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Ebay Betrug! Bitte um Hilfe!


15.02.2006 10:00 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo!!!

Meine Frage ist etwas dringend weil ich mir nun wirklich Gedanken mache.
Also zur meiner Vorgeschichte. Ich wurde im April letzten Jahres zu einer Geldstrafe in Höhe von 10 Tagessätzen verurteilt, wegen einer Ware im Wert von 80 Euro die ich nicht auslieferte, aber den Betrag zurückerstattete.
Zur gleichen Zeit, als am 05.03.2005 ersteigerte ich bei beay ein Handy und bezahlte dies auch sofort. Gleichzeitig setzte ich dieses ersteigerte Handy bei ebay sofort wieder rein um es für einen höheren Preis zu versteigern. Nun kam es so, das mir das Hndy nie zugestellt wurde und ich somit auch nicht der Pflicht nachkommen konnte das 3 Tage später versteigerte Handy auszuliefern. Es geht hierbei um einen Betrag von 377 Euro. Ich erstattete daraufhin Strafanzeige gegen den Verkäufer des Handys und leitete ein Zivilverfahren ein um mein Geld wiederzubekommen und dem Käufer meines Handys das Geld zurückzuerstatten. Leider war eine Pfändung beim Käufer bis heute erfolglos und ich habe kein Geld erhalten. Die 377 Euro habe ich aber auch nicht an den Käufer meines Handys zurückerstattet! Nun kam es heute zur Gerichtsverhandlung und ich sagte dort aus das ich keine Absicht hatte mich an dem Handy zu bereichern, was ich ja auch wirklich nicht wollte. Dies interessierte den Richter jedoch gar nicht und er verhängte eine Strafe von 4 Monaten zur Bewährung auf 3 Jahre + 500 Euro Geldstrafe. Ich hatte mir leider keinen Verteidiger geholt, weil ich dachte ich käme glimpflich aus der Sache aus. Doch nun habe ich einen Eintrag im Führungszeugnis und es droht alles bei mir gegen die Wand zu fahren. Hat es nun Sinn Revision oder Berufung einzulegen oder ist die Strafe so in Ordnung? Mir kommt das alles etwas hoch vor und ich saß nur wie ein kleiner Trottel im Gerichtssaal.

Ich hoffe irgendjemand kann mir weiterhelfen und sagen was ich machen soll!

Viele Grüße

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),



ohne Kenntnis des gesamten Akteninhaltes ist es schwierig, hier eine einigermaßen sichere Prognose abgeben zu können.

In Anbetracht Ihrer Schilderung halte ich das Urteil dem Grunde und der Höhe nach für unrichtig.

Ob Ihnen wirklich ein Betrug angelastet werden kann, kann schon deshalb zweifelhaft sein, da die Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, hier ernsthaft zu diskutieren sein wird; dabei hängt die endgültige Einschätzung aber vom Akteninhalt (siehe oben) und der Frage ab, warum Sie den Kaufpreis nicht einfach zurückgezahlt haben. Da Sie offenbar nicht liefern konnten, wäre es doch ein Einfaches gewesen, den Kaufpreis dann zu erstatten. Inwieweit dieses in die Urteilsgründe eingeflossen ist, kann man aber nur vermuten.

All dieses muss nach Akteneinsicht geklärt werden, wobei Sie nun schnell handeln müssen, da Sie das Rechtsmittel innerhalb einer Woche nach Urteilsverkündung einlegen müssen. Zur Fristwahrung wäre Ihnen dazu zunächst zu raten.


Auch das Strafmaß erscheint mit hier doch zu hoch, wobei auch die Möglichkeit besteht, das Rechtsmittel allein auf das Strafmaß zu beschränken.

Suchen Sie unbedingt einen Kollgen vor Ort auf, der bereits ist, die Verteidigung zu übernehmen.


Aber nun auch noch warnende Worte: Egal wie das Verfahren ausgeht, Sie dürfen sich keinesfalls eine weitere Straftat zu Schulden kommen lassen, da im nächsten Verfahren sicherlich eine Bewährung "auf der Kippe" stehen wird. Selbstverständlich sollten Sie es daher auch bei dieser Beratung nicht zu einer Rücklastschrift kommen lassen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2006 | 10:39

Hallo nochmal!!!

Selbstverständlich wird es zu keiner Rücklastschrift kommen. Ich konnte damals den Betrag nicht zurücküberweisen weil mein Geld ja selbst weg war weil ich es an den anderen Verkäufer überwiesen hatte!

Was ist denn Ihrer Meinung nach für ein Strafmaß angemessen?

Desweiteren würde mich noch interessieren ob ich einen Eintrag ins Führungszeugnis umgehen kann wenn im Verfahren eine Strafe von unter 3 Monaten oder nur Geldstrafe verhängt wird?

Wäre noch dankbar für eine kurze Einschätzung. Werde heute noch zum Anwalt gehen! Wann wird das ganze denn ins Fühjrunsgzeignis eingetragen? Erst mit Rechtskraft des Urteils oder? Was sich ja jetzt noch ein paar Monate hinziehen dürfte. Dann könnte ich mir doch jetzt noch ein saberes Führungszeugins besorgen oder komme ich da gar nicht mehr rum?

Netten Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2006 | 11:22

Sehr geehrter Ratsuchender,


es wird erst nach Rechtskraft in das Führungszeugnis eingetragen. Führungszeugnisse nun aber "auf Vorrat" zu besorgen, wird nicht viel bringen, da Sie sicherlich immer ein aktuelles Führungszeugnis beibringen müssen. Die Vorlage eines alten Führungszeugnisses in der sicheren Erkenntnis, dass weitere Eintragungen vorhanden sind, wird Sie dann wieder in Schwierigkeiten bringen.


Ohne Akteneinsicht KANN das Strafmaß nicht genau vorausgesagt werden; das ist ungefähr so, als ob Sie beim Arzt anrufen und fragen, ob er Sie heilen kann. Ohne Untersuchung wird er auch keine Meinung abgeben können.

Nach Ihrer Darstellung würde ich eine Geldstrafe (oder Geldstrafe auf Bewährung) von nicht mehr als 90 Tagessätze eventuell für angemessen erachten, wobei dieses als reine Prognose zu werten ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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