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Durchgriffshaftung

| 25.10.2017 18:37 |
Preis: 72,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Durchgriffshaftung gegenüber Gesellschafter im Insolvenzfalle.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Gesellschafter (Anteil 13%), sowie Angestellter eines Handels- GmbH. Im Handelsregister habe ich eine Handlungsvollmacht eingetragen.
Da in der letzten Zeit vom Geschäftsführer (er hält 51% der Anteile) einige, für mich fragwürdige, Entscheidungen getroffen worden sind (auf die ich aber hier nicht näher eingehen möchte), habe ich folgende Fage:

Gäbe es für mich, im Insolvenzfall, eine Duchgriffshaftung auf mein Privatvermögen, oder beschränkt sich die Haftung auf meinen Geschäftsanteil?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ein Risiko einer Durchgriffshaftung gegenüber Ihnen besteht nicht. Eine Haftung besteht allenfalls gegenüber der GmbH, wenn Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig einen Schaden verursachen. Auch aus der Einräumung
der Handlungsvollmacht folgt keine Durchgriffshaftung, soweit Sie nicht im Außenverhältnis als Geschäftsführer auftreten.

2. Soweit Sie Ihre Einlage auf den Gesellschaftsanteil nachweislich erbracht hat, besteht auch hier keine Haftung gegenüber der Gesellschaft bzw. im Insolvenzfalle gegenüber dem Insolvenzverwalter. Eine Verwertung des Gesellschafteranteils erfolgt grundsätzlich nicht, allerdings ist dieser im Falle einer eröffneten Insolvenz mit keinem Vermögenswert anzusetzen.

3. Eine Durchgriffshaftung besteht gegenüber dem Geschäftsführer hinsichtlich der Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen und der Abführung der Sozialbeiträge. Dies sind gesetzlich geregelt. Im weiteren ist der Geschäftsführer gesetzlich verpflichtet bei Vorliegen eines Insolvenzgrundes einen Insolvenzantrag zu stellen.

4. Vielmehr haben Sie im Insolvenzfalle Anspruch auf Insolvenzgeld für die Dauer von drei Monate rückwirkend ab Eröffnung.
Der Anspruch auf Insolvenzgeld richtet sich gegen die Agentur für Arbeit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 09.11.2017 | 08:06

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