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EUROWINGS erstattet doppelt, sendet 'Spam-'-Email zur Aufforderun Inkassofa. AKZEPTA

| 20.01.2021 07:55 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Bernhard Schulte


Zusammenfassung: Inkassokosten als Verzugsschaden.

Sehr geehrte Damen und Herren,
unglaublich, aber wahr. Ein gebuchter Flug mit Eurowings im Januar 2018 (!) konnten von Seiten EUROWINGS nicht stattfinden und wurde storniert. Darauf gabs eine Gutschrift - jedoch versehentlich (von EUROWINGS) 2 x überwiesen.
Fiel mir nicht auf, wurde nicht beachtet.
Im September 2019 (!) tauchten emails auf, die mehr nach SPAM als allem anderen aussahen, angeblich von EUROWINGS mit der Forderung 35 € für einen Flug zu überweisen. Unterschrieben von "Hr. Meister" - ohne Kontaktemail und ohne Telefonnummer.
Als ich darauf nicht reagierte kam ein Schreiben der Inkassofirma AKZEPTA mit gleicher Forderung und Mahngebühren.
Nun brauchte ich Klarheit und überprüfte meine Bankeingänge von Frühjahr 2018. In der Tat - nach einigem Suchen stellte sich heraus, dass EUROWINGS tatsächlich einen Fehler gemacht hatte und den Betrag für den Flug (35 €) versehentlich 2 x auf mein Kto überwiesen hatte.
Aus diesem Grunde überwies ich den Betrag von 35 € auf die von AKZEPTA angegebene Bankverbindung.
Aber AKZEPTA lässt nicht locker und sendet weitere Mahnungen und Drohungen, dass die Kosten steigen, wenn ich nicht endlich die angeblich noch aussehenden 43,50 € für ihre Mahngebühren bezahle. Wenn nicht bis zum 28.01.2021 gezahlt wird, möchte AKZEPTA diese Mahnkosten auf 96,26 € erhöhen und einen Rechtsanwalt einschalten.
Von EUROWINGS habe ich heute erstmalig nach 2 Jahren eine Antwort erhalten: sie hätten alles AKZEPTA übertragen, ich soll alles mit denen klären.
Auf meine zahlreichen Schreiben (auch Einschreiben) hat EUROWINGS in den letzten Jahren nie reagiert.
Für einen Fehler, den einzig EUROWINGS zu veranworten hat (doppelte Überweisung einer Flugkosten-Erstattung) ist dies dreist.
Frage: was tun?

Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Inkassokosten können grundsätzlich als Verzugsschaden erstattungsfähig sein. Dafür müssten Sie aber im Verzug der Rückzahlung des zu Unrecht erhaltenen Betrages gewesen sein. Der Verzug kann durch eine Mahnung (mit Fristsetzung) nach entsprechendem Fristablauf begründet werden.

Doch ist der Anspruchsteller hier für die verzugsbegründeten Maßnahmen darlegungs- und beweisbelastet. Eurowings bzw. das Inkasso müssten zudem den Zugang etwaiger früherer Mahnschreiben beweisen können, was bei reinen Emails (ohne eine Reaktion durch Sie hierauf) schwierig ist.

An Ihrer Stelle würde ich die Inkassokosten zurückweisen. Insbesondere sollten Sie hier den Zugang etwaiger Mahnschreiben sowie die Verzugslage bestreiten. Ohne bewiesenen Verzug sind die Inkassokosten nicht erstattungsfähig.

Sollten Sie hingegen bereits auf frühere Mahn-Emails reagiert haben, ist der Zugang dieser nachgewiesen. Sofern dann eine Frist abgelaufen ist, sind spätere inkassokosten als Verzugsschaden von Ihnen zu erstatten.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen. Falls Sie künftig neue Fragen haben, können Sie mich gerne über die Direktanfrage (https://www.123recht.de/anwalt/Rechtsanwalt-Bernhard-Schulte-Frechen-__l108340.html) kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt, externer Datenschutzbeauftragter (TÜV) & Datenschutzauditor (TÜV)

Bewertung des Fragestellers 22.01.2021 | 06:35

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