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EM-Rentner nach Trennung, was bleibt vom Einkommen, Haus und Hof?

25.04.2018 11:06 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ende letzten Monats trennte sich meine Lebensgefährtin von mir und zog samt gemeinsamer Tochter, aus dem vor vier Jahren gekauften Haus aus.

Das Haus wurde gemeinsam erworben, da es deutlich preiswerter als alle vorherigen Wohnungen war. Ich steckte den Großteil meines Erbes in dieses Projekt, meine Lebensgefährtin trug den größeren Teil der monatlichen Kosten. Grund, ich erhalte seit 8 Jahren eine volle EM-Rente da Dialysepatient seit 15 Jahren und dementsprechend geringeres monatliches Einkommen.

Gemeinsam wurde bei der Bank ein Termin vereinbart, bei dem es um den Ausstieg meiner Ex-Partnerin aus dem Darlehensvertrag ging. Laut Aussage der Bank müssten sie von mir ein größeres monatliche Einkommen als die bisherige Rente vorweisen, ansonsten droht im Extremfall die Zwangsversteigerung.

Darlehen daher habe ich mir im Rahmen meiner Möglichkeiten (Stichwort: volle EM-Rente) einen Minijob besorgt wo ich 450,-€ hinzuverdiene und trotzdem nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeite. Was ich rein körperlich auch garnicht schaffen würde. Ich käme also künftig als auf ein monatliches Einkommen von 1150,-€.

Nun ist meine ehemalige Gefährtin zu Ihren Eltern in eine etwa 400KM weit entfernte Stadt gezogen und hat wohl Unterhaltsvorschuss beantragt. Folglich flatterten bei mir jetzt Formulare vom Jugendamt rein und beim Ausfüllen bekomme ich echt Beklemmungen. Nicht falsch verstehen, natürlich bin ich für meine Tochter da und habe eine Verantwortung etc.etc. trotzdem habe ich echt Existenzängste.

Ich habe die Beziehung nicht beendet, das Haus wurde gemeinsam gekauft und gemeinsam viel Zeit t und Geld investiert, damit unsere Tochter in einer angenehmen Umgebung mit Garten auf dem Land aufwächst.

Nun meine Frage...
Wievielt selbstbemalt gesteht man mir zu? 880€? 1080€? Werden in soeinem Fall das Darlehen mit einbezogen? Schließlich erfolgte der Kauf ja gemeinsam. Kann man mich zum Verkauf nötigen? Was ist mit den Fahrtkosten bei Besuchen in der Stadt in der meine Familie jetzt lebt.

Nochmal zum Verständnis...
Ich will hier nicht auf die Tränendrüse drücken, aber neben der ohnehin schon verfahrenen Situation macht mir das einfach Bauchschmerzen.
25.04.2018 | 14:51

Antwort

von


(371)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Selbstbehalt:
Da Sie trotz voller Erwerbsunfähigkeit einen Minijob angenommen haben, wird dieses Einkommen in Bezug auf den Kindesunterhalt als überobligatorisches Einkommen zu bewerten sein. Dies bedeutet, es darf nur zur Berechnung des Kindesunterhaltes herangezogen werden, wenn Sie eine gesteigerte Unterhaltspflicht trifft.
Sie schreiben nicht, wie alt Ihre Tochter ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie tatsächlich eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit trifft.Es sind sodann die Renteneinkünfte und die Einkünfte aus dem Minijob zur Einkommensermittlung heranzuziehen, so dass Sie grds. ein Einkommen in Höhe von 1150€ erzielen.
Ihnen steht der höhere Selbstbehalt zu, so dass maximal 70€ für Kindesunterhaltszwecke zur Verfügung stehen.

2. Was die Darlehen anbelangt, so ist grds. die Miete, etc. vom Selbstbehalt zu zahlen. Das Darlehen wird also in Höhe der ortsüblichen Miete sicher in den Selbstbehalt fallen und nicht zusätzliche Berücksichtigung finden.

3. Wenn Sie es nicht schaffen, sich mit Ihrer Lebensgefährtin bzw. der Bank einig zu werden über die Darlehensumschreibung, so wird eine Teilung der Miteigentümerschaft notfalls durch Teilungsversteigerung erfolgen.

4. Umgangskosten hat grundsätzlich derjenige zu tragen, der den Umgang wahrnimmt. Der andere Elternteil muss sich in der Regel nicht beteiligen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

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