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EILT ! Sofortige Begleichung / Mahnbescheid


17.03.2005 10:25 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Sehr geehrte Rechtsanwältin, sehr geehrter Rechtsanwalt,

hier meine Frage:

Kann ich bei sofortiger Bezahlung einer Forderung, die per gerichtlichem Mahnbescheid mir gestellt wird, nur die Forderung alleine bezahlen, nicht noch die zusätzlichen Gebühren dazu?
(Diese übersteigen in meinem Fall bei weitem die Forderung.)
Wenn ja, was muss ich dabei beachten? Eventuelle Zinsen mitbezahlen? etc. Also wieviel genau (s. unten!)

Zum Sachverhalt:

Im Jahre 2001 meldete ich mich im Internet für irgendeine kostenpflichtige Leistung an. Soweit ich mich erinnern kann, war das wohl ein Zusatzangebot zu einer free-mail adress wie Werbefreiheit oder Zugang zu weiteren Plattformen oder so (es ist schon lange her).
Dieser Zusatz war als "Clubleistung" konzipiert - wenn man das so nennen darf - d.h. man ist für ein Jahr Mitglied. Diese Mitgliedschaft verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn man nicht ausdrücklich kündigt. Ich habe nicht gekündigt, weil ich es einfach vergessen habe; schließlich habe ich dieses Angebot überhaupt nicht mehr genutzt.
Da ich den erneuten Jahresbeitrag (in Höhe von 25,95 Euro)natürlich nicht gezahlt hatte, kam ich in Zahlungsverzug.

Dies wurde mir aber erst dadurch bewußt, dass "plötzlich" eine Inkassofirma diesen Betrag plus Inkassokosten einforderte.
Auf meine Anfrage um genauere Details hin schickten sie mir einen zweiten Brief mit allen Daten - dummerweise wieder an meine alte Adresse (von 2001!), so dass sich alles etwas verzögert hatte. "Knallhart" wie so ein Inkassobüro ist, bekam ich innerhalb kurzer Zeit einen Mahnbescheid zugestellt. Daher meine obengestellte Frage.

Hier noch die genauen Beträge:

Brief der Inkassofirma

Hauptforderung 25,95 Euro
Verzugszinsen 4,51 Euro
Inkassovergütung 15,00 Euro
gesamt 48,46 Euro

Mahnbescheid (linke Seite)

Gerichtskosten 18,00 Euro
Gebühr (Nr. 3305 VV RVG/Art. IX KostÄndG) 25,00 Euro
Auslagen(Nr. 7001/7002 RVG/Art. IX KostÄndG) 5,00 Euro
gesamt 48,00 Euro

Mahnbescheid (rechte Seite)

Hauptforderung Dienstleistungsvertrag 25,95 Euro
Kosten wie nebenstehend 48,00 Euro
Nebenforderungen:
Kontoführungskosten 3,00 Euro
Inkassokosten 15,00 Euro

Zinsen
vom Antragsteller 28.04.02 - 17.02.05 4,83 Euro
vom Gericht berechnet 0,02 Euro
(5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz aus
25,95 vom 18.02.05 - 21.02.05)

Alles insgesamt 96,80 Euro

Mir ist das ganze auch deshalb unklar, da die ursprüngliche Forderung an einen zweiten Gläubiger übergegangen ist.

Ich hoffe, Sie können mit meiner Schilderung etwas anfangen und mir etwas helfen - auch zu "Studentenpreisen".

Vielen herzlichen Dank!
Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, Sie können nicht nur die Hauptforderung begleichen. Sie sind verpflichtet, auch die angefallenen zusätzlichen Kosten einschließlich der Gerichtskosten für den Mahnbescheid zu zahlen.

Dies resultiert daraus, dass Sie sich mit der Hauptforderung in Verzug befinden und daher nach dem Gesetz verpflichtet sind, auch die weiteren Kosten als Verzugsschaden zu tragen.

Zahlen Sie nur die Hauptforderung, so riskieren Sie den Erlass eines Vollstreckungsbescheides wegen der weiteren Kosten. Dann wird es im übrigen noch deutlich teurer, weil Sie dann auch noch die weiteren Kosten für den Vollstreckungsbescheid tragen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2005 | 10:41

Grüße Sie, Herr Lauer,

Ihre Antwort kam ja schneller "als die Polizei erlaubt"!
Vielen herzlichen Dank!

Wenn ich Sie recht verstehe, könnte ich nur mit dem Inkassobüro selber verhandeln, um die zusätzlichen Kosten des Mahnbescheides erlassen zu bekommen. Eine andere Möglichkeit der Minderung besteht also nicht?

Mit freundlichen Grüßen,

A.B. (abgekürzt zur Wahrung der Anonymität)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2005 | 11:00

Das ist richtig. Es sei denn, Sie halten die Forderung ganz oder teilweise für unbegründet und machen von der Möglichkeit des Widerspruches gegen den MB Gebrauch. Hiervon ist aber nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht auszugehen.

Wollen Sie noch verhandeln, geben Sie Gas! Erfahrungsgemäß wird unmittelbar nach Ablauf der Widerspruchsfrist sofort Vollstreckungsbescheid beantragt.

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