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Ebay, Paypal

06.02.2019 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Paypal, Rückbuchung und Betrug

habe als privater Verkäufer am 28.10.2018 zwei Artikel an einen Käufer in USA verkauft. Zusammen für1460 €. Eine Bezahlmöglichkeit per Paypal war im Angebot nicht angegeben. Nach einigem hin und her habe ich meine Paypaladresse gesendet und ihm die Zahlung ermöglicht. Nach kontrolle des PP-Kontostandes habe ich die Ware dann am 6.11.2018 an die bei Ebay angegebene Adresse gesendet und dem Käufer umgehend darüber informiert, das die Ware auf dem Weg in die USA ist (incl. Sendungs-ID). Auch das der Versand billiger als angenommen (101,99), nur 76,99 € kostet. Daraufhin keine Reaktion des Käufers!
Erst kurz nachdem das Paket von seinem Agenten an der angegebenen Adresse am 23.11.2018, um 11 Uhr 27 entgegengenommen wurde, hat er sich gemeldet und mich gefragt, wieso ich das Paket nach USA sende und wie ich zu der Adresse komme. Ich habe das Paket an die Paypal-Adresse in Japan zu senden! Außerdem schreibt er, das er gekaufte Sachen oft an seine Filiale? zu seinem Mitarbeiter/Agenten in den USA schicken läßt. Nur diesmal eben nicht. Ich habe ihm geschrieben, dass das nicht geht, da er/ bzw. sein Agent die Sendung angenommen hat. Ich habe mich außerdem mehrfach für mein Fehler aus Unwissenheit entschuldigt, und nach Lösung des Problems gefragt.
Auch zur Rückabwicklung habe ich Ihn aufgefordert. Daraufhin hat er wieder eine Entschuldigung und eine Erklärung gefordert, warum ich das Paket in die USA gesendet habe... Gleichzeitig hat er bei Paypal einen Fall eröffnet.
Zu der Zeit habe ich das Geld benötigt und abgerufen.
Ich habe Paypal die Sache geschildert und darauf hingewiesen, das sein Agent/Mitarbeiter die Ware erhalten hat (mit Foto vom Sendungsbeleg und einer Kopie von der oben erwähnten Mail, in der er praktisch den Erhalt der Ware bestätigt)
PP antwortet, das weitergeleitete Mails, und auch der DHL-Einlieferungsbeleg mit Sendungs-ID und separater bestätigung von DHL nicht Aussagekräftig wären.
Ich brauche einen Beleg mit Adresse des Empfängers und Stempel o.ä.
Daraufhin habe ich am 27.12.2018 einen Antrag auf Sendungsnachverfolgung gestellt, der bis heute noch nicht vorliegt. Laut Auskunft der DHL- Hotline kann das bis zu "2 mal 4 Wochen" (?) dauern.
Paypal hat viel zu kurze Fristen, um diesen Nachweis einholen zu können. Ich habe immer rechtzeitig Wiederspruch eingelegt, um den Fall "offen" zu halten. Es wurde mehrmalz zugunsten des Käufers entschieden,
aber immer eine Wiederspruchsfrist gesetzt. Die Aktuelle läuft am 8.2. aus.
Ende letzten Jahres sollte ich den Kontostand ausgleichen, da PP die komplette Summe zurückgebucht hat und dem zufolge mein Kontostand negativ war. Am 4.2. 2019 kam nun eine Mahnung. Mit Anwaltsgebühr usw. ist der geforderte Betrag nun von 1537,03 auf 1758,73€ gestiegen. Termin: 11.2.2019.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das der Käufer die Artikel besitzt und ich ihm den Kaufbetrag + Versandkosten erstatten muß. Die PP-Gebühren von gut 90 € "darf" ich auch noch übernehmen, damit diese Enteignung erst stattfinden kann!
Ich verkaufe nicht aus Spaß. Als Rentenempfänger unterhalb der Armutsgrenze kann ich es mir nicht leisten, solche wertigen Sachen zu verschenken. Schon garnicht an Fremde!
Ich bin nicht gewillt, mich ausrauben zu lassen! Der Käufer/sein Bevollmächtigter Agent hat die Ware definitiv entgegengenommen. Und damit auch irgendwie die Adresse akzeptiert. Er hätte es nicht annehmen dürfen. Dann wäre das Paket zurück gekommen und ich hätte es nach Japan schicken können.
Er hat auch nach Kenntnisnahme vom Versand nach USA mich nicht darauf hingewiesen, das er den Versand nach Japan wünscht. Ich hätte Die Sendung ein Tag nach Abgabe im DHL-Shop sicherlich noch umleiten können, da sie erst 2 0der 3 Tage nach Einlieferung das Land verlässt. Eine Stornierung und Neuversand wäre sicher auch noch möglich gewesen.
Der gültige Kaufvertrag ist doch eigentlich bei Ebay geschlossen worden. Mit seiner USA-Adresse. Wird das auch durch außerhalb von Ebay erlaubter PP-Bezahlung einfach so ausgehebelt?
Durch die Zeitverschiebung und die Benutzung des Google Translaters war der umfangreiche Austausch mit dem Käufer "etwas" schwierig.
Ich habe die gesamte Kommunikation (mit Käufer, Paypal und Ebay, + Mail und Nachrichten) gespeichert. Der DHL-Einlieferungsbeleg und eine eine Bestätigung (ohne Zieladresse) liegen vor. Auf die Sendungsnachverfolgung warte ich noch.
Was soll ich tun?










Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst haben Sie richtig gehandelt, Sie sind verpflichtet, nur an die in Ebay genannte Adresse zu versenden, anderenfalls hätten Sie jeglichen Schutz bei Paypal verloren.

Sie haben es hier mit Betrügern zu tun.

Sie müssen nunmehr leider abwarten, bis Sie die Sendungsverfolgung erhalten, damit Sie nachweisen können, dass das auch angekommen ist. Dann erstatten Sie Betrugsanzeige.

Zudem setzen Sie danach Paypal eine Frist zur Auszahlung und senden Sie alle Unterlagen nebst Betrugsanzeige mit. Wenn die Zahlung nicht kommt und trotzdem weiter auf Gebühren beharrt wird, klagen Sie. Sie erhalten hierfür die Anwaltskosten per Prozesskostenhilfe vom Staat bezahlt.


Mehr dazu auch hier im Video: https://www.youtube.com/watch?v=1i6k-QiWgvw&t=12s
und
https://www.youtube.com/watch?v=yqgCcIMGwvY&t=73s

Gerne helfen wir weiter!




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 08.02.2019 | 09:57

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter,
in der letzten Zeit habe ich mich zwangsläufig genauer mit den beteiligten Unternehmen und deren AGB`s beschäftigt. In den AGB`s von Paypal steht m. E. definitiv, das bei Zahlung mit Paypal ausschließlich an die bei Paypal angegebene Adresse zu versenden ist. Ich sehe da zwar einen Wiederspruch zu dem Kaufvertrag, der bei Ebay zustande gekommen ist. Aber durch die erforderliche Anerkennung der AGB`s bei Nutzung von Paypal wird dies wohl regelrecht ausgehebelt.
Sehe ich das falsch?
Wenn nicht, dann bringt mir die Antwort nicht weiter und es wäre einfach nur fair, wenn Sie die Frage wieder freigeben (wenn möglich?) und auch die 60 € stornieren.
Was ich nach Erhalt der DHL-Bestätigung tun muß, ist ja auch soweit klar. Ich werde ohne Anwalt letztendlich nicht gegen Paypal ankommen....

Mit feundlichen Grüßen



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.02.2019 | 17:18

Da hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen - bei ebay muss es heißen statt Paypal. Als Verkäufer beim Ebay gelten deren AGBs. Sie hatten ja die Paypalzahlung nach Vertragsschluss selber ausgemacht. Eine Verknüpfung findet dann nicht statt, es sind keine verbundenen Geschäfte - bezüglich Paypal habe. sie natürlich Recht, das ist das Zahlgeschäft! Sie müssen realisieren, dass egal, wie Sie sich verhalten hätten - Sie konnten nur verlieren - Versand an die Paypal-Adresse = Falleröffnung bei Ebay!!! Sie sind einem Betrüger aufgesessen, der es schlichtweg drauf angelegt hat. Da Sie alles weitere ohne Anwalt regeln wollen und keine Hinweise brauchen, brauche ich zum weiteren Ablauf ja nichts zu sagen.

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