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ETW Baumangel Haftung


13.11.2015 07:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Eigentümer einer im letzten Jahr erworbenen Dachgeschoss Wohnung und habe dazu einen Streitpunkt, wie folgt dargestellt:

Die Wohnung befindet sich in einem vor dem 1. Weltkrieg entstandenen Altbau. Diese wurde vor 20 Jahren mit allen erforderlichen Genehmigungen von einem Dachboden zu einer Wohnung umgebaut. Dem Alter geschuldet ist das Gebäude hellhörig und im Fußboden sind tragende Dachbalken verbaut. Im Bad befindet sich eine handelsübliche, für den Privatgebrauch ausgelegte und fachmännisch aufgestellte Waschmaschine. Sobald diese schleudert (außerhalb jeglicher Ruhezeiten, maximal 4 mal die Woche á 10 Minuten) entsteht eine Vibration im Fußboden, welche sich leider auch in 2 darunter liegende Wohnungen überträgt. Daher erbitte ich Ihren Rat:

- Nach Auffassung der Nachbarn würde durch die erzeugte Vibration die Statik des Gebäudes beschädigt werden. Nach Aussage einiger Handwerker sei diese Sorge aber unbegründet, was die Nachbarn jedoch nicht beruhigt. Sollte im unwahrscheinlichsten Falle wirklich die Statik beschädigt werden oder bspw. ein Schrank in den anderen Wohnung herunterfallen, wie würde hier die Haftung aussehen, vorausgesetzt die Waschmaschine wäre tatsächlich nachweisbar "schuld"?
- Angenommen der Fußboden weist Baumängel auf und diese müssten durch eine Erneuerung ausgebessert werden, ist meines Wissens nach, da es sich um tragende Elemente und somit Gemeinschaftseigentum handelt, die Gemeinschaft für die Beseitigung verantwortlich. Ist das korrekt?
- Wer würde für einen solchen Mangel haftbar sein? Der vorige Eigentümer weiß natürlich von nichts und ich denke es ist recht schwer werden einen versteckten Mangel zu beweisen.

Mit freundlichen Grüßen
13.11.2015 | 09:21

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der gegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob die Statik von dem Schleudergang der Waschmaschine betroffen wird, ist eine tatsächliche, keine rechtliche Frage und müsste daher von einem entsprechenden Gutachter geklärt werden. Dass dies der Fall ist, kann ich mir allerdings deshalb nicht vorstellen, da der Dachausbau dann in der Form nicht genehmigt worden wäre. Dass die Vibration stark ist und von den Bewohnern der unterliegenden Wohnungen spürbar ist, stimmt sicherlich und dass diese dies falsch einschätzen, ist wahrscheinlich.

Bezüglich der Haftung für einen etwaigen Schaden ist die Frage differenziert zu beantworten.

Grundsätzlich würden Sie dann für den Schaden haften, da dieser von der Waschmaschine Ihrer Wohnung ausgeht. Außer Sie hätten die erforderliche Sorgfalt beachtet und beispielsweise entsprechende Vorkehrungen bei der Aufstellung der Waschmaschine getroffen. Nach Ihren Angaben ist dies wohl der Fall, da Sie von einer fachmännischen Installation der Waschmaschine berichteten.

Andererseits hat ein Geschädigter (Bewohner der unteren Wohnung) eine Schadenminderungspflicht. Das heißt, die Einrichtung muss so gestaltet sein, dass keine Schäden durch umfallen etc. entstehen, wenn man ein solches Haus bewohnt.

Für einen Schaden am Boden ist grundsätzlich die Gemeinschaft verantwortlich, ja. Ob das Bauunternehmen etc. dafür in Anspruch genommen werden kann, ist fraglich, da ein etwaiger Anspruch verjährt sein dürfte.

Ich rate Ihnen zunächst durch einen Sachverständigen die Sachlage klären zu lassen, um dann über weitere tatsächliche und/oder rechtliche Schritte entscheiden zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfrage benutzen.


Mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2015 | 10:05

Sehr geehrte Frau Hein,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Nehmen wir an, ich würde auf Grund des Drucks den meine Nachbarn ausüben einen Gutachter beauftragen und dieser bestätigt neben den vielfachen, einstimmigen Meinungen auch, das keine Schäden entstehen können.

Könnte ich verlangen das man sich an den Kosten beteiligt?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2015 | 10:24

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, es gibt keine Anspruchsgrundlage, nach der Sie die Kosten für ein Gutachten von Ihren Nachbarn zurückverlangen können.

Sie können aber mit Ihren Nachbarn vorab eine entsprechende Vereinbarung treffen. Gegebenenfalls können Sie auch eine Kostenteilung vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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