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Durchgeführte Operation.

| 11.03.2013 08:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung:

Die Frage betrifft die Thematik Patientenaufklärung vor OP.



Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

an mir wurde ohne vorherige Aufklärung, ohne Patienteneinwilligung, ohne Vollnarkose-
einwilligung und gegen den ausdrücklichen Willen des Patienten wegen schlechter
körperlicher Verfassung, worauf ich vor der Behandlung mehrmals hingewiesen habe, eine Vollnarkoseoperation durchgeführt.
Wurde in die Klinik eingewiesen zu einer Lokalnarkosen Behandlung und auch dazu
aufgeklärt. Habe dem zugestimmt. Im OP bekam ich eine große Pille, wurde in Vornarkose gesetzt und dann unter Vollnarkose operiert. Die Operation mußte dann
wegen hohem Blutdruck abgebrochen werden und hinterließ körperliche Schäden.
Und nun zu meiner Frage:
Dürfen Ärzte in geschilderten Fall operieren. Kein Notfall, eine Lavage (Blutaus-
spülung) am Auge.
Es soll auch eine allgemeine Frage sein.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich nach dem geschilderten Sachverhalt und unter Berücksichtigung des ausgelobten Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist vor jedem operativen Eingriff eine umfängliche Aufklärung des Patienten erforderlich und aus Sicht des Arztes auch aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten zwingend. Aufklärung und Einverständniserklärung sind besonders wichtig und dürfen nur in wenigen Situationen (z. B. Notfall, Bewusstlosigkeit) eingeschränkt werden oder gar ganz entfallen, wenn durch die Verzögerung einer Operation der Patient gefährdet ist. Nur in solchen Fällen darf der Arzt von einem so genannten mutmaßlichen Einverständnis eines vernünftig denkenden Menschen ausgehen. Nach Ihrer Schilderung scheint dies hier nicht gegeben zu sein. Als Patient sollten Sie dabei auch die Tragweite der etwaigen Einwilligung verstehen können. Bei der Aufklärung werden insbesondere die Grundzüge, Vor- und Nachteile des Eingriffs und alle in Frage kommenden alternativen Verfahren erläutert. Die Anästhesie und die damit zusammenhangenden Risiken müssen grundsätzlich gesondert vom Anästhesisten erläutert werden und zwar bezogen auf den Ablauf der Narkose vor, während und nach der Operation. Diese Aufklärungen sind grundsätzlich nur dann entbehrlich, wenn Sie wirksam auf diese verzichtet hätten oder es sich um die oben genannte Notfallsituation gehandelt hätte. Etwas anders würde die Situation noch liegen, wenn der Patient aus anderen Gründen nicht hinreichend einsichts- und einwilligungsfähig sein sollte. Als Patient können Sie grundsätzlich alle medizinischen Maßnahmen, denen Sie nicht zustimmen möchten, aus der Behandlung ausklammern. Der Arzt führt grundsätzlich ein Protokoll über die Inhalte des Gespräches und holt im Falle des Einverständnisses, auch bei Ablehnung, die Unterschrift des Patienten ein.
Erfolgt diese Aufklärung nicht in diesem Maße, wobei insbesondere auch über Risiken der Operation und der gewählten Narkoseart aufzuklären ist, ohne das ein Sonderfall vorliegt, insbesondere der Patient die erforderlich natürliche Einsichts- und Einwilligungsfähigkeit besitzt, setzt sich der behandelnde Arzt im besonderen Maße zivilrechtlichen Haftungsrisiken, aber einer grundsätzlich Strafbarkeit nach dem Strafgesetzbuch aus, da dann letztlich die Gefahr besteht, ohne Einwilligung des Patienten in dessen körperliche Unversehrtheit einzugreifen, wobei sich in Ihrem Fall die Problematik auf die geänderte Narkoseart beschränkten könnte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschaffen. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass diese Plattform nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsprüfung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.


Mit freundlichen Grüßen,


Bewertung des Fragestellers 20.03.2013 | 15:49

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Ob ein Ärzteteam eine Lokalnarkose Operation ohne Einwilligung des
Patienten in eine Vollnarkose Operation erweitern darf, diese
Frage wurde nicht mit einem, nach jetzigen Pat. Wissensstand, klaren
ja oder Nein beantwortet. Das Thema Aufklärung wurde sehr aus-
führlich beschrieben.

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