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EG-Wohnung mit Terrasse / darf jemand an der Wohnung vorbeigehen?


14.09.2006 05:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



Sehr geehrte Damen und Herren,

unser 4-Familien-Haus besteht seit 10 Jahren. Im Dachgeschoss befinden sich 2 Ferienwohnungen. Wir Vermieter wohnen im 1. Stock. Im EG gibt es noch eine Wohnung mit Terrasse, die sehr idyllisch mit freiem Blick über eine große Wiese am Bach liegt, der – nur getrennt durch einen schmalen Gartenweg und ein Blumenbeet - am Haus vorbei fließt. Der Garten rings um das Haus gehört uns, den Vermietern. Es ist auch den Feriengästen gemäß Werbeauftritt im Internet erlaubt, sich im Garten zu bewegen, „Wasser zu treten“ im Bach (was noch nicht vorkam) und manchmal kommt es vor, dass ein Gast ums Haus herum geht, um sich auch den Garten anzusehen. Bei dieser EG-Wohnung hatten wir zum 1.6.06 einen Mieterwechsel. Die ältere Dame, die diese Wohnung nun bewohnt und als Rentnerin meist zuhause ist, stört es nun total, dass sich hin und wieder jemand in der Nähe ihrer Wohnung aufhält. Ihr Lebensgefährte, der seit 2 Tagen zu ihr gezogen ist, hat gestern sogar den Gartenweg und damit den Zugang zu unserem Garten verbarrikadiert mit unseren Kübelpflanzen, als Zeichen, dass hier niemand mehr durchgehen sollte. Wir selbst müssen uns um unseren Garten kümmern und ihn pflegen, wollen unser Obst ernten und fangen uns dabei sehr böse Blicke ein oder sie herrscht uns an: „Was machen Sie denn da?“ Wenn wir genau wissen, dass die Dame zuhause ist, nehmen wir sowieso Rücksicht und verlegen nicht so dringende Tätigkeiten auf einen anderen Zeitpunkt, zu dem sie nicht anwesend ist.
Da wir bisher nur 2 Mietparteien in dieser Wohnung hatten, die sich nicht nur niemals dran störten, wenn sich jemand im Garten aufgehalten hat, sondern sogar gerne ins Gespräch mit jemanden gekommen sind, sind wir solch ein Verhalten der Mieterin nicht gewohnt und dieses plötzlich aufgetauchte Problem, das wie sie selbst sagt „ihr eigenes Problem ist“ wurde deshalb auch nicht im Vorfeld besprochen. Es scheint aber zu einem Riesenproblem auszuarten.

Frage: Haben wir nun plötzlich kein Recht mehr, unseren Garten nach Gutdünken zu betreten und darin zu arbeiten, unsere Früchte zu ernten und uns an unseren Blumen zu erfreuen und haben unsere Feriengäste, die sich das Anwesen mal rundherum ansehen möchten, kein Recht dazu, weil es die Mieterin der Erdgeschosswohnung stört, dass an ihrer Terrasse jemand vorbei geht? Die Dame hat nur die Wohnung mit Terrasse gemietet.

Danke im voraus für die Beantwortung und freundliche Grüße!
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich möchte Ihre Frage auf Grundlage Ihres geschilderten Sachverhalts und in Anbetracht Ihres Einsatzes wie folgt kurz beantworten:

Sie haben laut Schilderung die Wohnung im EG-Geschoss lediglich mit Nutzungsmöglichkeit der Terasse vermietet. Der Garten soll für alle Mieter, Gäste und Sie nutzbar sein. Das nachbarscahftliche Näheverhältnis gebietet jedoch eine gegenseitige Rücksichtsnahme auf die Mieterin im Untergeschoss genommen. Dies geht jedoch nur soweit, dass während der Nachtruhe, sowie zur Mittagszeit darauf geachtet wird, dass keine Lärmbelästigungen auftreten. Weiter ist darauf zu achten, dass die verfassungsrechtlich geschützte Privatsphäre der Mieterin gewahrt wird.

Die Rechte der Mieterin gehen jedoch nicht so weit, dass diese anderen berechtigten Personen ein Betreten des Gemeinschaftsgarten verbieten würden. Im Gegenteil Sie haben als Eigentümer wegen der Verhinderung des Zutritts des Gartens durch die Mieterin (Zaun, Kübel sonstige Barrieren) gegen Ihre Mieterin einen Unterlassungsanspruch.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler

Zum Abschluß möchte ich noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverahltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.
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