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ESt-Erklärung: welche Veranlagung bei drohender Insolvenz?

| 30.09.2009 22:59 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


23:14

Guten Abend!

Aus früherer Selbständigkeit meines Mannes zahlt er seit 9 Jahren mtl. Schulden ab.
Mein Mann machte sich 2004 wieder selbständig und zahlte die Raten weiterhin.
Seit anfang diesen Jahres (Wirtschaftkrise- und er arbeitet noch in der Automobilbranche) wurde es monatlich schwieriger die Raten zu bezahlen. Dann kam noch eine hohe Rückzahlung ans Finanzamt hinzu aus der ESt 2007 die aber auch bezahlt werden konnte.
Seit gut 2 Monaten ist nun klar dass mein Mann die Firma aufgibt und eine Privatinsolvenz anstrebt. Er wird demnächst als Arbeitnehmer angestellt.

Die ESt für 2008 muß nun noch abgegeben werden.
Bisher waren wir zusammen veranlagt. Wenn ich die ESt zusammen veranlagt abgebe wird in etwa eine Nachzahlung von 1500 Euro fällig. Wenn ich eine getrennte Veranlagung abgebe werden bei meinem Mann knapp 4000 Euro fällig. ( 2008 hatte ich als Ehefrau kein eigenes Einkommen - sprich Hausfrau)
Die USt des zweiten Quartals 2009 steht auch noch offen und kann nicht mehr bezahlt werden.

Da die kommende ESt- Nachzahlung aus 2008 sowie die USt 2009 nur aus dem Betrieb meines Mannes resultiert möchten ich nicht als Mitschuldner beim Finanzamt belangt werden.

Reicht es hierfür aus eine Einkommensteuererklärung abzugeben in der die getrennte Veranlagung angekreuzt ist? Oder muß ein gesonderter Antrag gestellt werden.

Müssen hierfür zwei Erklärungen abgegeben werden? (Eine für meinen Mann und eine für mich)

Muß ich eine Erklärung abgeben wenn ich kein Einkommen hatte?

Wäre es möglich eine Erklärung abzugeben mit gemeinsamer Veranlagung (wegen der geringeren Belastung) und nach dem Bescheid eine Aufteilung der Steuerschuld zu beantragen?

Würde dann wieder der Betrag von 4000 Euro für meinen Mann fällig?

Viele Fragen um ein komplexes Thema - ich hoffe, ich habe die Fragen verständlich und nachvollziehbar gestellt.

Mit freundlichen Grüßen


30.09.2009 | 23:59

Antwort

von


(705)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragende,

zu Ihren Fragen:

Es reicht aus, wenn einer der beiden Ehegatten das entsprechende Kästchens auf Seite 1 des Mantelbogens seiner Steuererklärung ankreuzt. Dies ist auch noch innerhalb der Einspruchsfrist für den Steuerbescheid möglich, wenn zuvor Zusammenveranlagung gewählt wurde. Dann ist auch für den anderen Ehegatten zwingend die getrennte Veranlagung vorzunehmen (siehe BFH-Urteil vom 21.9.2006, VI R 80/04 ).

Bei der getrennten Veranlagung muss jeder Ehegatte eine Erklärung abgeben.
Wenn Sie gar kein eigenes Einkommen hatten, dann müssen sie keine eigene Erklärung abgeben.

Die Aufteilung der Steuerschuld ist nur bei der Vollziehung entscheidend. Dies ist praktisch nur für die Zurechnung der Steueranteile entscheidend.

Letztendlich kann hier jedoch nicht beurteilt werden, welche Variante für sie die sinnvollste ist. Dies müsste anhand der Unterlagen genau durchgeprüft werden.

Das kann ein derartiges Portal jedoch nicht leisten.
Hier sollten sie einen Steuerberater oder Rechtsanwalt beauftragen. Wir bieten in unserem Hause beide an und helfen Ihnen gerne weiter.

Ich habe ihnen eine Email geschrieben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 02.10.2009 | 09:03

Sehr geehrte Frau Seiter,

ich habe mir schon eine etwas genauere Antwort erwünscht!

"Die Aufteilung der Steuerschuld ist nur bei der Vollziehung entscheidend. Dies ist praktisch nur für die Zurechnung der Steueranteile entscheidend" beantwortet leider meine Frage nicht.

Würden bei Stellung des Antrages auf Aufteilung der Steuerschuld wieder die 4000 Euro für meinen Mann fällig? Oder ich stelle die Frage anders: Berechnet das Finanzamt nach diesem Antrag die Steuern nach getrennter Veranlagung? Wenn ja dann könnte ich ja gleich eine Erklärung abgeben mit dem Kreuz für "getrennte Veranlagung".

Außerdem zielte meine Fragen noch auf folgendes: Werden bei gemeinsamer Veranlagung beide Ehepartner zur Vollstreckung (Pfändung etc.) herangezogen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.10.2009 | 23:14

Entschuldigen Sie bitte, ich bin davon ausgegangen, mich eindeutig und verständlich ausgedrückt zu haben.

Sofern Sie die Aufteilung der Steuerschuld beantragen, so wird nur für den Aufteilungszweck eine (fiktive) getrennte Veranlagung durchgeführt. Dieses ändert jedoch nichts an der eigentlichen Zusammenveranlagung, sodass hierdurch die Höhe der insgesamt festzusetzenden Einkommensteuer nicht beeinflusst wird.

Es wird eben - wie auch bereits gesagt - lediglich die Vollziehung der Steuer, nicht jedoch deren Veranlagung selbst beeinflusst.

Sofern die etwaige Pfändung nur Ihren Ehepartner betrifft, so kann die Pfändung grds. auch nur in das Vermögen dieses anderen Ehepartners erfolgen, also sich im Falle der Aufteilung der Steuerschuld auch nur auf den Steuererstattungsanteil dieses anderen Ehepartners erstrecken.

Sofern die Aufteilung nicht beantragt/vorgenommen werden sollte oder sich die Pfändung trotz einer Aufteilung (sodann in unzulässiger Weise) dennoch auch auf Ihren Anteil am Erstattungsanspruch erstrecken sollte, so bleibt Ihnen gegen die Pfändung insoweit noch das Rechtsmittel der Vollstreckungsgegenklage.

Ich hoffe, nunmehr alle Unklarheiten beseitigt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Dr. C. Seiter

Bewertung des Fragestellers 06.10.2009 | 09:28

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