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Ebay-Käufer reagiert nicht & zahlt nicht

| 23.07.2009 11:51 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


14:50
Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe bei Ebay ein Paket Kinderkleidung für 28,06 Euro versteigert. Der Käufer reagiert nicht und zahlt nicht. Wie ist die Rechtslage (es existieren höchst unterschiedliche Meinungen im einschlägigen Ebay-Forum)? Kann ich vom Käufer Schadensersatz verlangen? Oder kann der Käufer gar auf Vertragserfüllung bestehen, wenn er nun doch noch zahlen würde?

Im Einzelnen:
20.6. Angebotsende

22.06. Statusmeldung (in der Kopfzeile): Der Käufer hat für diesen Artikel am Jun 22, 2009 „Zahlung gesendet“ markiert.

26.6. Mail an den Käufer: Hallo, habe die Paketgröße unterschätzt. Der Versand ist 6,50 € (mit Hermes), also alles zusammen 34,56 €.
(War Irrtum meinerseits - ich hatte in der Auktionsbeschreibung ohnehin die Versandkosten mit 7,50 Euro für DHL-Paket beziffert)

29.6. Mail an den Käufer: Hallo, ich habe von Ihnen noch keinen Zahlungseingang feststellen können? Bitte überweisen Sie den Kaufbetrag. Falls die Überweisung schon getätigt wurde, mailen Sie mir bitte, dass ich den Verbleib des Geldes überprüfen kann. Danke!

01.07. Mail an den Käufer: Hallo, bitte melden Sie sich bei mir wegen der Kaufabwicklung bis spätestens 3.7.09. Anderfalls werde ich den Artikel anderen Interessenten anbieten oder wieder einstellen und eine Benachrichtigung an Ebay veranlassen.

ca. 05.07. Brief an den Käufer (Zahlungsaufforderung)

ca. 06.07. Telefonat - Anrufbeantworter besprochen (Zahlungsaufforderung)

07.07. Meldung von Ebay/Problemfallfunktion: Dieser Fall wurde vom Verkäufer aus folgendem Grund gemeldet: Der Käufer hat nicht reagiert.

10.07. Meldung über Ebay/Problemfallfunktion an den Käufer: Hallo, bitte SOFORT den fälligen Betrag überweisen, oder Sie werden von Ebay wegen einer unbezahlten Transaktion verwarnt!!!

15.07. Meldung über Ebay/Problemfallfunktion an den Käufer: Käufer antwortet nicht trotz mehrerer Mails, Briefpost und Telefonat (Anrufbeantworter)

15..07. Meldung von Ebay/Problemfallfunktion: Dieser Fall ist geschlossen. Der Verkäufer hat den Fall nach 7 Tagen geschlossen, weil der Käufer nicht reagiert hat.

18.07. Mail an den Käufer: Sehr geehrter Käufer, die Wiedereinstellung des Artikel hat einen Verkaufspreis von 21,00 € erbracht. Hiermit fordere ich von Ihnen den Schadensersatz von 7,06€ + 0,55€ Briefporto (f. Mahnung) = 7,61€. Frist für den Zahlungseingang: 25.07.2009. Ansonsten werde ich ein gerichtliches Mahnverfahren gegen Sie einleiten lassen.


Ich bedanke mich für Ihre Beurteilung! Es geht zwar nur um „peanuts“, andererseits basiert eine Plattform wie Ebay auf der Zuverlässigkeit der (Ver-)Käufer, so dass ich die Rechtslage klären möchte (bevor ich evtl. anwaltlich tätig werde).
23.07.2009 | 12:13

Antwort

von


(2360)
Damm 2
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Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihren Angaben ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Dieser wäre vom Käufer auch zu erfüllen gewesen. Er hätte also den Kaufpreis zahlen und die Ware abnehmen müssen.

Da er dieses nicht getan hat und Sie ihn auch mehrfach gemahnt haben, befindet sich der Käufer nun in Verzug. Damit hat er auch den Verzugsschaden zu ersetzen.

Sie können also den Schadensersatz fordern einschließlich Zinsen. Da Sie dieses bereits getan haben, können Sie auch ab dem 26.07.2009 das Mahnverfahren einleiten.

Die verhältnismäßig geringe Summe spielt dabei keine Rolle.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 23.07.2009 | 14:41

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
herzlichen Dank für die fixe und klare Antwort.
Nur zu meinem sicheren Verständnis: Der nicht-reagierende Käufer kann also jetzt - 33 Tage nach Auktionsende - nicht einfach den Kaufbetrag überweisen und die Übersendung der Ware fordern, sozusagen aus "Rache", wenn mein Mahnbescheid bzgl. des Schadensersatzes hereinflattert? (Die Ware gehört doch zwischenzeitlich dem Gewinner der nachfolgenden Auktion.)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.07.2009 | 14:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

natürlich könnte der Käufer dieses verlangen, nur würde es es rechtlich nicht durchsetzen können. Sollten Gelder eingehen, sollten Sie diese mit Ihrem Schadensersatzanspruch verrechnen und den Restbetrag zurücküberweisen.

Sie haben ihm hier eine Frist zur Erfüllung gesetzt. Nachdem er die Frist hat verstreichen lassen, konnten Sie aufgurnd des eingetretenen Verzuges Schadensersatzansprüche geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 13.08.2009 | 10:06

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.08.2009
4,8/5,0

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