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Durchfallen im Abitur wegen seltsamer Sportprüfung

| 01.06.2018 10:50 |
Preis: 35,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


12:57

Zusammenfassung: Anfechtung einer Abiturprüfung und Möglichkeiten des Rechtsschutzes, insbesondere Verfahrensrechte

Mein Sohn hat einen Freund, in dessen Auftrag ich hier frage: er hat gerade alle schriftlichen Prüfungen hinter sich und als fünftes Prüfungsfach Sport. Da der theoretische Teil mit vier Punkten bewertet wurde brauchte er im praktischen Teil sechs Punkte. Er hat als Sportart Badminton. Während der Prüfung war nicht klar, ob man Doppelspiel prüft: ein Prüfer meinte man sollte das jetzt prüfen, mein Sohn (der auch geprüft wurde) meinte, das hätte die Lehrerin ausgeschlossen, weil nicht behandelt und daraufhin meinte auch die Sportlehrerin, das wird doch nicht geprüft. Abgeschlossen hat er die Prüfung mit zwei Punkten. Die Lehrerin hat einem ganz anderen Schüler schon einen Tag danach und zwei Tage vor Abschluss der gesamten Prüfungen der Schule erzählt, es hätte daran gelegen, dass er nicht genug gerannt wäre, Federball statt Badmington gespielt hätte, den Schläger falsch gehalten hätte etc. Er hatte in der elften Klasse seiner vorhergehenden Schule 15 Punkte in Badmington und bei dieser Sportlehrerin ist die Bilanz ihrer Prüfungen im Fach Sport 1, 2, 3, 5, 6 und 7 Punkte. Wegen der maximalen Verweildauer ist es seine letzte Möglichkeit das Abitur zu bekommen. Gibt es eine Möglichkeit, dass die Prüfung wiederholt werden muss? Rücksprache mit dem Direktor hat ergeben, die Prüfung wäre korrekt verlaufen und es gäbe keinen Grund das zu wiederholen. Danke für eine schnelle Antwort Gruß Claudia Seeger
01.06.2018 | 11:56

Antwort

von


(28)
Steinhöft 5-7
20459 Hamburg
Tel: +49 40 - 317 669 00
Web: http://www.pruefung-anfechten.de
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Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der Sachverhaltsinformationen wie folgt beantworten:

1. Widerspruchsverfahren
Ich empfehle dem Schüler, dass er gegen die Durchführung und Bewertung der Sportprüfung bzw. gegen die Bekanntgabe des Ergebnisses der Abiturprüfung Widerspruch einlegt und Akteneinsicht in das Protokoll der Prüfung beantragt.

Nach summarischer Prüfung des § 16a HessAGVwGO (Wegfall des Vorverfahrens) dürfte in Hessen in schulrechtlichen Angelegenheiten das Widerspruchsverfahren durchzuführen sein.

Anhand der Akteneinsicht und der jeweiligen Prüfungsordnung kann dann beurteilt werden, ob die Durchführung und Bewertung der Sportprüfung fehlerhaft erfolgt ist. Die Rechtsfolge ist in der Regel bei mündlich-praktischen Prüfungen die Wiederholung der Prüfung. Teilweise konnten wir jedoch in der Vergangenheit auch eine Neubewertung erreichen, was aber einen Ausnahmefall bei mündlich-praktischen Prüfungen darstellt.

Sobald der Widerspruch dann begründet worden ist, muss eine Stellungnahme der Prüferin erfolgen bzw. die Schule entscheidet dann darüber, ob Abhilfe geschaffen wird. Falls nicht, wird das Verfahren in aller Regel an die Schulbehörde als Rechts- und Fachaufsicht abgegeben, die ebenfalls prüft, ob die Bewertung und Durchführung der Sportprüfung fehlerfrei erfolgt ist.


2. Schriftliche Begründung
Zudem hat der betroffene Schüler einen Anspruch darauf, die Bewertung der Sportprüfung schriftlich begründen zu lassen. Dieses Recht muss er jedoch unverzüglich wahrnehmen, so dass es der Prüferin noch zugemutet werden kann, die Bewertung zeitnah nach der Prüfung noch schriftlich zu begründen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick in der Angelegenheit verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
SCHLÖMER & SPERL Rechtsanwälte

Christian Reckling
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht



Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2018 | 12:38

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Können Sie aufgrund der Sachlage raten, diesen Weg zu versuchen? Wir möchten nicht, dass sich der Freund unbegründet Hoffnung macht...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2018 | 12:57

Sehr geehrter Fragensteller,

ob ein Widerspruchsverfahren hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet, können wir ohne Kenntnis der Prüfungsakte und der zugrunde liegenden Prüfungsordnung nicht abschließend beurteilen.

Zudem wäre es noch ratsam, ein Gedächtnisprotokoll vom Prüfling erstellen zu lassen, so dass wir besser nachvollziehen können, wie sich die Prüfung im Einzelnen zugetragen hat.

Mit freundlichen Grüßen
SCHLÖMER & SPERL Rechtsanwälte

Christian Reckling
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Bewertung des Fragestellers 03.06.2018 | 09:56

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"Guten Tag, ich bin aus drei Gründen nicht zufrieden
1. Der Hinweis auf die Prüfungsakt ist überflüssig. Natürlich wird in dieser stehen, dass alles ordnungsgemäß gelaufen ist. Hat der Direktor ja schon gesagt - das habe ich geschrieben. Es sollte klar sein, das da auch drin steht was für eine ordnungsgemäße Prüfung notwenig ist. Hier ging es mir natürlich nur darum, ob es Aussicht auf Erfolg gibt mit der von mir genannten Beschreibung der Situation. Eine erste Einschätzung der Chancen sollte möglich sein. So kenne ich das.
2. Ein Hinweis auf die Prüfungsordnung ist unangebracht: es gehört wohl dazu, das ein Fachanwalt diese kennt oder - falls nicht - nachschaut
3. Beim Hinweis auf ein Widerspruchsverfahren fehlt die Information an wenn dieser geht (Schule oder Schulamt) und was drin stehen muss.
Wenn meine Erwartungen zu hoch sind, sollte man einen anderen Anwalt den Vortritt lassen oder darauf hinweisen....
Gruß "
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.06.2018
5/5,0

Guten Tag, ich bin aus drei Gründen nicht zufrieden
1. Der Hinweis auf die Prüfungsakt ist überflüssig. Natürlich wird in dieser stehen, dass alles ordnungsgemäß gelaufen ist. Hat der Direktor ja schon gesagt - das habe ich geschrieben. Es sollte klar sein, das da auch drin steht was für eine ordnungsgemäße Prüfung notwenig ist. Hier ging es mir natürlich nur darum, ob es Aussicht auf Erfolg gibt mit der von mir genannten Beschreibung der Situation. Eine erste Einschätzung der Chancen sollte möglich sein. So kenne ich das.
2. Ein Hinweis auf die Prüfungsordnung ist unangebracht: es gehört wohl dazu, das ein Fachanwalt diese kennt oder - falls nicht - nachschaut
3. Beim Hinweis auf ein Widerspruchsverfahren fehlt die Information an wenn dieser geht (Schule oder Schulamt) und was drin stehen muss.
Wenn meine Erwartungen zu hoch sind, sollte man einen anderen Anwalt den Vortritt lassen oder darauf hinweisen....
Gruß


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