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Druckereiangaben im Buchimpressum nicht mehr nötig?

26.05.2018 05:14 |
Preis: 25,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Immer mehr Verlage scheinen dazu überzugehen, im Impressum ihrer Werke nur noch Angaben wie "Printed in the EU" zu machen oder gar keine Druckerei mehr zu nennen, wohl damit nicht sofort erkennbar ist, dass die Bücher günstiger im Ausland hergestellt werden. Wie ist dies rechtlich zu bewerten? Die Pressegesetzestexte aller Bundesländer geben vor, dass Name und Anschrift sowohl von Verleger als auch Drucker angegeben werden müssen. Demnach müssten sowohl das Fehlen einer Druckereiangabe als auch der Vermerk "Printed in the EU" Ordnungswidrigkeiten darstellen?! Oder hat sich hieran in den letzten Jahren durch ein anderes Gesetz o. Ä. etwas geändert?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich hat sich an der Rechtslage in den letzten Jahren nichts geändert. Die Pressegesetze der Länder verlangen weiterhin die Angabe der Druckerei im Impressum. § 8 Absatz 1 des Niedersächsischen Pressegesetz z.B. schreibt vor: Auf jedem im Geltungsbereich dieses Gesetzes erscheinenden Druckwerk müssen Name oder Firma und Anschrift des Druckers und des Verlegers genannt sein, beim Selbstverlag Name und Anschrift des Verfassers oder des Herausgebers..

Sinn und Zweck der Angabe der Druckereiadresse ist es in erster Linie, bei Rechtsverletzungen den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, ohne große Verzögerung im rechtlichen Rahmen von einstweiligen Verfügungen den Druck oder die Auslieferung stoppen zu können. Dies ist bei "printed in EU" oder komplett fehlender Angabe nicht möglich, dies stellt daher eine Ordnungswidrigkeit dar

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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