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Ebay - Gewerbsmäßiger Betrug seitens Verkäufer


| 13.03.2006 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
wir haben bei Ebay am 3 November 05 ein Hochzeitskleid, welches noch gefertigt werden muss und aufgrund dessen eine Lieferzeit von 12-14 Wochen hat gekauft. Hochzeit ist im Juni 2006.

In der Beschreibung des Kleides wurde ferner angegeben, daß dieses Brautkleid einen Ladenpreis von 1379 Euro hat. Kaufpreis war bei Ende der Auktion ca 80 Euro plus Versand.

Bei der Bezahlung sollte noch die Wunschgröße angegeben werden.
Dies war soweit alles erfolgt und am 7.11.05 wurde der Artikel vom Verkäufer als bezahlt gekennzeichnet.
Das Kleid hätte aufgrund der Lieferzeitangabe spätestens in der 7ten KW 06 geliefert werden muessen. Da es aber nicht ankam, sahen wir die erste Mail nochmals nach der Emailadresse durch um direkt anzufragen. Die angegebene Emailadresse war info@"Name der Internetpräsenz".de . Hinter dieser Internetpräsenz findet sich ein Brautmodengeschäftes.

Nachdem wir bei der auf der Website angegebenen Rufnummer angerufen hatten, wurde uns mitgeteilt, dass das Kleid sicherlich in 1 bis 2 Wochen da ist.

Am 01.03.06 war das Kleid immer noch nicht da.

Am 8.03.06 riefen wir nochmals an, da wurde uns mitgeteilt dass
die Bestellung an die Firma in Frankreich die das Kleid fertigt zwar per Fax im November dort angekommen sei, jedoch wurde das Kleid nie hergestellt, was ich meine aber nicht unser Problem ist , da in der AUktion lediglich von der Lieferzeit 12-14 Wochen gesagt wurde.

Uns wurde nun angeboten, dass uns der Kaufpreis rückerstattet wird da ein erneuter Auftrag nach Frankreich ca 12-14 Wochen dauere und somit mit dem Hochzeitstermin nicht mehr hinkommt.

Daraufhin beendeten wir das Gespräch mit dem Kommentar, das werden wir sehen.

Am 09.03.06 habe ich dann sämtliche derzeit von diesem Ebaymitglied angebotenen Artikel, allesamt Brautkleider als Snapshot lokal auf meinem Rechner gesichert, ebenso wie sämtliche erhältene Bewertungen mit den zugehörigen verkauften Artikeln.

Insgesamt hat der Verkäufer 163 Bewertungen, wobei die letzen anzeigbaren Artikel bis auf 5-6 Artikel alle für Verkaufte Artikel, welche teils Brautkleider, Brautkleidunterröcke und Accessoirs standen. Ferner wurde die Webpräsens des Brautmodengeschäftes ebenfalls komplett lokal abgespeichert.

In der Nacht zum 10.3.06 muss sich das Ebaymitglied von Ebay ganz abgemeldet haben, da es am 10.3.06 nicht mehr als Mitglied angemeldet war. Der Account war als Privat gekennzeichnet.

Wir haben daraufhin ein Fax an das Brautmodengeschäft sowie selbigen Inhalt via Einschreiben mit Rückschein an die Person die hinter dem Ebay Account laut erster Mail steckt ebenso wie an die Inhaberin des Brautmodengeschäftes gesandt.

Mit diesem Schreiben erklärten wir, dass wir auf die Erfüllung des Kaufvertrages bis zum 27.03.06 bestehen und daß sofern die Frist fruchtlos verstreicht wir mit Drohung eines erfolgenden Deckungskaufes vom Vertrag zurücktreten und belehrten über die möglichen Rechtsfolgen. Ferner eklärten wir dass sich aus den bisherigen Telefonaten wie auch der angegebenen Email-Adresse die direkte Zuständigkeit dieses Brautmodengeschäftes für diesen Artikel ergibt, welche bisher nicht seiten des Geschäftes verneint wurde. Desweiteren haben wir als unseriges Entgegenkommen denen auch angeboten im Brautmodengeschäft vorbeizukommen und uns dort ein Kleid welches ungefähr dem der Auktion nahekommt auszusuchen, ohne Aufpreis versteht sich.

Zwischenzeitlich haben wir Kontakt mit weiteren Ebaymitgliedern aufgenommen, wobei einige Ihr Kleid erhalten haben und 4 Personen noch warten. Die Recherche ergab auch seitens der anderen Mitglieder, dass hinter dem Ebay Account dass Brautmodengeschäft stecke.

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Wir beabsichtigen folgende Schritte :

Bei Ablauf der Frist ohne Zusendung des bestellten Kleides wollen wir Strafanzeige und Strafantrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen gewerbsmäßigen Betruges gegen die Person die in der ersten Email als Verkäufer angegeben ist stellen. Als weitere Verdächtige soll ebenfalls gegen den Kontoinhaber(in) ermittelt werden, welche nicht mit dem Verkäufer übereinstimmt und ebenso soll gegen das Brautmodengeschäft ermittelt werden.
Die auf CD gesicherten Daten samt aller Emails würden dem Strafantrag beigefügt werden.

Was wäre bei diesem Strafantrag zu beachten, da es sich vermutlich um ein Geflecht mehrerer beteiligter Personen handelt wobei sich mir hier neben dem Gewerbsmäßigen Betruges insbesondere die Frage nach den Einzelnen zuträfenden Paragraphen stellt ?

Da ein Kleid gekauft werden muss und wir ja im grundegenommen ein Kleid welches einen Ladenpreis von 1379 Euro hat bekommen hätten, ist uns abzüglich Ebay-Auktionspreis somit ein Schaden von 1300 Euro entstanden.

Andererseits entsteht uns aber hinsichtlich dessen dass zur Hochzeit ein Brautkleid erforderlich ist lediglich ein reeller Schaden in Höhe des Preises des noch zu kaufenden Kleides.

Erwerben wir ein Kleid für 600 Euro sinds nur 520 Euro Schaden. Kaufen wir eins für 1379 Euro sind uns dann ein Schaden von 1300 Euro entstanden.

Welchen Betrag und gegen wen (Ebay-Verkäufer oder Brautmodengeschäft oder beide ?) können wir auf dem gerichtlichen Mahnweg geltend machen und was ist hierbei zu beachten und wie wäre hier der beste Zeitpunkt (Ermittlungen etc abwarten ?).

Von unserer Seite würden wir das gerichtliche Mahnverfahren mit einem einzufordernden Betrag in Höhe von 1379 Euro zzgl. der in der Auktion angegebenen und bezahlten Versandkosten allein gegen das Brautmodengeschäft einleiten.

Ich hoffe die Details sind ausreichend genug.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten in Ihrem Strafantrag alle Personen benennen und alle Ihnen vorliegenden Informationen übergeben. Die rechtliche Einordnung übernimmt die Staatsanwaltschft. Diesbezüglich brauchen Sie sich keine Arbeit machen.

Ihr Schaden beträgt 1.300 EUR, wenn sich der Zeitwert dieses neuen Kleides mit 1.379 EUr bemessen lässt. Dies dürfte auf Grund der Angabe des Verkäufers der realistische Zeitwert sein.

Verkäufer ist der Account Inhaber von Ebay. Schreiben Sie diesen an. Erklären Sie, da nach Ablauf der durch Sie gesetzten Frist keine Lieferung erfolgte, dass Sie nunmehr Schadensersatz geltend machen. Zur Zahlung des Schadensersatzbetrages setzen Sie eine angemessene Frist. Nach fruchtlosem Ablauf können Sie Ihren Schaden geltend machen. Der Schaden bemisst sich ausschließlich nach dem oben gesagten und nicht nach dem Kaufpreis eines anderen Brautkleides. Sonst könnten Sie auch ein Diamtbesetztes Brautkleid für einen sechstelligen Betrag erwerben und dies als Schaden ansetzen. Dies geht aber nicht!
Wollen Sie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abwarten, müssen Sie einen RA beauftragen, der Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft nimmt. Dann gewinnen Sie weitere Erkenntnisse über das Zusammenspiel der Personen. Es ist durchaus möglich, dass es den EBay Verkäufer nicht gibt oder eine Identität verwendet wurde, ohne den Inhaber dieser Indetität darüber zu informieren. Ist dies erwiesen, ist wohl das Brautmodengeschäft Ihr Gegner. Zumindest spricht dann hierfür einiges. Unter Umständen ist der Account-Inhaber Mitinhaber des Geschäfts, was eine Anfrage am Gewerbeamt Ihrer Stadt Klarheit verschaffen könnte. Diesbezüglich könnten Sie eine Anregung an die Staatsanwaltschaft weitergeben, in diese Richtung zu ermitteln.

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2006 | 14:28

Wie bereits geschrieben habe ich in dem Schreiben an die Person die in der ersten Ebay-Mail als Verkäufer angegeben ist ebenso wie an das Breautmodengeschäft ein Schreiben geschickt, in welchem ich eine 2 Wochenfrist gesetzt habe zur Lieferung des Kleides und bei fruchtlosen verstreichen dieser einen Deckungskauf tätigen würde und den Kaufpreis eines andersweitig erworbenen Kleides bis zu einem Betrag von 1300 Euro rechtlich geltend machen würde.

Soll ich jetzt diese zwei Wochenfrist abwarten und dann den Schaden in Höhe von 1300 Euro mit einer Frist diesen innerhalb von 2 Wochen zu begleichen geltend machen oder gleich jetzt schon ein zweites Schreiben hinterhersenden in dem ich ergänzend auf mein ersteres Schreiben Bezug nehme und ausdrücklich darauf verweise dass ich nach Ablauf dieser Frist einen Schaden in Höhe von 1300Euro geltend machen werde und eine Zahlungsfrist zum xx.xx.2006 setze.

Kann ich dann weitere entstandene Kosten wie Porto für Briefe, Einschreiben und auch mein Anliegen hier geltend machen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2006 | 14:37

Sehr geehrter Fragesteller,

senden Sie das von Ihnen erwähnte Schreiben unter Bezugnahme auf das erste Schreiben nach. Schreiben Sie, dass Sie wegen der Nichterfüllung nunmehr den Schaden in Höhe Zeitwert - Kaufpreis geltend machen. Setzen Sie für die Zahlung des Schadensersatzbetrages eine angemessene Frist (14 Tage). Dir Kosten der Rechtsverfolgung können Sie hinzuaddieren (Porto etc.).

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

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"Vielen Dank, es hat mir soweit sehr geholfen, zumal ich eben noch von einem anderen Ebaymitglied , welches ebenfalls ein Kleid erwarb und dieses auch bekam, bestätigt wurde, dass der Absender des erhaltenen Kleides das Brautmodengeschäft ist. "
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