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EILT!!! endlose Laborrechnungen


28.03.2007 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Guten Tag!

Mit einer allergischen Reaktion bin ich bei einer Ärztin gelandet, die mich neben einer sehr hohen Arztrechnung jetzt schon so um die 1.000 Euro Fremdkosten gekostet hat.

Vereinbart - leider nur mündlich - war eine Blutuntersuchung durch EIN Fremdlabor und durch sie selber, das würde in etwa auf 100,– Euro Kosten sich addieren.
(Außerdem habe ich noch einem Allergiescreening für 370,– Euro zugestimmt, daß sich als völlig nutzlos und mediziisch fragwürdig erwiesen hat.)

Ich habe für die klassische Blutuntersuchung jetzt 2 Laborrechnungen bezahlt in Höhe von 35 und 21 Euro, die Laborkosten der Ärztin kamen auf 125 Euro.

Nun ist noch eine zweite Rechnung eines der Labore offen über 270 Euro.
Dem Inkassounternehmen, das für dieses Labor die Rechnungen stellt, habe ich mitgeteilt, daß die von der Ärztin veranlaßten Untersuchungen die vereinbarten Kosten weit überschreiten daß ich zu weiteren Zahlungen nicht bereit bin und daß die Notwendigkeit der Untersuchungen von einem aufgesuchten Allergologen als sehr fragwürdig bezeichnet wurden.
Die Ärztin hat "mir gekündigt", ich stehe genauso schlau da wie vorher, und das Inkassounternehmen droht mit gerichtlicher Betreibung, wenn ich nicht bis zum 2. April überweise.

Habe ich irgendeine Chance gegen diese Forderung? Die Blutuntersuchung ist gemacht, wenn auch ohne meine Zustimmung.

Wenn ja, wie sollte ich vorgehen?

Ich bin sehr schlecht versichert mit hohem Selbstbehalt, deswegen geht es um mein Geld..

Mit freundlichen Grüßen,
XX

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Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Sie sind aus dem ärztlichen Behandlungsvertrag grundsätzlich natürlich nur verpflichtet, solche Leistungen zu bezahlen, die Sie auch tatsächlich in Auftrag gegeben haben. Wenn es also eine feste Absprache gegeben hat, dass Sie die Blutuntersuchung durch das Labor der Ärztin sowie durch ein Fremdlabor zahlen wollten, dann sind Sie auch nur zur Tragung dieser Kosten verpflichtet. Die Ärztin hätte Ihnen ggf. mitteilen müssen, dass eine Blutuntersuchung wie von Ihnen beauftragt die Hinzuziehung eines weiteren Labors notwendig macht.

Anders kann es jedoch aussehen, wenn Sie nur „eine Blutuntersuchung“ in Auftrag gegeben und dabei kein Wort über eine Begrenzung der Kosten oder der Anzahl der zu beteiligenden Labore beauftragt haben.

Die Ärztin muss als Anspruchstellerin beweisen, dass Sie die zusätzlichen Laborleistungen in Auftrag gegeben haben. Dieser Beweis kann z.B. durch Arzthelferinnen als Zeugen geführt werden. Bitte bedenken Sie auch, ob Sie nicht etwa einen Behandlungsauftrag unterschrieben haben, in dem die nun berechneten Leistungen als vom Auftragsumfang umfasst aufgeführt sind.

Inwieweit die Rechnungen der Höhe nach korrekt sind, kann ich ohne eine genaue Prüfung der in Ansatz gebrachten Gebührenziffern natürlich nicht sagen.

Sie sollten darauf achten, dass Sie begründete Einwendungen gegen die Rechnung gegenüber dem Inkassobüro zeitnah vorbringen. Bei einer widerspruchslosen Nichtzahlung kann es Ihnen andernfalls passieren, dass Sie einen Schufa-Eintrag bekommen, der negative Auswirkungen auf Ihre Bonität bei Vertragsverhandlungen mit Schufa-Vertragspartnern (z.B. Banken im Rahmen einer Kreditgewährung) hat.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise weitere Kosten für die Beratung anfallen.

Gerne bin ich auch bereit, die weitere Vertretung und Beratung in der Angelegenheit für Sie zu übernehmen. Sie können mich jederzeit für eine weitere Beauftragung kontaktieren.




Mit freundlichen Grüßen



Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator


------------------------------------------
Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2007 | 23:50

Ich habe die Ärztin vor der Beauftragung zur Blutuntersuchung gefragt, was das kosten würde. Wir waren zu zweit, d.h. ohne Zeugen. Sie nannte mir die Summe von "um die 100 Euro". Ich sagte, daß das in Ordnung wäre. Später überschlugen sich die Laborrechnungen. Darauf angesprochen antwortete die Ärztin "ja, das beauftragte Labor konnte nicht alle Untersuchungen durchführen und hat deswegen Aufträge weitergeleitet um alle Werte bestimmen zu lassen. Daß das Mehrkosten verursachen würde, wäre nicht ihre Sache.

Ich habe Laborkosten in Höhe von "etwa 100 Euro" zugestimmt. Ich habe bis jetzt inzwischen 185 Euro bezahlt. Daß ich jetzt noch eine Rechnung über 270 Euro bezahlen soll, erscheint mir nicht richtig. Hätte das erste Labor nicht die Zustimmung zur Weitergabe des Auftrages mit der Ärztin und diese dies (und die damit entstehenden Kosten) mit mir abklären müssen? Oder muß ich einfach alles bezahlen, nur weil ich der Blutuntersuchung zugestimmt habe, wenn auch in einem Rahmen von etwa 100 Euro?

Was antworte ich auf das Schreiben des Inkassounternehmens, daß mit einer gerichtlichen Beitreibung der Forderung droht, sollte ich nicht bis zum 2. April bezahlen (und das nach nur EINER Mahnung)?

Mit Dank für Ihre Antwort grüße ich freundlich,
XXX

Ergänzung vom Anwalt 01.04.2007 | 11:00

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:


Soweit Sie eine kostenmäßige Begrenzung auf EUR 100,00 ausdrücklich vorgenommen haben (also zwischen Ihnen und der Ärztin klar war, dass Sie einen höheren Betrag nicht zu zahlen bereit sind), hätte die Ärztin Sie darüber aufklären müssen, dass u.U. höhere Kosten zu erwarten sind oder vor der Beauftragung weiterer Leistungen bei Ihnen nachfragen müssen, ob Sie diese Leistungen genehmigen.

Soweit die Ärztin sich mit Ihnen auf einen Betrag von EUR 100,00 geeinigt hat, muss sie sich hieran auch festhalten lassen. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Vereinbarung, nach der die Kosten auf EUR 100,00 begrenzt sind, ggf. zu beweisen haben, wenn im Übrigen unstreitig ist, dass Sie die Blutuntersuchung als Ganzes in Auftrag gegeben haben.

Es ist aus der Ferne schwierig, Ihnen einen Formulierungsvorschlag für Ihr Schreiben an das Inkassobüro zu unterbreiten. Sie sollten in jedem Falle einwenden, dass die Leistung von Ihnen nicht in dieser Höhe beauftragt war und um Nachweis bitten, dass ein weitergehender Auftrag von Ihnen vorgelegen haben soll. Der Anspruchsteller muss seinen Anspruch schließlich auch beweisen. Im Zweifel sollten Sie sich jedoch lieber anwaltlich vertreten lassen, da meine Erfahrung mit Inkassobüros zeigt, dass Sie dort eher als einer unter vielen Fällen gehandhabt werden und man sich selten die Mühe macht, mit seinen Auftraggebern (hier der Ärztin) Rücksprache über die Begründetheit der Forderung zu halten.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt und Mediator
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