Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

E-Gitarre über ebay versteigert, defekt beim Kunden angekommen

18.01.2013 22:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Am 2. Januar 2013 habe ich eine gebrauchte E-Gitarre mit einer extra für Auftritte geeigneten sprich gut gefütterten Transporttasche (Gig-bag) über eBay versteigert. Ich hatte angegeben, dass die Gitarre einen Riss im Hals hatte, welcher von einem Gitarrenbauer professionell behoben worden ist.
Hierzu hatte ich auch extra Fotos in meinem Angebot gezeigt. Außerdem wurde die Gitarre von einem Gitarrenbauer aus Münster mit neuen Bünden versehen. Des Weiteren ist auf einem der Bilder zu erkennen, dass der Sattel am Kopfende der Gitarre auch einen Riss aufweist, welchen ich allerdings nicht in meiner Beschreibung gesondert aufgeführt habe und welcher die Bespielbarkeit solange sich das Instrument in meinem Besitz befand in keiner Weise beeinflusst hat. Es sei auch noch angemerkt, dass ich in meiner Auktion folgende Gewährleistungsauschlussklausel stehen hatte:

Noch ein wichtiger Hinweis:
Der Artikel wird so wie er ist von Privat unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft!
Rücknahme sowie Garantieansprüche sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Dies ist eine Privat Auktion. Deswegen gibt es keinen Umtausch, kein Rückgaberecht, kein Anspruch auf Nachbesserung oder Ähnliches. Der Artikel ist gebraucht. Versand per DHL als Paket. Versandkosten trägt der Käufer. Durch Abgabe seines Gebotes erkennt der Bieter die oben genannten Bedingungen an und verzichtet ausdrücklich auf eine Gewährleistung.


Nachdem der Käufer den Gebotsbetrag auf mein Konto überwiesen hatte, habe ich dann unter Beisein eines Bekannten, der gerade bei uns zu Besuch war sowie meiner Frau am Freitag den 04. Januar 2013 die Gitarre in der Gig-bag verpackt, diese dann nochmals extra in einer Blasenschutzfolie gewickelt und dann in einen extra dafür bestimmten Gitarrenkarton, welchen ich extra aus einem Musikinstrumentenfachgeschäft besorgt hatte, verpackt. Damit ich das Paket wegen seiner Trapezform nicht als Sperrgut verschicken musste, habe ich zusätzlich noch einen weiteren Gitarrenkarton um den eigentlichen Karton gepackt um eine rechteckige Verpackung ohne Seitenüberlänge zu bekommen.

Unmittelbar bevor ich die Gitarre verpackt habe, habe ich sie unter Beisein meiner Frau und meines Bekannten nochmals inspiziert und auch angespielt.

Gemeinsam mit meiner Frau habe ich dann die verpackte Gitarre am 04.01.2013 um 17:26 Uhr bei einer Post-Filiale eingeliefert und hierfür auch meinen Einlieferungsbeleg bekommen.

Am 12.01.2013 teilte mir der Käufer dann folgendes mit:

Hallo Herr Verkäufer,
Im Anhang finden Sie Fotos vom gebrochenen Sattel und Hals, sowie den Kostenvoranschlag des XXX guitar repair shop. Die Verpackung war nicht ersichtlich beschädigt, außerdem hatten Sie ja die E-Gitarre gut gegen etwaige unsanfte Bewegungen gesichert.
Gestern bin ich nach München gefahren, um die Gitarre auch von Profis (www.guitars.de) untersuchen zu lassen. Es hat sich natürlich bestätigt, dass ein kompletter Bruch am Hals-Kopf-Übergang, sowie ein Bruch des Sattels vorliegen. Beide Defekte sind nicht frisch. Aufgrund des Verlaufs der Bruchlinie und der dafür unzureichenden Reparatur durch einfaches Zusammenkleben der Bruchstücke im Bruchspalt, war die Instabilität vorprogrammiert.
Zusätzlich wurde noch festgestellt: die Bünde sind leider auch reparaturbedürftig, da sehr starke Höhenunterschiede vorliegen und ein Tonregler ist komplett defekt.
Die Reparaturkosten würden sich also auf 457? belaufen. Nur für die Defekte, die Sie in Ihrer Produktbeschreibung nicht, bzw. fehlerhaft, angegeben haben und die zu reparieren aber unabdingbar ist, um die Gitarre bespielbar zu machen.
Der Zeitaufwand den ich bisher schon damit hatte, Fachleute zu kontaktieren und Briefwechsel zu führen, ist enorm und sehr ärgerlich. Ein Ende der Scherereien mit der Gitarre ist nicht abzusehen. Ich werde Ihnen daher die E-Gitarre zurückschicken (Rücksendung nach ebay-Vorgabe, in der ursprünglichen Verpackung, unfrei). Bitte überweisen Sie mir die bezahlten XXX€ wieder auf mein Konto bei der XXXBsnk. Bevor ich die Gitarre zur Post bringe, warte ich noch Ihre Antwort ab. Ich hoffe, dass zumindest die Rückabwicklung glatt läuft.
Schöne Grüße
Der Käufer

Meine Antwort auf diese Nachricht:

Sehr geehrter Herr Käufer,
werfen Sie doch bitte mal einen Blick auf die Bilder im Anhang, dies war definitiv der Zustand in welchem ich die Gitarre verschickt habe. Und wie Sie selbst zugegeben haben, war die Gitarre ordnungsgemäß von mir verpackt worden.
Ich habe also keine Ahnung was Sie mit der Gitarre gemacht haben oder was bei Ihnen mit dem Instrument passiert ist. Nie und nimmer habe ich die Gitarre in dem Zustand verschickt, in welchem Sie das Instrument hier präsentieren, never ever!!! Und jetzt erwarten Sie von mir, dass ich für diesen Schaden aufkommen soll??
Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein.
Wie auch immer, schicken Sie mir doch bitte mal ein hochauflösendes Foto von der Schadensstelle inklusive des gesamten Kopfplatte mit Seriennummer.
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Der Verkäufer
Daraufhin die Antwort des Käufers:

Hallo Herr Verkäufer,

ich habe Ihnen 4 alte Defekte genannt (von den Gitarrenbauern in München bestätigt), die Sie in Ihrer Anzeige nicht benannt hatten (verschwiegen haben). Dass was Sie als Riss am Gitarrenhals bezeichnet haben, ist definitiv ein kompletter Bruch gewesen. Die zwei Bilder die Sie zu dieser Stelle eingestellt haben, lassen den kompletten Bruch nicht erkennen (zumal Sie ja von einem Riss reden), da nicht von allen drei Seiten fotografiert wurde (wie meine Bilder dies tun) und z.T. Glanzlichter die Bruchlinie unkenntlich machen.

Ich habe bisher nicht von einer arglistigen Täuschung gesprochen. Nachdem Sie jetzt aber solche Probleme mit der Rückabwicklung machen und so tun als wären meine Beanstandungen völlig neu für Sie, werde ich den Vorgang an die Beschwerdestelle von ebay weiterleiten. Ich werde Ihnen nicht nochmal Fotos zuschicken, da dies schon mit meiner letzten mail erfolgt ist.

Ich werde die Gitarre zurückschicken und erwarte mir eine Rückbuchung der von mir bezahlten XXX€.
Mit freundlichem Gruß
Der Käufer

Daraufhin meine Antwort:

Hallo Herr Käufer,

in keinem Fall werde ich die Gitarre so zurücknehmen.
Der von Ihnen auf den Bildern angezeigte Bruch zeigt definitiv
einen neuen Zustand der Gitarre in welchem ich dieses Instrument
definitiv NICHT versandt habe. Der Zustand des Halses ist auf meinen
Fotos sehr wohl sehr gut zu erkennen und er ist definitiv ein anderer
als auf Ihren Fotos.
Eins ist für mich auch ganz klar,
ich werde es in Zukunft ablehnen mit einem eBayer mit nur 2 Bewertungen
bzw. weniger als 20 positiven Bewertungen Geschäfte zu tätigen.
Anhand meiner 600 + positiven Bewertungen ist ganz klar ersichtlich,
dass ich niemals einen meiner Käufer falsche Informationen zu meinen
angebotenen Artikeln gegeben habe, noch versucht habe diese zu täuschen,
noch werde ich dies in Zukunft tun.
In der Regel bin ich jemand mit dem man vernünftig über Probleme reden kann,
bzw. bin ich zu Zugeständnissen bereit, wenn wirklich ein Verschulden meinerseits
vorliegt. Aber in Ihrem Fall liegt meinerseits definitiv kein Verschulden vor, denn
der Zustand der Gitarre entspricht absolut nicht mehr dem Zustand des von mir an Sie versandten Artikels.
Aus diesem Grunde schließe ich eine Gewährleistung sowie Garantieansprüche, bzw. Nachbesserungen aus.

Sie können sich gerne an die Beschwerdestelle von eBay wenden,
das lasse ich dann mal drauf ankommen.
Einen schönen Sonntag noch.

Daraufhin der Käufer:

Hallo Herr Verkäufer,

letzte email für heute.

Vielleicht können wir uns auf ganz was anderes einigen, denn mit der Gitarre werden wir keinen Konsens erzielen. Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Der Dritte ist in diesem Fall eine gemeinnützige Organisation, z.B. Amnesty international oder Greenpeace.

Überweisen sie die XXX€ von mir an eine gemeinnützige Organisation (wird sollten uns vorher gemeinsam auf eine verständigen) und ich schicke Ihnen, sofern Sie mit dem Vorgehen einverstanden sind, auch gleich die Gitarre zurück. Sie schicken mir eine Überweisungsbestätigung und die Spendenquittung der Organisation. Wenn wir es unter meinen Namen schicken, werde ich noch die Steuerersparnis (Spenden sind vom zu versteuernden Jahreseinkommen abzugsfähig) drauflegen, wenn es auf Ihren Namen geht, legen Sie Ihre Steuerersparnis noch drauf (dann hat wirklich keiner von uns einen finanziellen Vorteil).
Ob wohl der 13te an allem schuld ist?
Mit freundlichen Grüßen
Der Käufer

Daraufhin meine Antwort:

Hallo Herr Käufer,
mal ganz ehrlich, wenn die Gitarre im gleichen Zustand wäre wie der von mir an Sie
versandte Artikel und wenn Sie mir dann mitgeteilt hätten, dass Ihnen die Gitarre
nicht gefällt, hätte ich ganz bestimmt kein Problem damit gehabt das Instrument
zurückzunehmen. Aber leider ist die Gitarre nicht mehr im gleichen Zustand. Es wäre
schön, wenn Sie mir gegenüber von vorn herein ehrlich gewesen wären und mir mitgeteilt hätten,
was Ihnen mit dem Instrument wirklich passiert ist. Es sieht nämlich ganz danach aus, dass Ihnen die Gitarre heruntergefallen ist, was natürlich passieren kann.
Wenn dies der Fall ist, wäre ich durchaus bereit beim Gitarrenbauer aus Münster mal anzufragen, ob er mir den Halsdefekt für einen günstigeren Kurs repariert. Alle anderen von Ihnen genannten Defekte wie Tonregler und die Kosten für einen neuen Sattel, wäre ich dann sogar bereit zu übernehmen.
Gruß
Der Verkäufer

Daraufhin der Käufer:

Guten Morgen Herr Verkäufer,

Sie haben meinen Vorschlag noch nicht beantwortet.

Zu ihrer E-Mail:
Sie sprechen von Ehrlichkeit und unterstellen mir
- Unehrlichkeit,
- mir hätte die Gitarre nicht gefallen,
- mir sei die Gitarre heruntergefallen.

Dabei hat die Gitarre, wie schon 2-mal ausführlich beschrieben, 4 gravierende Mängel die alle nicht erst beim Versand oder bei mir aufgetreten sind und z.T. nur insuffizient versorgt worden sind. Um das, was auch jeder Laie sehen (!) und hören konnte (Bruch von Hals und Sattel, Defekt Ton-Regler), von Fachleuten festzuhalten, bin ich extra nach München gefahren. Die haben darüber hinaus auch nochmal eine Reparaturbedürftigkeit der "jumbo frets" festgestellt.

Für zwei dieser Mängel hätten Sie sogar freiwillig die Reparaturkosten übernommen. Sie haben die offensichtlich vorbestehenden Defekte aber gar nicht in Ihrer Beschreibung erwähnt (Sattelbruch-Reparatur für 100€ plus Mwst ist aber nicht unerheblich). Wer ist da unehrlich?

Die Gitarre gefällt mir übrigens immer noch gut, sie ist halt nicht bespielbar. Und dafür gebe ich keine xxx€ aus. Ich habe meiner Frau und einer meiner Töchter, die beim Auspacken und bei ersten und letzten Spielversuch dabei waren (wir waren alle in freudiger Erregung) den Briefwechsel gerade gezeigt. Die Reaktionen waren sehr geteilt: die eine hat sich fast totgelacht, die andere tat einen Schrei und fragte wie ich da noch so sachliche Briefe schreiben könne.

Aber wie gesagt, wir beide werden uns sicher nicht einigen. Also antworten Sie mir bitte auf meinen letzten Vorschlag, bevor der Briefverkehr ausufert und immer unfreundlicher wird.

Schöne Grüße
Der Käufer

Daraufhin meine Antwort:

Nein

Daraufhin der Käufer:

Hallo Herr Verkäufer,
dann werde ich die Angelegenheit jetzt einem Anwalt übergeben.
Weiteres erfahren sie von ihm.
Mit freundlichem Gruß,

Daraufhin meine Antwort:

Hallo Herr Käufer,

sicherlich steht es Ihnen frei, einen Anwalt einzuschalten.
Ich möchte an dieser Stelle die ganze Angelegenheit nochmals sachlich nüchtern betrachten.
Ich behaupte, dass die Gitarre definitiv in einem funktionsfähigen Zustand, sprich mit einem
professional repariertem Hals also bespielbar versandt worden ist.
Sie behaupten, dass die Gitarre mit einem wie auf Ihren Bildern ersichtlich gebrochenem Hals
bei Ihnen angekommen ist.
So weit so gut bzw. schlecht. Somit steht Aussage gegen Aussage.
Davon ausgehend, dass beide Aussagen der Wahrheit entsprechen, muss es sich in diesem Fall
definitiv um einen Transportschaden handeln. Transportschäden können auch entstehen, wenn man an der Verpackung äußerlich nicht unbedingt sofort etwas erkennen kann. Deshalb die Bitte, untersuchen Sie doch nochmals genauestens die Verpackung, ob es dort irgendwelche auffälligen Druckstellen oder Ähnliches gibt.
Der Versand der Gitarre ist mit bis zu 500 € versichert. Aus diesem Grunde schlage ich Ihnen vor,
dass wir (Sie) diesen Schaden bei DHL melden und zu dieser Meldung sowohl Ihre als auch meine Fotos inklusive Ihres Kostenvoranschlags beifügen.
Die Kosten für die Reparatur wären somit in jedem Falle gedeckt.
Mit Bitte um Antwort.
Der Verkäufer

Daraufhin der Käufer:

Hallo Herr Verkäufer,

vielleicht kommen wir ja doch noch zu einer gütlichen Einigung und einem Abschluss des zeitraubenden und nervenbelastenden Streits.
Die Gitarre kam bei mir mit gebrochenem Hals und nicht bespielbar am 8.1.2013 an. Sie haben behauptet der Schaden sei bei mir entstanden. Was aber auch im Nachhinein eindeutig festgestellt werden kann, sind die vier, vom Gitarrenbauer (xxx repair shop) festgestellten Mängel, die in Ihrer Produktbeschreibung nicht bzw. fehlerhaft angegeben wurden.
Ich habe zwar den Vorgang schon an meine Anwältin weitergereicht, aber Sie können ja nach wie vor auf meinen Vorschlag eingehen, so dass nicht noch zusätzliche Kosten entstehen.
Mit freundlichen Grüßen
Der Käufer

Daraufhin meine Antwort:


Hallo Herr Käufer,
wenn die Gitarre so wie Sie sagen bei Ihnen angekommen ist, dann ist es definitiv ein
Transportschaden, weil ich diese Gitarre nämlich so nicht verschickt habe.
Es macht doch in jedem Fall Sinn, die DHL Transportversicherung in Anspruch zu nehmen,
bevor wir uns hier gegenseitig in endlose Schuldzuweisungen hineinsteigern.
Ich meine ein Transportversicherung ist doch nun mal dazu da, dass man sie auch in Anspruch nimmt,
insbesondere, wenn es nun mal offensichtlich ist, dass es ein Transportschaden ist.
Anmerkung zu den 4 benannten Fehlerquellen.
1. Wie gesagt, der Hals war bei dem von mir versandten Artikel definitiv nicht gebrochen.
2. Das die Seiten scheppern ist natürlich eine Folge des Halsbruchs und kein von mir verschwiegener Mängel
3. Der Riss im Sattel ist übrigens nicht verschwiegen worden, sondern auf einem meiner Fotos recht gut zu erkennen und hatte spieltechnisch keinerlei Auswirkung auf das Instrument gehabt, als der Hals noch nicht gebrochen war.
4. Und wenn das Tonpotentiometer wirklich einen Defekt hat, so wäre ich natürlich jederzeit bereit gewesen, diesen Mangel zu beseitigen.

Ich kann Ihnen anbieten, wenn Sie mir noch einige Fotos von der Verpackung und ein paar weitere Fotos von der Gitarre schicken, diesen Fall bei DHL als Transportschaden zu melden. Das setzt natürlich Ihre Kooperation voraus.
Mit Bitte um Antwort.

Und zum letzten Mal der Käufer:

Hallo Herr Verkäufer,
die Frachtversicherung wird leider nichts übernehmen, da die Gitarre nicht entsprechend verpackt war. Soweit mir aus sicherer Quelle mitgeteilt wurde, hätte das Frachtgut sichtbar (Klarsichtfolie, etc.) verpackt sein müssen. Sie können sich aber gerne auch nochmal bei DHL informieren, am besten ist es etwas Schriftliches in den Händen zu haben.
Schöne Grüße
Der Käufer

Und zum letzten Mal meine Wenigkeit:

Wie gesagt, ich bin ab 28. Januar wieder im Lande, es wäre also gut, wenn Sie mir bis dahin bitte alles an Fotos liefern können, was ich Ihnen genannt habe. Ich werde mich dann darum kümmern.
Vielen Dank
Gruß

Nun meine Frage, bin ich zur Rücknahme des Artikels verpflichtet, bzw. kann ich für den neuen Schaden haftbar gemacht werden, obwohl ich Zeugen habe, die eindeutig bestätigen, dass der Artikel bis zum sogenannten Gefahrenübergang in einem funktionstüchtigen Zustand gemäß meiner in der Auktion gezeigten Bilder war und nicht wie auf den Bildern des Käufers zu sehen? Besteht eine Nachbesserungspflicht nur für das defekte Ton-Potentiometer oder gar für die ganze Gitarre mit all Ihren Defekten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
Wenn sämtliche Schäden nach der Abgabe des Paktes bei DHL entstanden sind, haben Sie grundsätzlich nichts zu befürchten. Es wäre gut, wenn Nichtangehörige den Zustand der Gitarre unmittelbar vor der Versendung bestätigen können.
Wenn Sie eine versicherte Sendung bei DHL übersandt haben, sollten Sie eine Schadenanzeige bei DHL machen bzw. der Empfänger der Ware.
Beschädigungen der Gitarre müssen allerdings innerhalb von sieben Tagen schriftlich bei DHL angezeigt werden. Schadenanzeigen finden Sie online.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 19.01.2013 | 07:54

1. Der Halsbruch ist nach der Paketabgabe bei DHL entstanden
2. Der Riss im Sattel war vor der Paketabgabe bei DHL existent aber auf einem meiner Bilder ersichtlich, also nicht verschwiegen.
3. Das Schnarren der Saiten ist eine logische Folge des nach der Paketabgabe entstandenen Halsbruchs
4. Der Tonregler muss wohl schon vorher defekt gewesen sein, was ich aber leider nicht getestet habe. (Ich wäre natürlich ohne Weiteres bereit diesen Mängel zu beheben.)

Nun die Frage, bin ich aufgrund des defekten Tonreglers, welchen ich wenn auch unwissentlich (bzw. unbeabsichtigt) verschwiegen habe, verpflichtet die Gitarre, welche sich aufgrund des nach der Paketabgabe entstandeneen Halsbruchs also nicht mehr im gleichen Zustand befindet wie zum Zeitpunkt der Abgabe, zurückzunehmen? Ja oder Nein?

Zur Schadensmeldung bei DHL, ich bin leider immer noch und das seit Anfang Januar im Urlaub (außerhalb von Deutschland), so daß ich den Schaden nicht in einer DHL-Filiale hätte reklamieren können. Des Weiteren hatte mir der Käufer keine Fotos über die Verpackung zur Verfügung gestellt. Und der Käufer selbst hatte diesen Schaden innerhalb der 7 Tage Frist nicht bei DHL gemeldet.

Wer ist also für die Schadensmeldung bei DHL verantworlich, der Käufer oder der Verkäufer? Inwieweit beinflusst das Unterlassen der Schadensmeldung bei DHL durch den Käufer meine Veranwortlichkeit in diesem Fall?

Für eine Beantwortung der beiden Fragen, insbesondere aber der ersten Frage wäre ich sehr dankbar.

Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.01.2013 | 23:49

Wegen dem defekten Tonregler kann der Käufer verlangen, dass Sie diesen beheben, aber nicht gleich vom Vertrag zurücktreten.
Soweit der Schaden nicht bei DHL gemeldet wird, können Sie keine Ansprüche geltend machen.

FRAGESTELLER 21.01.2013 2,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89283 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
freundliche , kompetente Beratung ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles top ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
perfekt, schnell und sehr kompetent. Danke. ...
FRAGESTELLER