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Durchsuchung und Beschlagnahmung meines Smartphones, welche Rechte habe ich?

21.07.2017 16:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Die Durchsuchung eines Laptops oder Mobiltelefons aufgrund eines rechtmäßigen richterlichen Beschlusses kann nicht verhindert werden. Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Maßnahme kann nur durch einen Verteidiger nach vorheriger Akteneinsicht erfolgen.

Hallo,

heute Morgen waren überraschend um 7 Uhr 5 Ermittler von der Kriminalpolizei vor meiner Haustür und stürmten zugleich auch in meinen Wohnbereich.
Mir wird mit einem Durchsuchungsbeschluss vorgeworfen, ich würde auf dem Smartphone anzügliches Material von einer nicht 18 Jährigen Person besitzen. Dies stimmt, die Person hat tatsächlich vor einigen Monaten mir solches Material ohne Aufforderung gesendet, ein weiterer Kontakt fand nicht statt. Aber ich habe es allerdings auch verplant, die Bilder zu löschen.

Ich hätte das Material sofort löschen sollen, woran ich leider nicht gedacht hab, das ist mir bewusst. Auf dem Smartphone und den beschlagnahmten Laptops waren aber hoch vertrauliche und sensible Daten zu meiner Person gespeichert. Auf der Polizeiwache wurde mir dann mit Nachdruck nahe gelegt, das Entsperrmuster des Smartphones anzugeben, was ich leider auch wider besseren Willen gemacht habe und ich hatte schriftlich einer Auswertung zugestimmt.

Hätte ich das verweigern können, um zu verhindern, das die sensiblen Daten, die nichts mit dem Fall zu tun haben, geschützt bleiben? Hab ich nachträglich noch eine Möglichkeit die jetzt bevorstehende Durchsuchung meiner Geräte zu vermeiden?

Da ich das Material ungefragt erhalten habe, würde ich gerne den unverhältnismäßigen Schaden an meiner Privatssphäre so gering wie möglich halten...

Vielen Dank für jede Unterstützung!

21.07.2017 | 18:29

Antwort

von


(26)
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage gerne beantworten.

Ich mache es kurz und schmerzlos: Derzeit haben sie faktisch keine Möglichkeit die Auswertung Ihres Mobiltelefone und Ihres Laptops zu verhindern. Ein gewisser Trost mag für Sie sein, dass die Verweigerung Ihrer Mitwirkung daran auch nichts geändert hätte. Es lag offensichtlich ein richterlicher Beschluss vor, der die Beschlagnahme und Durchsuchung der Geräte rechtfertigt. Auch verfügt die Polizei vermutlich (dies hängt ein wenig vom Modell ab) über die technischen Möglichkeiten, die Geräte auch ohne Kennwort auszulesen.

Ihre "sensiblen Daten" werden die Polizei sicher nicht interessieren, es sei denn, es handelt sich ebenfalls um strafrechtlich Relevantes. Dies wäre dann als sogenannter "Zufallsfund" ebenfalls verwertbar.

Sie sollten nun so schnell als möglich einen Strafverteidiger mit Ihrer Vertretung beauftragen. Dieser kann Akteneinsicht nehmen, und dann (unter anderem) überprüfen, ob die Durchsuchung rechtmäßig war, ob Beweise rechtmäßig erhoben wurden etc.Nur in diesem Rahmen kann gegebenenfalls die Auswertung des Gefundenen angegriffen werden.

Dabei spielt es im Übrigen auch keine Rolle, dass Sie das Material "ungefragt erhalten" haben. Dies wird erst bei der Verteidigung gegen den Vorwurf eine Rolle spielen. Auch dies ist eine Frage die Sie unbedingt mit Ihrem Verteidiger besprechen müssen.

Ganz allgemein kann ich Ihnen raten, gegenüber den Behörden sich nicht ohne die vorherige Beratung mit einem Verteidiger zu äußern, sondern unbedingt von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen telefonisch zu den üblichen Büroöffnungszeiten zur Verfügung.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können



Mit freundlichen Grüßen
Diana Blum
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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