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EU - Fahrzeug aus Griechenland gekauft, nund die Vorladung zur Zeugenaussage

| 28.11.2013 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Zusammenfassung: Gestohlenes Auto - Herausgabe?

Hallo!

Wir haben seit Kurzem folgendes Problem: Vor knapp zwei Jahren haben wir ein Auto gekauft. Der Wagen war neu (Baujahr 2012, wurde bestellt und nicht abgenommen). Der Händler (keine Privatperson, sonder ein Autohaus) hat gesagt, dass der Wagen in Griechenland bestellt und nicht abgenommen wurde. Das konnte man auch den Papieren entnehmen. Dass der Wagen neu war, sah man sofort, da viele Teile noch original verpackt waren. Mein Mann hat auch die Gestellnummer überprüft, sie stimmte überein. Um den Wagen zu finanzieren, haben wir ein Kredit aufgenommen, weil der Autohändler keine Finanzierung anbot. Erst jetzt erscheint mir das verdächtig. Wir haben bar bezahlt und entsprechend den Kaufvertrag mit Stempel und Unterschrift und ebenfalls Quittung erhalten. Den Fahrzeugbrief haben wir gemäß der Vereinbarung zur Bank geschickt, wo er auch die nächste Jahre wohl liegen sollte. Nun haben wir letzte Woche eine Vorladung zur Zeugenaussage von der Polizei bekommen. Griechische Behörden haben eine Anfrage bezüglich des Wagens geschickt, angeblich stimmte da was nicht. Meine Frage wäre: Falls der Wagen tatsächlich entwendet sein sollte, darf die Polizei uns den Wagen wegnehmen? Ich bin nähmlich auf das Auto angewiesen. Und welche Rechte haben wir in diesem Fall?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen im Rahmen einer anwaltlichen Erstberatung unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes gerne kurz beantworte.

Zu unterscheiden ist hier die strafrechtliche und die zivilrechtliche Seite des Sachverhalts.

Was den strafrechtlichen Teil anbelangt, so kann ich Sie beruhigen. Sie hätten sich nur dann wegen Hehlerei strafbar gemacht, wenn Sie gewusst hätten und Ihnen dieses Wissen nachgewiesen werden könnte, dass der PKW Diebesgut ist. Insbesondere wenn Sie einen marktüblichen Preis gezahlt haben, ist dieser Vorwurf schnell vom Tisch. Dass Sie den Wagen bar bezahlt haben ist nicht unbedingt unüblich und sollte nicht zu Ihren Lasten gewertet werden.

Die zivilrechtliche Seite betrifft die Frage, ob Ihnen das Auto weggenommen werden kann und welche Ansprüche Sie selbst haben:

Wurde das Auto tatsächlich seinerzeit gestohlen, bleibt der ursprüngliche Eigentümer weiterhin Eigentümer des PKW. Das ist gesetzlich normiert in §935 BGB, wonach kein gutgläubiger Erwerb von abhanden gekommenen Sachen möglich ist. Allerdings muss dies erst in einem ordentlichen Gerichtsverfahren geklärt werden. Solange wird Ihnen der PKW auch nicht weggenommen.

Wenn der PKW tatsächlich gestohlen wurde, können Sie die Herausgabe desselben letztlich nicht verweigern. Sie können sich dann allenfalls an den Verkäufer halten und entsprechend Schadensersatz verlangen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner ersten Einschätzung weiterhelfen. Bei Unklarheiten besteht selbstverständlich die Möglichkeit eine Nachfrage zu stellen.


Freundliche Grüße aus Berlin-Moabit

Martin Luft
Rechtsanwalt



www.kanzlei-luft.de



www.berlin-strafverteidiger.info



Bewertung des Fragestellers 28.11.2013 | 19:24

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