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ERA-Einstufung

| 07.02.2018 14:24 |
Preis: 50,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


In meinem Betrieb gilt der Tarifvertrag der IG Metall. Andere, etwas länger im Betrieb arbeitende, Kollegen mit der gleichen Aufgabe wie ich sind in einer höheren ERA-Entgeltgruppe eingestuft als ich (eine Gruppe höher) Vom Betriebsrat bekam ich die Bewertung des für mich zutreffenden Arbeitsplatzes die besagt dass ich normalerweise eine Stufe höher hätte eingruppiert werden sollen.

Frage: habe ich das Recht auf dieselbe Einstufung wie die meiner Kollegen und falls ja von Beginn meines Vertrages an? (hatte mich letztes Jahr auf diese Stelle beworben, bekam die Zusage, und stehe seitdem in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis-Probezeit auch schon vorbei)

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben selbstverständlich einen Anspruch auf Höhergruppierung, wenn Sie eine Tätigkeit ausüben, die den Tätigkeitsmerkmalen einer anderen Entgeltgruppe entsprechen. Der Betriebsrat hat offensichtlich schon bestätigt, dass Sie falsch eingruppiert sind und der höheren Entgeltgruppe Ihren Kollegen angehören sollten.

Sie müssen deshalb einen Antrag auf Höhergruppierung bei Ihrem Arbeitgeber stellen. Bei der Eingruppierung handelt es sich lediglich um eine Einschätzung des Arbeitgebers. Erkennt dieser, dass Sie falsch eingruppiert sind, wird er Sie auf Ihren Antrag hin neu eingruppieren. Diese neue Eingruppierung wird rückwirkend zum Zeitpunkt Ihrer Reklamation vorgenommen. Sie erfolgt nicht rückwirkend zum Vertragsbeginn.

Wenn Ihr Arbeitgeber die Eingruppierung in die höhere Entgeltgruppe ablehnt, wird die Paritätische Kommission angerufen. Diese entscheidet dann.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2018 | 16:37

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Würde mir aufgrund des Gleichbehandlunggesetzes nicht der gleiche (Grund) Lohn von Beginn an zustehen? Man kann ja dem Arbeitgeber Kenntnis von den entsprechenden Eingruppierungen zumuten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2018 | 16:45

Sehr geehrte Fragesteller,

nein, leider nicht. Sie hatten die Möglichkeit, gegen die Einstufung zu Beginn Widerspruch einzulegen. Sofern kein Widerspruch eingelegt wird und später erst eine Reklamation und Höhergruppierung erfolgt, entsteht Ihr Anspruch erst ab der Reklamation.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 07.02.2018 | 17:39

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Stellungnahme vom Anwalt:
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