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Duschabternnung teilweise defekt - Vermieter verlangt komplett Neue

02.06.2011 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:02
Ich habe 5 Jahre in einer kleinen Wohnung zur Miete gewohnt. Die Duschkabine (untere bis mittlere Baumarktqualität, dünne Kunststoffscheiben, schmaler Alurahmen, zwei feststehende Elemente, zwei Schiebetüren über Eck) ist schätzungsweise 15 Jahre alt und in einem entsprechenden Allgemeinzustand.

Bei meinem Einzug war der Rahmen einer von zwei Schiebetüren bereits instabil (gerissene Eckverbindung), was ich dem Vermieter auch meldete. Um Zeit und Aufwand zu sparen, habe ich die Türe dann selbst mittels Silikonkleber repariert und die defekte Brause (ebenfalls untere Baumarktqualität) auf eigene Kosten durch eine hochwertige Markenbrause ersetzt. Die Instabilität hat über die Jahre der Nutzung zugenommen, bis vor ca. einem halben Jahr die Eckverbindung gebrochen ist und zu einem Riß in der Kunststoffscheibe führte. Diese habe ich daraufhin ersetzt (höherwertiges Material, anderes Muster, da das Original nicht mehr hergestellt wird) und die Stabilität der fehlenden Eckverbindung (Ersatzteile gibt es nicht mehr) mittels einer sauberen Verklebung wieder hergestellt. Die Duschtüre funktioniert bei "normaler Benutzung" nach wie vor. Wenn man allerdings heftig am Rahmen der betroffenen Schiebetüre zerrt, geht dieser (aufgrund der fehlenden Eckverbindung) auseinander.

Bei Auszug ist genau dies geschehen, der Vermieter hat mich beauftragt, die Türe vernünftig zu verkleben, was geschehen ist. Nun (nach Auszug) ist der Vermieter mit der Reparatur nicht zufrieden (die Verklebung kann die Originalstabilität nicht wieder herstellen, die bei meinem Einzug allerdings auch nicht mehr vorhanden war) und möchte auf meine Kosten eine komplett neue Duschkabine einbauen lassen.


Muss ich für eine komplette, neue Duschkabine samt Einbau aufkommen, ist eine Anteilige Bezahlung (25%, da nur eines von vier Bauteilen defekt ist) angemessen, oder waren nicht die Reparaturen (im Rahmen meiner Möglichkeiten) ausreichend?


02.06.2011 | 11:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich ist es die Aufgabe des Vermieters die Mietsachen in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten und für etwaige Reparaturen zu sorgen und die Kosten vollständig zu übernehmen.

Ausnahmen gibt es hierbei lediglich bei den sogenannten Kleinreparaturklauseln, die ggf. auch in Ihrem Mietvertrag verankert sein dürfte.
Hierbei muss es sich um einen Gebrauchsgegenstand handeln (dürfte hier der Fall sein) und die Reparaturkosten maximal
€ 100,00 nicht übersteigen.

Wenn also die Reparaturkosten insgesamt bereits über € 100,00 liegen (bzw. den im Mietvertrag genannten Betrag) brauchen Sie gar keine Zahlung zu leisten.

Aber auch selbst wenn der Betrag unter € 100,00 liegen sollte, hatte der Vermieter bereits damals die Pflicht, die Instabilität zu beheben, aufgrund dessen der Schaden jetzt eingetreten ist, da der Mangel bereits bei Mietbeginn vorlag und Sie ihm dies angezeigt haben.
Derartige Anfangsmängel fallen selbstverständlich nicht unter die Kleinreparaturklausel, sondern nur solche Mängel die nachträglich durch die Benutzung durch den Mieter auftreten.


Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2011 | 12:10

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

herzlichen Dank für die rasche Antwort, des besseren Verständnisses halber habe ich eine kurze Frage zu dem Begriff der Verantwortbarkeit von Schäden:

Lt. meines Mietvertrages ist der Mieter für "Beschädigungen der Mietsache [...] sowie zu den Miträumen [...] gehörenden Anlagen [...] ersatzpflichtig, soweit er dieses zu vertreten hat". "Die Kosten kleinerer Instandsetzungsarbeiten" habe ich "bis zu 90,- EUR" zu tragen.

Die Materialkosten für die Reparature(-versuche) haben diesen Betrag bereits überschritten. Der Erfolg hat sich nicht wie vom Vermieter gewünscht eingestellt.

Habe ich durch die jahrelange Benutzung der Dusche und der damit einhergehenden weiteren Abnutzung den trotz Reparatur zu Tage getretene Defekt zu vertreten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2011 | 13:02

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Verantwortlichkeit ist nur dann gegeben, wenn Sie den Schaden schuldhaft herbeigeführt hätten, Ihnen also Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorzuwerfen wäre.
Die normale Abnutzung fällt nicht unter den Begriff mit der Folge, dass Sie keinen Ersatz leisten müssen, auch schon aufgrund des anfänglichen Mangels.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin zur Verfügung stehen möchte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Hoffmeyer
Rechtsanwalt

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