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Ebay _Käufer bezahlt nicht


17.06.2005 08:01 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,

letzte Woche habe ich (als weibliche Privatperson, aber ich habe ein Gewerbe für Internetsdienstlesitungen) einen LKW meines Vaters, den er nicht mehr benötigt zum Verkauf bei Ebay eingestellt.
Als Auktionsbedingungen habe ich folgendes in die Auktion eingefügt:
Auktionsbedingungen:

Wir haben das Fahrzeug nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben. Jeder Interessent erhält die Möglichkeit, sich das Fahrzeug vor Ort anzuschauen oder Probe zu fahren. Zusammenfassend ist das Fahrzeug noch in einem gebrauchsfähigen Zustand; wird aber aufgrund des Alters und der EU-Bestimmungen nur als Bastlerfahrzeug oder Ersatzteillager ohne Garantie verkauft.

Der Höchstbietende dieser Auktion hat das Fahrzeug innerhalbvon 7 Tagen nach Auktionsende abzuholen und bar zu bezahlen oder aber das Geld vorab zu überweisen. Nachverhandlungen sind nicht möglich, deshalb wird jedem die Möglichkeit zum Anschauen und Probe-Fahren angeboten. Spaßbieter werden nach nicht ordnungsgemäßem Abschluss der Auktion 14 Tage nach dieser bereits angezeigt und verklagt.

Kurz vor Ende der Auktion hat ein mir völlig unbekannter Bieter,der sich auch vorher nicht gemeldet hat, den Höchstbetrag von 4.010,00 Euro geboten.
Die Auktion lief Sonntag abend aus, aber auch auf mehrere Email hat der Käufer nicht reagiert.
Als ich ihm androhte, ihn zu verklagen, rief er bei meinem Vater an (die Nummer gab ich ihm durch, da der LKW noch auf dem hof meines Vaters steht, zwecks der Abwicklung) und sagte ihm gestern abend telefonisch, dass er den LKW heute abholen werde.
Heute morgen jedoch rief der Käufer erneut an, und sagte meinem Vater, er hätte keine Lust soweit zu fahren (er wohnt cirka 800km weit weg, aber auch unser Standort stand in der Auktion!) und wir hätten rechtlich sowieso keine Möglichkeit gegen ihn vorzugehen, da er ja ein 14tägiges Rücktrittsrecht hätte, weil mein vater ja auch gewerbetreibender sei.
Ích habe das fahrzeug doch aber in meinem Namen und privat verkauft und hätte auch das Geld behalten dürfen.
Meine Frage ist nun: Welche erdenklichen Möglichkeiten kann ich nutzen,um den Käufer zu verklagen? Würden Sie vorher einen Mahnbescheid empfehlen? Wie ist das mit den weiteren Kosten? Ich muss den LKW ja jetzt länger als geplant angemeldet lassen, da ich die Auktion ja erneut einstellen muss und den LKW für Probefahrten bereit halten muss.
Es ärgert mich einfach, wie jemand so abgebrüht sein kann, da muss es doch gewisse Möglichkeiten geben, oder?

Liebe Grüße

Janine

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Guten Morgen,

soweit Sie privat den LKW verkaufen, hat der Verkäufer kein generelles Rücktrittsrecht. Insoweit geht die Auffassung des Verkäufers in die Irre. Es kommt auch nicht darauf an, ob Ihr Vater ein Gewerbe betreibt, da Sie den Wagen verkauft haben. Theoretisch müßte allerdings der Wagen vorher von Ihrem Vater an Sie übereignet worden sein, da Sie sonst ja über fremdes Eigentum verfügen.

Dies bedeutet, daß Sie zunächst einen wirksamen Kaufvertrag mit Ihrem Käufer haben, an den Sie und natürlich auch die Gegenseite gebunden sind.
Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten: Sie können vom Käufer die Erfüllung verlangen, daß heißt Abnahme des Wagens gegen Zahlung des Kaufpreises. Natürlich sind auch etwaigen Verzugsfolgen, etwa die Kosten dieser Beratung vom Käufer zu tragen.
Wenn Sie den Wagen anderweitig verkaufen wollen, müssen Sie Ihrem Käufer zunächst eine Frist von sieben Tagen zur Abholung und Zahlung geben. Erst nach Ablauf dieser Frist können Sie den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären. Der Vertrag ist dann nicht mehr wirksam, Sie können dann Schadensersatz von Ihrem Käufer verlangen. Dies betrifft etwa die Mehrkosten, die durch die längere Zulassung entstehen, die Differenz zu einem etwaige künftig niedrigeren Kaufpreis, den Zinsverlust und die Verzugskosten.

Je nachdem, für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, können Sie natürlich Klage beim für Sie zuständigen Amtsgericht einreichen. Einen Mahnbescheid vorher zu beantragen, macht nur dann Sinn, wenn der Käufer einsichtig ist. Ansonsten verzögert es nur das Verfahren, da Sie dann den Widerspruch des Käufers bekommen und anschließend ohnehin die Klage begründen müssen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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