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EV bzw. Privatinsolvenz Gesellschafter-Geschäftsführer

19.10.2012 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


15:04

Ich habe 2011 eine GmbH gegründet. 100% Gesellschafter-Geschäftsführer. Das Stammkapital 25.000 EUR wurden voll eingezahlt. Diese wurden allerdings dafür verwendet, mein ehemaliges Einzelunternehmen aufzukaufen. Die 25.000 EUR habe ich damals von meiner Bank als Privatdarlehen aufgenommen.

Es sieht so aus, als wenn ich Privatinsolvenz beantragen muss, da gravierende finanzielle Probleme im privatbereich auf mich zukommen.

Soweit ich informiert bin, würde eine Veräußerung der Geschäftsanteile (evtl. für 1 EUR) Gläuberbenachteiligung darstellen, da die Anteile Vermögen darstellen.

Welche Auswirkungen hätte die Privatinsolvenz auf meine GmbH? Wird diese liquidiert? Werden evtl. Gewinne aus der GmbH in die Masse einfliessen?

19.10.2012 | 14:45

Antwort

von


(569)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Aufgrund Ihrer Privatinsolvenz würden die Gesellschaftsanteile der GmbH in die Insolvenzmasse fallen. Dieser würden dann auch etwaige Gewinnausschüttungen zugeschlagen.

Da der Insolvenzverwalter Gesellschafter würde, könnte er auch die Liquidation der Gesellschaft und die Einstellung des Geschäftsbetriebs beschließen. Vorrangig wird aber daran interessiert sein, die Geschäftsanteile soweit möglich gewinnbringend zu veräußern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 19.10.2012 | 14:52

Sehr verehrte Frau Dr. Scheibeler,

vielen Dank für die Antwort.

Ist es grundsätzlich später anfechtbar, wenn ich die Geschäftsanteile zu 100% veräußere (zu einem regulären Verkaufspreis), ich jedoch als Geschäftsführer weiterhin tätig bin (bevor überhaupt eine Privatinsolvenz beantragt wird) ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.10.2012 | 15:04

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Es wäre nicht anfechtbar, wenn Sie die Geschäftsanteile jetzt zum Marktpreis weiterzuveräußern. Das Problem wird jedoch sein, den Marktwert verbindlich zu ermitteln, so dass aus diesem Grund die Gefahr der Anfechtung bleibt, weil der Insolvenzverwalter ggf. einen höheren Marktpreis argumentiert. Zudem setzen Sie sich der Gefahr aus, dass Ihnen die Restschuldbefreiung gemäß § 290 InsO: Versagung der Restschuldbefreiung versagt wird, weil Sie Vermögen verschleudert haben.

Daher ist eine Veräußerung der Geschäftsanteile auch zum Marktpreis riskant.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeleer

ANTWORT VON

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