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Drohende Zwangsversteigerung / Teilungsversteigerung


| 28.04.2013 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



In diesem Fall geht es um Folgendes: Die Eheleute sind seit Nov. 2007 geschieden. Im Anhang zum Scheidungsprotokoll gibt es eine Trennungs-/Scheidungsfolgevereinbarung. In dieser geht es um ein Einfamilienhaus inkl. Grundstück. Beide sind zu 1/2 Eigentümer. Die Regelung sieht vor, dass der Mann an die Frau die Summe X € zahlen soll, der Mann dafür zu sorgen hat, dass die (damals) 2 kreditgebenden Banken die Frau aus der Schuldhaft der laufenden Kredite entlassen und sich die Frau dafür Zug um Zug aus dem Grundbuch austragen lässt. Im Falle einer Zwangsversteigerung ist 50/50 zu teilen. Zum Zeitpunkt der Trennung betrug die Kreditbelastung noch gut 110.000 €.
Der Mann bewohnt seit September 2007 das Haus allein. Er trägt alle Kosten, die mit dem Haus / Grundstück verbunden sind allein. Da sich das Gebäude zum Zeitpunkt der Trennung in einem Zustand eines besseren Rohbaus befand, leistete er auch umfangreiche Arbeiten im Haus und Garten.
Ende 2011 löste er 2 Lebensversicherungen auf. Mit dem Kapital konnten 2 Kredite restlos beglichen werden. Dieser Schritt wurde unternommen, da einer Schuldhaftentlassung der Frau seitens der Banken nicht zugestimmt wurde. Ein weiterer Kredit läuft noch.Die Restschuld liegt heute bei ca. 33.000 €

Die Frau hat nunmehr die Teilungsversteigerung beantragt und fordert darin die Summe X zuzüglich Zinsen.
Seitens des Mannes wird versichert, dass die Summe X € nebst Zinsen für die Frau bereit liegen. Die Bank habe nunmehr zugesichert, die Frau aus der Schuldhaft zu entlassen, wenn der Mann als ALLEINeigentümer im Grundbuch steht. Haus/Grundstück würden der Bank dann als Sicherheit genügen.
Der Mann möchte die Teilungsversteigerung verhindern.
Aus gegebenen Anlass vermutet er aber, dass die Frau auch dann nicht von dem Vorhaben der Zwangsversteigerung ablassen wird, wenn die in der Trennungs-/Scheidungsfolgevereinbarung getroffenen Punkte nun erfüllt werden können.
Die Frage ist also, kann eine gerichtliche Entscheidung über die Einstellung dieses Verfahrens getroffen werden, falls die Frau sich stur zeigt?
Wenn jemand eine Idee hat, bitte melden. Danke.



Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:





Frage 1:
"Die Frage ist also, kann eine gerichtliche Entscheidung über die Einstellung dieses Verfahrens getroffen werden, falls die Frau sich stur zeigt?"


Der einfachste Fall wäre natürlich, dass die Frau den Antrag nach § 29 ZVG zurücknimmt, wenn man ihr die Erfüllung der Scheidungsfolgenvereinbarung in Aussicht stellt.
Dies dürfte aber nicht zu erwartensein, da die vereinbarung mittlerweile 5 Jahre alt ist und die Frau nach Ihrer schilderung gerade aktuell den Antrag auf Teilungsversteigerung gestellt hat.


In diesem Fall hätte Sie die Möglichkeit, die einstweilige Einstellung der Zwangsversteigerung zu beantragen. Dies ist nach den §§ 180, 30a ZVG für die Dauer von höchstens sechs Monaten möglich, wenn dadurch die Aussicht besteht, dass die Versteigerung vermieden wird und die Einstellung nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Schuldners sowie nach der Art der Schuld der Billigkeit entspricht.

Hierfür haben Sie aber nach § 30 b I Satz 1 ZVG nur 2 Wochen Zeit. Diese Frist dürfen Sie also keineswegs verpassen (etwa weil Sie zuvor einen Einigungsversuch abwarten)






Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 28.04.2013 | 21:25


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"Vielen Dank an Herrn RA Raphael Fork. Ich weiß nun, welche Schritte nun zunächst unternommen werden müssen."