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Ebay Käufer wirft mir Betrug vor - schon Schreiben vom Anwalt bekommen

22.10.2013 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


18:55

Hallo. Ich hatte vor einiger Zeit ein T-Shirt für ca. 95€ verkauft. Nach der 3. Auktion wurde es verkauft. Ich bot es damals nur per Überweisung an, da ich ansonsten immer doppelte Gebühren zahlen musste und mein Freund schon mal auf den Paypal Trick reingefallen ist. ( ware nicht bekommen - paypal Käuferschutz). Die Käuferin bezahlte, ich verschickte es in einem Maxibrief für 2,40€, so wie im Angebot angegeben. ( Briefkasten ) Online Rechnung der deutschen Post über den Erwerb der Marke hab ich.

Nach einiger Zeit meldete sich die gute Dame mit der Begründung, sie hätte es nicht bekommen. Danach folgte ein reger email Verkehr wo sie mir von Anfang an Betrug unterstellte. Da ich kein Paypal angeboten habe, habe ich es geplant das das so läuft, damit man mir nichts anhängen kann. Und es kann kein Dritter schuld sein, da sie immer alles bekommen hat. Und andere Unstellungen. Nach Anruf bei ebay hatten sie mir geraten nicht mehr auf den Email Verkehr der Dame zu reagieren, da sie voll aus dem Ruder laufen.

Nachdem Ebay zu meinem Gunsten entschieden hat, bekam ich Post von ihrem Anwalt. Er unterstellt mir das gleiche. Ich handele in seinem Sinne als Unternehmerin ( 8 Jahre - 200 Bewertungen - gewerblich hää????)
Unterschwellige, harsche Äusserungen lassen angeblich aufhorchen, das ich " Dreck am Stecken habe"! ( in meinen Worten gesagt)
Also er unterstellt mir genauso Betrug. Drohung mit weiterungen ( wahscheinl. Strafanzeige ), wenn Shirt nicht innerhalb von 2 Wochen kommt.

Was soll ich tun? Ich habe die Online Bestätigung des Erwerbs der Briefmarke, habe es ordnungsgemäss unter den Augen meines Freundes verschickt ( dieser zählt aber bestimmt nicht als Zeuge?) und bin in keiner email gegenüber ihr ausfallend geworden. Im Gegenteil sie polterte los.

LG Nicole

22.10.2013 | 17:02

Antwort

von


(183)
Ückendorfer Straße 90
44866 Bochum
Tel: 02327 8325990
Web: http://kanzlei-trettin.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

I. Wenn Sie die Ware ordnungsgemäß abgesendet haben und dies notfalls auch beweisen können, sind Sie aus meiner Sicht "auf der sicheren Seite".

Denn bei einem Versendungskauf, wie er hier vorliegt (vgl. § 447 BGB: Gefahrübergang beim Versendungskauf ), trägt grundsätzlich der Käufer die Gefahr, daß die Kaufsache auf dem Transportweg beschädigt wird oder abhandenkommt. Er muß deshalb den vereinbarten Kaufpreis regelmäßig auch dann zahlen, wenn er keine oder beschädigte Ware erhält.

Das gilt allerdings nicht bei einem Verbrauchsgüterkauf (§ 474 BGB: Verbrauchsgüterkauf ). In diesem Fall – wenn also ein Verbraucher eine bewegliche Sache von einem Unternehmer kauft – trägt vielmehr der Verkäufer die Transportgefahr.

Zu klären ist deshalb zwar, ob Sie das T-Shirt in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit verkauft haben (vgl. § 14 BGB: Unternehmer ). Gegenwärtig sehe ich dafür indes keine Anhaltspunkte. Es reicht m. E. insbesondere nicht aus, daß Sie in acht Jahren 200 Bewertungen erhalten haben.

II. Der Vorwurf eines Betruges wird sich nicht halten lassen, wenn Sie das T-Shirt nachweislich ordnungsgemäß versendet haben.

Auch abgesehen davon steht der Vorwurf auf tönernen Füßen. Denn es mag zwar sein daß Sie keine PayPal-Zahlungen akzeptiert haben. Das läßt aber nicht den Schluß zu, daß Sie von Anfang an vorhatten, einen Kaufvertrag über das T-Shirt nicht zu erfüllen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen mit dieser Einschätzung weiterhelfen konnte. Bitte nutzen Sie bei Bedarf die Möglichkeit, hier eine kostenlose Nachfrage zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 22.10.2013 | 18:27

Also zählt mein Freund bei einem evtl. gerichtlichen Verfahren als Zeuge? Weil es immer heisst, die im Haushalt lebenden Personen werden nicht als Zeugen angesehen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.10.2013 | 18:55

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihr Lebensgefährte kann vor Gericht Zeuge sein.

Man hört zwar gelegentlich , daß Familien- und Haushaltsangehörige nicht als Zeugen in Betracht kommen. Das ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum. Denn Zeuge kann generell jede Person sein, die etwas wahrnehmen und diesbezügliche Fragen verstehen und beantworten kann.

Davon zu trennen ist die Frage, ob ein Zeuge glaubwürdig und seine Aussage glaubhaft ist. Dies muß das Gericht in jedem Einzelfall klären. Es gibt keinen Grundsatz, daß Aussagen bestimmter Personen (Ehepartner, Beifahrer, ...) generell wertlos sind.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

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