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EÜR -> Umsätze verschieben um Bilanzierung zu vermeiden


13.11.2017 11:51 |
Preis: 25,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

ich betreibe ein kleines Einzelunternehmen betreibe EÜR mit IST-Versteuerung und verkaufe meine Produkte hauptsächlich bei Amazon.

Derzeit hat das Unternehmen einen Gewinn von ca. 100000 EUR vor Steuern - ich möchte aus persönlichen Gründen um die BIlanzierung zu vermeiden, diesen, wenn möglich, auf unter 60000 EUR reduzieren. Hierbei gibt es die Möglichkeit, dass man z.B. die weiteren Auszahlungen von Amazon in das nächste Jahr verschiebt. Die bisher in der Zwischenzeit anfallenden Kosten für Wareneinkauf, Versand, Steuerberater, Lohn u.s.w würden ohne die derzeitigen Auszahlungen von Amazon den Gewinn auf unter die 60000 EUR drücken. Die Auszahlung direkt Anfang des nächsten Jahres würde jedoch sehr gross werden.

Meine Frage: Ist es rechtlich und steuerlich möglich, die Auszahlung von Amazon einfach in das nächste Jahr zu verzögern, um somit der Bilanzierung für ein weiteres Jahr zu "entkommen" ?

Oder würde hier ein Straftatbestand oder z.B. eine unerlaubte Steuergestaltung oder wie man es nennt, vorliegen?

Eine kurze Antwort reicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Sie unterliegen der Ist-Versteuerung als Gewerbetreibender und ermitteln die Gewinne Ihres Unternehmens durch Einnnahmenüberschussrechnung. Nun fragen Sie sich, ob Sie durch Verlagerung einer Auszahlung ins nächste Jahr den diesjährigen Gewinn Ihres Unternehmens legal schmälern können.

Diese Frage ist grundsätzlich mit Ja zu beantworten, da gem. § 11 Abs. 1 S. 1 EStG Einnahmen innerhalb des Kalenderjahres als bezogen gelten, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Anders würde es jedoch aussehen, wenn der Betrag in irgendeiner Form bereits durch Amazon verrechnet wird, z.B. wegen entstandener Lagerungskosten oder Ähnlichem, weil hier von einer Aufrechnung auszugehen wäre, bei der mit der Erklärung der Zufluss bereits bewirkt ist (BFH, Urt. v. 25.10.1994, Az.: VIII R 79/91).

Ansonsten spricht jedoch rechtlich nichts gegen eine Gewinnverschiebung ins nächste Jahr.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Da mein erstes Ziel immer die vorbehaltslose Mandantenzufriedenheit ist, würde ich mich über eine Bewertung mit fünf Sternen freuen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Pascal Gratieux, LL.M. (Köln/ Paris 1)
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