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Ebay - Käufer behauptet Ware defekt!!!


31.01.2007 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Hallo!

Da ich mich jetzt schon seit 4 Monaten mit einem Ebay Käufer rumärgern muss brauche ich jetzt dringend Rat!

Ende September letzten Jahres habe ich auf Ebay ein Ossziloskop
für 760 EUR als Gebrauchtware privat zu privat verkauft. DIe Gewährleistung habe ich leider dabei nicht ausgeschlossen. Der Käufer hat das Gerät eine Woche später erhalten. Nach 12 Tagen erhielt ich erneut eine Mail von ihm, in der er behauptete das Gerät wäre defekt und er wolle sein Geld zurück, was ich zurückwies und ihn darauf aufmerksam machte, dass vor Versand das Gerät zu 100% in Ordnung war und ich mir deshalb nur einen Transportschaden als Ursache erklären könnte. Daraufhin schickte er mir das Gerät einfach zurück, was ich allerdings nicht angenommen habe. Bald darauf bekam ich zum ersten Mal Post von seinem Anwalt indem eine Rückzahlungsfrist gesetzt wurde und der Fehler näher erläutert wurde. Und zwar soll das Display an gewissen stellen kaputt sein. Jedoch können mindestens 4 Freunde von mir bezeugen, dass dieser Mangel vor Versand noch nicht da war. Um einen "unsichtbaren Mangel" kann es sich ebenso wenig handeln, da solch eine beschädigung nur durch erhebliche gewalteinwirkung zustande kommen kann. Leider erhielt ich jetzt fast 2 Monate nach dem letzten Anwaltsbrief wieder Post mit einer erneuten Zahlungsaufforderung und einen Entwurf einer Klage.

Bei der ganzen Sache fühle ich mich für den Schaden überhaupt nicht verantwortlich, aber habe extreme bedenken, da ich keine Gewährleistung ausgeschlossen habe. Ich selber würde behaupten, dass der Käufer (der Abteilungsleiter einer Firma ist), oder einer seiner Angestellten, die angeblich den Fehler bemerkt haben, diesen selber verursacht haben.

Ich bitte dringend um Rat, da ich sonst einen Betrag von um die 1.000 EUR bezahlen müsste, die ich bei meinem aktuellen Schuldenstand in 2 Jahren nicht abbezahlen könnte.

Sehr vielen Dank!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich gehe zunächst davon aus, dass Sie die Ware als "Privater" verkauft haben. Danach geht die Gefahr der Beschädigung beim Versendungskauf gem. § 447 BGB mit Übergabe an ein Transportunternehmen auf den Käufer über. Sie haben also gute Aussichten, sofern die Ware bei Übergabe an das Transportunternehmen in Ordnung war und Ihnen auch keine mangelhafte Verpackung vorgeworfen werden kann. Wenn Sie sich hier also nichts vorzuwerfen haben und sich sicher sind, dass das Gerät beim Versand keine Fehler hatte und dies durch Ihre Freunde bestätigt werden kann, haben Sie gut Aussichten, eine eventuelle Klage zu gewinnen. Möglicherweise kann durch ein Sachverständigengutachten auch das Alter des Mangels festgestellt werden und Sie damit entlasten.

Da es offenbar um Ihre finanziellen Verhältnisse nicht allzu gut bestellt ist, sollten Sie überlegen, sich beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein (http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/beratungshilfe/index.php) ausstellen zu lassen, um sich für maximal 10 Euro noch einmal außergerichtlich beraten zu lassen. Im Gerichtsverfahren kommt dann die Beantragung von Prozesskostenhilfe (http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/prozesskostenhilfe/index.php) in Betracht.

Bei Rückfragen können Sie gerne die Nachfragefunktion nutzen oder sich direkt per E-Mail mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

---
www.kanzlei-alpers.de
info@kanzlei-alpers.de

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2007 | 23:21

Danke für die schnelle Antwort!
In dem letzten Brief seines Anwalts wurde sogar bestätigt, das das Paket ordnungsgemäß verpackt war. Nur der Käufer hat bereits erwähnt, das er einen Transportschaden völlig ausschließt. Könnte es auch theoretisch möglich sein, dass es sich bei den Drohungen seines Anwalts nur um einen Bluff handelt? Mir kam es schon etwas komisch vor, dass das Einschreiben mit 5 Briefmarken vershen war (kein Anwaltsstempel etc.) und als Drohung ein Entwurf der Klage mit adressierung an das Amtsgericht bei mir (und nicht bei ihm 500km nördlicher), bei der sogar das Wort "Entwurf" nur grob mit Kugelschreiber draufgepinselt wurde. Nichts gegen die methoden mancher Menschen, aber für einen Anwalt eher untypisch würde ich behaupten. Außerdem hätte ich nach einer Zahlungsaufforderung mit anschließender ablehnung als nächstes eine Klage erwartet und nicht wieder nur eine Zahlungsaufforderung mit Drohung zur Klage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2007 | 00:15

Ob es sich nur um einen "Bluff" handelt, kann ich mit Sicherheit auch nicht beurteilen. Sicherlich sprechen die Zeitabstände und evtl. auch der Klageentwurf dafür, dass die Gegenseite es lieber nicht auf eine Klage ankommen lassen möchte - aber eine Gewähr dafür, dass eine entsprechende Klage nicht eingereicht wird, kann ich hierfür auch nicht übernehmen...

Dass nicht jeder Anwalt über einen Entwurfsstempel verfügt und auch nicht täglich Einschreiben versendet und diese daher "zusammenstückelt" ist auch nicht ungewöhnlich und lässt allenfalls darauf schließen, dass Sie es nicht gerade mit einer Großkanzlei auf der Gegenseite zu tun haben. Bezüglich des Gerichtsstandes spricht zwar einiges dafür, dass eine Klage auch am Wohnsitz des Käufers zulässig wäre, da dort gem. § 29 ZPO der Erfüllungsort liegt.

Da aber der Regelfall die Klage am Wohnsitz des Beklagten ist, kommt es immer wieder vor, dass Anwälte auf Nummer sicher gehen und die Klage eben dort einreichen.

Sie können mir gerne das/die Schreiben der Gegenseite einmal per Fax oder E-Mail zusenden.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

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