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Drohender Führerscheinentzug wg. roter Ampel


| 19.07.2006 19:11 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 5 Jahren bin ich als angestellte Aussendienstmitarbeiterin auf Deutschlands Straßen unterwegs, bislang ohne Punkte in Flensburg und ohne Führerscheinentzug aufgrund irgendwelcher Verkehrsdelikte.

Am 22.05.2006 verschätzte ich mich beim Heranfahren an eine gelbe Ampel und wurde beim Überfahren der zwischenzeitlich roten Ampel von einem stationären Blitzer fotografiert.

Heute, am 19.07., erhielt ich den Anhörungsbogen zu dieser Angelegenheit, darin wird von einem Rotphase länger als 1 Sek. gesprochen. Das kann ich auch nicht entkräften, es war wirklich "dunkelrot".

Ohne Ihnen vorgreifen zu wollen befürchte ich einige Punkte, Führerscheinentzug und Bußgeld. Als Aussendienstmitarbeiterin bin ich natürlich auf meinen Führerschein angewiesen und müsste die führerscheinlose Zeit mit Urlaub überbrücken. Hier nun meine Fragen:

- Gibt es die Möglichkeit, der Abgabe des Führerscheines durch
Antrag auf mehr Punkte, ein höheres Bußgeld oder sonstiges zu entgehen?

- Kann ich den Zeitpunkt der Führerscheinabgabe in einem gewissen Zeitrahmen selbst wählen? Ich habe nämlich dieses Jahr keine 4 Wochen Urlaub mehr zur Verfügung

- Sollte ich bei der "schriftlichen Äußerung" auf der Rückseite des Anhörungsbogens irgendetwas, das mir helfen oder schaden könnte berücksichtigen, oder einfach den Verstoß zugeben und den Bogen zurücksenden?

Herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.


Zunächst einmal droht Ihnen durch das Überfahren des Rotlichtes, wenn es schon länger als eine Sekunde rot war, ein Bußgeld von EUR 125, die Eintragung von vier Punkten im Verkehrszentralregister und ein Fahrverbot von einem Monat. Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn Sie keine Voreintragungen haben und bei dem Überfahren der Ampel auch niemanden gefährdet haben.

Hierbei handelt es sich aber nur um ein Fahrverbot, Ihre Fahrerlaubnis bleibt gültig, Sie dürfen nur einen Monat kein Kraftfahrzeug führen. Nach Ablauf des Monats dürfen Sie dann ohne weiteres wieder am Straßenverkehr teilnehmen.

Wie Sie richtig ausführen, besteht jedoch die Möglichkeit, gegen eine angemessene Erhöhung der Geldbuße ausnahmsweise von einem Fahrverbot abzusehen. Hierzu ist es erforderlich, dass Sie genau vortragen, inwiefern Sie Ihre Fahrerlaubnis beruflich benötigen, wieviele Kilometer Sie etwa pro Jahr mit dem KFZ unterwegs sind, im groben also, welche schuldmildernde Umstände vorliegen. Wenn Sie dies wirklich vorhaben, sollten Sie sich der Hilfe eines Anwaltes bedienen. Hierzu sollte nämlich zunächst die behördliche Ermittlungsakte angefordert werden, um zu überprüfen, welche Verteidigungsmöglichkeiten es noch gibt.

Insoweit bleibt auch auszuführen, dass die Bilder bzw. die Beweislage auch nicht immer so gut ist, dass eine Identifizierung Ihrer Person stets gelingt. Auch dies kann ein Ansatzpunkt sein.

Wenn in den letzten zwei Jahren vor der jetzigen Ordnungswidrigkeit gegen Sie kein Fahrverbot verhängt worden ist, dann können Sie den Zeitpunkt der Abgabe des Führerscheines durch das sogenannte „Ersttäterprivileg“ innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft des Fahrverbotes selbst bestimmen. Rechtskräftig wird der Bußgeldbescheid zwei Wochen nach Zustellung, wenn Sie keinen Einspruch einlegen. Um das Fahrverbot dann ins nächste Jahr „hinüberzuretten“, wenn Sie also wieder vier Wochen Urlaub haben, kann es sich empfehlen, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen, und diesen dann später wieder zurückzunehmen.

Zu der Rückäußerung sind Sie als Betroffene nicht verpflichtet. Wenn Sie wirklich versuchen möchten, dem Fahrverbot zu entgehen, dann sollten Sie überhaupt keine Angaben machen, sondern einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Möchten Sie sich nicht verteidigen lassen, so sollten Sie, am besten in eigenen Worten in einem gesonderten Schreiben, den Verstoß zugeben und wie oben bereits beschrieben darlegen, warum Sie auf Ihren Führerschein angewiesen sind. Dann sollten Sie auch darlegen, dass Sie mit einer angemessenen Erhöhung der Geldbuße einverstanden sind.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de
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