Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
510.930
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

EU-Rente Verlängerung

| 08.08.2016 19:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Sachverhalt:

Seit 01.01.2013 erhalte ich 100% EU-Rente. Diese wurde zunächst für weitere 2 Jahre bewilligt und läuft zum 31.12.2016 aus. Ich bin jetzt 59 Jahre, habe dauerhaft einen GDB von 50%. Mein Arbeitsverhältnis ist nicht gekündigt, es ruht wg. der EU-Rente. Lt. BfA kann ich ich mit 60+11 Monate (mit Abschlag 10,8%) selbst die Altersrente beantragen.

Meine momentane gesundheitliche Situation ist, das meine Ärzte der Meinung sind, dass ich nach wie vor 100% erwerbsunfähig bin und mich dabei auch unterstützen. Ich selbst habe mich noch nicht aufgegeben, eventuell doch wieder arbeiten zu können bis 63 + 11 Monate..

Meine Fragen:

Für den Fall, dass die EU-Rente nicht weiterbewilligt wird, muss ich mich dann zum 01.01.2017

a) beim Arbeitsamt melden
b) bei der Krankenkasse melden und Krankengeld beantragen?
c) ich wieder arbeiten beginne, wann würe der Bestandsschutz der Rente auslaufen?


Für den Fall,, dass die Rente dauerhaft bewilligt wird, hätte ich dauerhaft Abschläge in Höhe von 10,8% in Kauf zu nehmen? Kann ich dem widersprechen, da dies einer Zwangsberentung gleichkäme. Ist das statthaft?


Ich möchte den dauerhaften Abschlag vermeiden, weil es ansonsten finanziell sehr eng wird. Welche Möglichkeiten gäbe es?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1) Sie müssen sich unbedingt bei der zuständigen Arbeitsagentur melden. Gem. § 26 Abs. 2 Nr.3 SGB III sind Bezieher der vollen Erwerbsminderungsrente pflichtversichert.
Da Sie in dem Bemessungszeitraum kein Arbeitsentgelt erzielt haben dürften (§ 150 SGB III), kommt es zu einer fiktiven Bemessung des Arbeitslosengeldes auf Grund Ihrer beruflichen Qualifikation (§152 SGB III).

2) Sie haben die Möglichkeit Krankengeld im Rahmen der Arbeitslosigkeit zu beziehen. Sie haben, wenn Sie zuvor 78 Wochen Krankengeld wegen einer Erkrankung bezogen haben, nach 3 Jahren nochmals einen neuen Anspruch auf Krankengeld.

3) Wenn Sie Ihre Arbeit wieder aufnehmen, gelten die normalen gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer. Insofern ist mir nicht klar, was Sie Bestandsschutz der Rente meinen ?

Wenn die Rente dauerhaft gewährt wird, dann kommt es tatsächlich zu Abschlägen in Höhe von 10,8%. Für jeden Bezugsmonat der Erwerbsminderungsrente, der nach dem 62. und vor dem 65. oder 63. Geburtstag (bei Erfüllung der Voraussetzungen) liegt, gibt es einen Rentenabschlag von je 0,3 % - der Abschlag beträgt höchstens 10,8 %. Diese Rentenkürzung ist dauerhaft, d.h. sie fällt mit dem Übertritt in eine Altersrente nicht weg.

Wenn die EU-Rente weiter bewilligt wird, bleibe nur ein Widerspruch gegen die Rente.

Ggf. können Sie als Schwerbehinderter eine frühere Rente beziehen.

Fragen Sie unbedingt bei der Deutschen Rentenversicherung nach. Dort kann man Ihnen auch fiktive berechnen für alle Szenarien erstellen, so dass Sie schwarz auf weiß sehen, was Sie erwartet.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2016 | 12:20

Sehr geehrter Herr Rea,

bedaure, Sie haben meine Frage nicht beantwortet.

Meine Gegenbenheiten atte ich benannt. Sie köpnnen davon ausgehen:
- dass GDB 50% dauerhaft vorliegt,
- dass das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt ist, sondern seit der EU-Rente lediglich ruht
- dass ich mich z.Z. den Verlängerungsantrag auf Wiedergewähr der vollen EU-Rente auf dem Schreibtisch habe.


Meine Frage war:
***Ich möchte den dauerhaften Abschlag vermeiden, weil es ansonsten finanziell sehr eng wird. Welche Möglichkeiten gäbe es? ***

Es geht darum, dass Sie mir sagen, wie es finanziell für mich aussieht,
- wenn die Rente weiterbewilligt wird
- nicht weiterbewilligt wird (denkbar auch Teilrente)

undwas ich in diesen Fällen dan zu tun hätte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2016 | 16:10

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, sofern dies auf Grund der gemachten Angaben möglich ist:

Es gibt keine Möglichkeit des Abschlag (§ 77 II Nr. 3SGB VI) zu vermeiden, wenn die Erwerbsminderung weiterhin voll weitergewährt wird. Wenn Sie einen Anspruch auf die Rente für Schwerbehinderte nach § 236 a SGB VI haben, so müssen Sie prüfen lassen, ob diese berücksichtigt wurde.

Wenn eine Teilrente gewährt wird, könnten Sie bis zu 953,93 € (Westen) hinzuverdienen ohne das eine Anrechnung der Rente erfolgt. Für den Hinzuverdienst erwerben Sie neue Entgeltpunkt in der Rente, so dass sich die Altersrente etwas erhöhen würde. Sie dürfen bei einer teilweisen EU-Rente bis zu 6 Stunden täglich arbeiten.

Fiktive Berechnungen kann nur die Deutsche Rentenversicherung machen. Diese kann Ihnen genau ausrechen, was bei der jeweiligen Variante als Rente im Alter als Summer herauskommt.

Alternativ können Sie weiterarbeiten und auf die Verlängerung der Rente verzichten. Dann werden ganz normal Rentenbeiträge abgeführt und die Altersrente erhöht sich dementsprechend.

Eine andere Alternative wäre zu der vollen Erwerbsminderungsrente ein Minijob auszuüben. Bis 450 € erfolgt kein Rentenabzug. Sie dürften maximal 3 Stunden pro tag arbeiten.

Wenn Sie keine volle Erwerbsminderungsrente mehr beziehen möchten, dürfen Sie beim Antrag nur die teilweise Erwerbsminderungsrente beantragen.

Sie sollten dann aber vorab mit dem Arbeitgeber abklären, ob er Sie überhaupt im Betrieb einsetzen kann. Es muss nämlich ein Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Dies bezüglich hilft Ihnen das Integrationsamt oder der Integrationsfachdienst vor Ort weiter.

Wegen der Berechnungen der Rente, wenden Sie sich unbedingt an die Deutsche Rentenversicherung. Nur diese kann Ihnen verbindlich Auskunft geben.

Ansonsten empfehle ich Ihnen sich bei Problemen an einen Anwalt vor Ort oder an die zuständige Gewerkschaft (sofern Sie in einer solchen Mitglied sind)zu wenden.

Bewertung des Fragestellers 17.08.2016 | 11:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Anfänglich ging die Beantwortung doch an meinen Fragen vorbei.
Ich konnte nochmals pointiert meine Fragen stellen und dann waren
diese auch weitestgehend beantwortet."
Stellungnahme vom Anwalt: