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Ebay-Betrug Strafmaß


| 19.11.2008 11:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Hallo,

ich habe mal eine Frage, ich habe mich im Verlauf eines halben Jahres mehrfach ( 4 mal ) mit falschen daten bei Ebay angemeldet und dort artikel versteigert, die ich aber weder besaß, noch abgeschickt habe. Das Geld für die Artikel habe ich bekommen und auch ausgegeben. ( Auf die schwachsinnige Idee bin ich gekommen, da mir wegen Mietschulden der Verlust der Wohnung gedroht hat ). ich habe im Vorfeld bei der Vernehmung bei der Polizei schon alles eingestanden und weiß mitlerweile auch, dass das wirklich absolut mist war. Bald steht meine verhandlung an und ich wollte mich mal erkundigen, was mich erwarten könnte, bzw. wird. der Schaden beläuft sich auf ca. 4000€. ich werde auch weiterhin vor Gericht nichts abstreiten, da es mir wirklich auch leid tut, was ich gemacht habe und ich auch angefangen habe ( in kleinen Raten) das Geld an die Geschädigten zurück zu bezahlen. Ich habe eine Vorstrafe, wegen Autofahrens bevor ich das Auto angemeldet hatte. ich bin alleinerziehende Mutter. ich weiß nicht ob das für den Prozess oder das Strafmaß relevant ist, möchte Ihnen aber ein möglichst umfassendes Bild machen. Muss ich mit einer Inhaftierung rechnen?

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Meine Antwort basiert auf der Annahme, dass Sie bisher keine Freiheitsstrafe bzw. Bewährungsstrafe erhalten haben.

Ein konkretes Strafmaß kann im Wege dieser Plattform leider nicht seriös bestimmt werden, da dies von mir unbekannten Faktoren abhängig ist.

Ich wage dennoch, eine grobe, unverbindliche Einschätzung der zu erwartenden Strafe abzugeben.
§ 263 StGB (Betrug) sieht einen Strafrahmen von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor. Im Rahmen der vom Richter vorzunehmenden Strafzumessung, welche als Bestimmung der Strafhöhe unter Berücksichtigung aller Tatumstände zu verstehen ist, werden sowohl strafmildernde als auch strafschärfende Umstände berücksichtigt. Strafmildernd kommt Ihnen zugute, dass Sie die Tat bereuen (dies sollten Sie dem Richter auch deutlich machen), dass Sie durch Rückzahlung der Beträge um Schadenswiedergutmachnung bemüht sind, dass Sie geständig sind und, dass Sie nicht einschlägig (also nicht wegen einer ähnlichen Tat) vorbestraft sind. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sie sich gegenüber dem Gericht freundlich und einsichtig zeigen.
Strafschärfend könnte sich in Ihrem Fall die nicht geringe Schadenshöhe auswirken.
Insofern ist davon auszugehen, dass Sie nicht inhaftiert werden. Zu rechnen ist eher mit einer empfindlichen Geldstrafe oder einer Haftstrafe im unteren Bereich, welche zur Bewährung ausgesetzt werden dürfte.

Ihre Chancen auf ein mildes Urteil erhöhen sich mit einer professionellen Verteidigung durch einen Strafverteidiger.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich daher, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2008 | 12:35

Vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen. Ja ich habe auch vor weiterhin zu dem zu stehen und vor Gericht offen, ehrlich und eben auch freundlich zu sein. Leider habe ich erst jetzt erfahren, dass ich Anspruch auf eine Pflichtverteidigung habe und da der Prozess am Freitag ist, werde ich diesen wohl ohne Verteidiger hinter mich bringen. Meine schlimmste Befürchtung ist natürlich eine Inhaftierung. Ihre Vermutung, dass ich bisher keine Freiheitsstrafe bzw. Bewährungsstrafe erhalten haben ist richtig. Jedenfalls vielen Dank für Ihre Beratung und ich hoffe natürlich auf eine Geld oder Bewährungsstrafe. LG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2008 | 12:44

Sehr geehrter Fragensteller,

soweit Sie tatsächlich einen Anspruch auf einen Pflichtverteidiger haben, können Sie versuchen, noch bis Freitag einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, sofern es diesem in so kurzer Zeit noch möglich ist, für Sie tätig zu werden.

Ansonsten wird das Gericht Ihnen ein Verteidiger zur Seite stellen.

Scheuen Sie sich nicht, im Zweifel den zuständigen Richter anzurufen, um dies zu klären. Die Telefonnummer ist regelmäßig dem Anschreiben zur Anklageschrift zu entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2008 | 12:44

Sehr geehrter Fragensteller,

soweit Sie tatsächlich einen Anspruch auf einen Pflichtverteidiger haben, können Sie versuchen, noch bis Freitag einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, sofern es diesem in so kurzer Zeit noch möglich ist, für Sie tätig zu werden.

Ansonsten wird das Gericht Ihnen ein Verteidiger zur Seite stellen.

Scheuen Sie sich nicht, im Zweifel den zuständigen Richter anzurufen, um dies zu klären. Die Telefonnummer ist regelmäßig dem Anschreiben zur Anklageschrift zu entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.11.2008 | 12:38


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