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Dürfen ALG bezieher eine Wohnung vom Sohn mieten?

25.08.2017 19:36 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter/e Rechntsanwalt/in,

hiermit möchte ich meine familiäre Situation erläutern und Sie um einen Rat diesbezüglich bitten. Ich bin 27 Jahre alt, bin seit 7,5 Jahren in Deutschland . Mein Nettogehalt beträgt 2800 Euro. Vor ca. 8 Monaten sind meine Eltern aus dem Krieg nach Deutschland geflohen, wo sie den subisidären Schutz erhalten haben.

Aufgrund der schlechten Lage im Flüchtlingsheim und der Schwiergkeit bei der Wohnungssuche waren sie gezwungen in meine Wohnung zu ziehen. Nach Rücksprache mit dem Sozialamt verweigerte es die Teilnahame an der Mietekosten. Dies wurde damit begründet, dass meine Miete zu teuer ist, und ich geseztlich verpflichtet bin sie finanziell zu unterstützen. Die schrifltiche Bestätigung des Hauptmieters zu ihrem Aufenthalt in der Wohnung sowie ein zwischen meinen Eltern und mir abgeschlossener Untermietevertrag waren ebnso erfolglos.

Nun ist aber das Problem , dass ich aus beruflichen Gründen in ein anderes Bundesland ziehen und die Wohnung dementsprechend abgeben muss. Auch konnte ich weiterhin für sie keine passende Wohnung zur Miete finden.
Desweiteren bin ich mittlerweile an Multiple Sklerose erkranknt und kann ihre Miete nicht weiterzahlen, da ich selbst an meiner Altersvorsorge denken muss.
Aus diesem Grund kam ich zur folgenden Lösung, dass ich eine Wohnung mit einem Bankkredit finanziere und sie an meine Eltern vermiete.
Nun möchte ich gerne die folgenden Punkte gesetzlich klären:

1.Bin ich verpflichtet meine Eltern finanziell zu versorgen, obwohl ich keine Verpflichtungserklärung diesbezüglich unterschrieben habe. In anderen Worten Kann ich in der Zukunft vom Sozialamt aufgefordert werde, alle für meine Eltern bezahlten Beträge rückwikrend zurückzuzahlen, wenn sie feststellen, dass ich jetzt eine Eigentümerwohnung über einen Bankkreidt finanziert habe.

2. Dürfen meine Eltern die Wohnung von mir mieten bzw. kann das JobCenter die Auszahlung der Mietkosten nach dem Wohnungskauf ablehnen, auch wenn der Mietvertrag alle relevante Bedigungen wie ( Kaltemiete, Nebenkosten, und Größe) berücksichtigt. FaLLS Ja, wäre eine Klage diesbezüglich gerechtfertig.

Für Ihre Antwort im Voraus vielen Dank.
25.08.2017 | 20:27

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Fragen beantworte ich folgt:

1. Wenn Ihre Eltern Arbeitslosengeld 2 beziehen, sind Sie nicht verpflichtet, an das JobCenter Zahlungen zu leisten.

2. Ihre Eltern dürfen von Ihnen eine Wohnung anmieten. Wenn diese von Größe und Miethöhe her angemessen ist, muß das Jobcenter die gezahlte Miete auch als Unterkunftskosten berücksichtigen und übernehmen. Sollte das Jobcenter dies ablehnen und auch ein Widerspruch erfolglos bleiben, ist eine Klage beim Sozialgericht geboten.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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