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Droht mir ein Bewährungswiderruf?

09.08.2008 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


20:09

Hallo, ich habe im Juni 2007 eine 13-monatige Bewährungsstrafe wegen Betrugs erhalten.

Im Mai 2008 habe ich einen Lehrgang bestellt (130 Euro), den ich aber nicht in dem Zahlungszeitraum bezahlen konnte, da meine Exfrau
zugesagte Unterhaltszahlungen nicht geleistet hat. Dieses habe ich dem Verlag schriftlich mitgeteilt und um Stundung bis 30.09.08 gebeten.

Ich bin alleinerziehender Vater von zwei Kindern (7/11) und beziehe ALG II.

Jetzt habe ich eine Vorladung von der Polizei, zwecks Vernehmung
bekommen.

Die Rechnung ist mittlerweile ausgeglichen, da mir mein Vater das Geld geliehen hat.

Soll ich zur Vernehmung gehen, alles so schildern, oder lieber einen Anwalt konsultieren, wegen Akteneinsicht.

Droht mir ein bewährungswiderruf??...Ich hatte doch schriftlich beim Verlag um Stundung gebeten.

Oder soll ich beim Verlag anrufen, Rechnung ist doch ausgeglichen und könne die dann die Anzeige zurück ziehen???

Ich bin sehr verzweifelt, da ich nicht weiß, was im Falle eines Bewährungswiderrufs mit meinen Kindern wird.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

LG

09.08.2008 | 19:43

Antwort

von


(110)
Mainzer Strasse 139-141
66121 Saarbrücken
Tel: 0681-9405552
Web: http://www.rechtsanwaeltin-stiller.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Nach § 56 f StGB kann das Gericht die Strafaussetzung widerrufen, wenn der Verurteilte in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, dass die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat.
Die Erwartung beinhaltet vor allem, dass der Verurteilte keine Straftaten mehr begehen wird.

Meines Erachtens sollten Sie ohne vorherige Akteneinsicht nicht zur Vernehmung bei der Polizei gehen.
Sie sollten allerdings der Höflichkeit halber dort anrufen und mitteilen, dass Sie vorerst KEINE Aussage machen werden.
Teilen Sie darüber hinaus mit, dass Sie eventuell über einen Anwalt eine Einlassung abgeben werden.

Da Sie bereits wegen Betrug vorbestraft sind und bei der jetzigen Tat noch unter laufender Bewährung standen, sollten Sie KEINE „ ALLEINGÄNGE“ machen.
Beauftragen Sie unbedingt einen Anwalt vor Ort, der dann Akteneinsicht nimmt und entscheiden kann, ob überhaupt eine Einlassung erfolgen soll.


Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin





Rechtsanwältin Tanja Stiller

Rückfrage vom Fragesteller 09.08.2008 | 20:02

danke für die schnelle Antwort...

Was bedeutet es, ...das der Anwalt nach Akteneinsicht entscheidet, ob überhaupt Einlassungen erfolgen sollen...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.08.2008 | 20:09

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich natürlich gern.

Dies bedeutet, dass der Anwalt zuerst Akteneinsicht nimmt und dann entscheidet, ob es sinnvoll ist eine Einlassung abzugeben oder nicht.
Es also sinnvoller wäre zu schweigen oder nicht.

Sie sollten also einen Anwalt beauftragen und dann nach Akteneinsicht das weitere Vorgehen besprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage beantworten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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