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Drohung


24.05.2005 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Kurze Erklärung zum Sachverhalt.
Ich bin verheiratet, vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich ein Verhältnis mit einem ebenfalls verheirateten Mann (Fussballtrainer meines Sohnes) angefangen, der zwischenzeitlich von seiner Frau getrennt lebt. Es wurde kein Beischlaf vollzogen, nur oraler Sex. Mein Mann kam dahinter. Die Beziehung kühlte sich ab. Seit ca. 1/2 Jahr gibt es keinen Sex mehr von meiner Seite aus, was auch von dem verheirateten Mann angenommen wurde. Wir trafen uns 3 x die Woche in den Mittagspausen auf einen Kaffee oder ein Essen. Es gab manchmal hinterher im Auto noch ein paar Küsse. Ein reger Mail- und SMS-Verkehr findet statt.
Nun habe ich Urlaub und mir erlaubt eine Woche mit meiner Familie wegzufahren, mein Seitensprung hatte in dieser Zeit Probleme mit Alkohol (übrigens nicht zum ersten Mal). Nun erhalte ich diverse Drohungen per SMS, dass ich und mein Mann (im SMS als Hund bezeichnet) uns nicht mehr auf dem Fussballplatz sehen lassen dürfen, sonst kommt es zum Eklat. Ich bin für ihn gestorben und er droht unvermindert damit, diese Beziehung am Fussballplatz herum zu erzählen um mir zu schaden. Versöhnungsversuche sind nur möglich bei einem Treffen auf einem Parkplatz auf dem wir früher Sex hatten.
Was kann ich gegen diese Drohungen unternehmen. Mein Mann weis Bescheid, ich möchte aber auf keinen Fall, dass meine Kinder etwas davon erfahren. Bleibt mir nur die Möglichkeit diesen Mann mit Sex bei guter Laune zu halten. Das kann doch wohl nicht sein.
Für effektive und realistische Vorschläge wäre ich dankbar.
Kann ich evtl. auch gegen diesen Menschen klagen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

in strafrechtlicher Hinsicht könnte in dem Verhalten des Mannes bereits eine Nötigung gesehen werden, da er Sie zu einem Unterlassen (Betreten des Fußballplatzes) und zu einem Tun (Treffen mit ihm) drängen will und Ihnen für den Fall der Zuwiderhandlung ein empfindliches Übel androht (Herumerzählen). Es ist also durchaus schon anzudenken, eine Strafanzeige zu erstatten.

Hinzu tritt die üble Nachrede oder Beleidigung in Bezug auf Ihren Mann, indem dieser als Hund tituliert wird.

Insofern könnten Sie also durchaus schon jetzt strafrechtliche Sanktionen herbeiführen.

Schwieriger wird es schon, im Vorfeld zu verhindern, ihn vom Herumerzählen abzuhalten. Theoretisch wäre es denkbar, im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes eine gerichtliche Verfügung zu erwirken, durch die ihm bei Vermeidung einer Sanktion für den Fall der Zuwiderhandlung untersagt wird, bestimmte Sachen gegenüber Dritten zu äußern. Praktisch gibt es hier aber beträchtliche Hürden. Zum einen müsste sehr genau festgelegt werden, was genau das sein soll. Hinzu kommt ferner, dass man ihm nicht gänzlich den Mund verbieten kann, weil man ihn (vereinfacht gesagt) kaum davon abhalten kann, nachweislich wahre Tatsachen zu äußern. Schließlich sind die weiteren Anforderungen recht streng. Also ein eher weniger erfolgversprechender Weg.

Mittel bekommen Sie dann, wenn es zu massiven Drohungen kommt (Ihnen oder Ihrer Familie z.B. Prügel etc. angedroht werden). Dann könnten Sie z.B. ein Annäherungsverbot mittels einstweiliger Verfügung erwirken. Zum jetzigen Zeitpunkt möglicherweise auch schon ein Kontaktverbot (Verbot, SMS zu schicken etc.).

Sehr viel erfolgversprechendere Tips kann ich Ihnen aber leider derzeit nicht an die Hand geben. Da wir in einem liberalen Staat leben, sind die vorbeugenden Mittel eben recht restriktiv ausgestaltet. Und hinzu kommt, dass die Problematik neben rechtlichen eben auch psychologische Komponenten enthält. Wie reagiert der Mann z.B. dann, wenn man ihm klar macht, dass man sich nicht erpressen lässt und ihm mit rechtlichen Schritten droht? Es ist nicht vorherzusagen, ob er sich davon erfolgreich einschüchtern lässt, oder ob er dann erst recht "auf die Pauke haut".

Fazit: Behalten Sie auf jeden Fall im Hinterkopf, dass Sie nicht schutzlos gestellt sind und sowohl strafrechtliche, als auch zivilrechtliche Mittel an der Hand haben. Sie sollten sich auch keinesfalls scheuen, im Falle weiterer Drohungen, Einschüchterungsversuche oder im Falle des Verberitens der Geschichte kurzerhand polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zumindest ein Stück weit weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2005 | 07:35

Sehr geehrter Rechtsanwalt,
rechtliche Schritte belächelt dieser Mann nur, da er sich sehr gut mit Anwälten auskennt, wie er behauptet.
Seine Drohungen, habe ich auf meinem Handy gespeichert, da diese auch per SMS kamen. Ein kleines Beispiel: Sollte ich Dich oder Deinen Hund jemals wieder auf dem Fussballplatz sehen,kommt es zum Eklat, bzw. ich und mein Hund sollen uns warm anziehen.
Können diese SMS als Beweis verwendet werden, für rechtliche Schritte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2005 | 08:42

Selbstverständlich können auch SMS zum Zwecke des Beweises herangezogen werden.

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