay einen meiner Internetshops verkauft, nach anfänglichen Telefonaten und Gesprächen und der Zusicherung der Bezahlung kam danach nichts mehr.

Das heisst der Betrag von ca. 7500EUR steht noch aus und der Kunde zahlt nicht. Nun liegt der Shop seit ca. 3 Monaten auf Eis, weil ich für Ihn alles vorbereitet habe.

Inwieweit kann ich mein Geld einklagen, ihn wegen Betrugs anzeigen und die Sache am besten lösen. Gesräche brinegn nichts, da er auf Telefonate und Schreiben nicht antwortet.
Kann ich ihm die Wartezeit und die in dieser Zeit abgesprungenen Kunden in Rechnung stellen?

Fall 2
Ich betreibe eine Beratungsagentur für Importgeschäfte und verdiene mein Geld damit für Kunden 100% seriöse Firmen und Preislisten zu recherchieren.
Nun hatte ich einen Kunden da, dessen Auftrag ich angenommen hab (alles mündlich) und ich habe ihm gesagt, dass die Recherche 98,-€ kosten würde.
Nachdem ich ihm nun die Rechnung stellte und die Recherche fertig ist, sagt er davon wüsste er nicht und er würde dafür nichts zahlen. Mein Partner ist Zeuge dass ich ihm sagte, was ihn diese Recherchearbeit von ca. 2 Tagen kosten würde und warum wir für die Recherche Geld bekommen und nicht für den Import.
Inwieweit steht in dieser Geschichte ein Vertrag und ich kann das Geld verlangen, da die Arbeit ja abgeschlossen ist. Er bekommt die fertige Arbeit erst ausgehändigt, wenn die Rechnung beglichen ist, da darin alle Firmendaten der Fabriken und die Preislisten entahlten sind.
26.10.2006 | 13:06

Antwort

von


(13)
Gneisenaustr. 66
10961 Berlin
Tel: 030-24048391
Web: http://www.internet-rechtsberater.com
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in Anbetracht des von Ihnen eingesetzten Betrages beantworte ich die Frage wie folgt:

Bei Vertragschlüssen muss derjenige, der sich auf den Vertag beruft, den Vertragschluss nachweisen.

In Fall 1 könnten Sie auf Erfüllung klagen und Ihren Kaufpreisanspruch durchsetzten. Sofern Sie ein schriftlichen Vertrag geschlossen, dürfte dies nicht besonders problematisch sein.

Wegen Höhe Kaufpreisforderung müssen Sie vor dem Landgericht klagen. Dafür müssen Sie einen Anwalt beauftragen, da ein Anwaltszwang vor dem Landgericht herrscht.

Eine Betrugsanzeige könnte die Fronten so verhärten, dass der Käufer zu keinerlei außergerichtlicher Einigung mehr bereit ist. Generell ist zu einer Strafanzeige zur raten, wenn keine andere Möglichkeit besteht, den Kaufpreis zu erlangen. Im Einzelnen müsste auch geprüft werden, ob die Voraussetzungen des § 263 StGB vorliegen. Aufgrund der kurzen Sachverhaltschilderung ist dies nicht abschließend möglich.

Zu Fall 2: Auch ein mündlicher Vertrag ist ausreichend, um einen Anspruch zu begründen. Allerdings ist die Beweisführung in diesem Fall erschwert. Der Erfolg einer Klage würde in diesem Fall von der Glaubwürdigkeit der von Ihnen benannten Zeugen abhängen.

Wenn Sie beweisen können, dass eine Vorkasse mit dem Vertragspartner vereinbart war, können Sie Ihren Anspruch im Hinblick auf die Vorleistungspflicht durchsetzen.

Wie die Erfolgschancen in beiden Fällen stehen, vermag ein Anwalt erst nach Sichtung der zugänglichen Beweise einschätzen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit Beantwortung der Frage weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Wincierz
Rechtsanwalt

Email: a.wincierz@internet-kanzlei.de


ANTWORT VON

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