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Drohende Trennung - Umschreibung Haus?


22.04.2006 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
wir sind eine Familie, seit 2004 verheiratet, ein Kind geb. in 2004. Meine Frau ist vor der Heirat (2002) in mein in 2001 gebautes Haus (zu der Zeit kannten wir uns noch nicht) mit eingezogen.
Ich stehe alleine im Grundbuch, einen Ehevertrag gibt es nicht. Nun scheint leider eine Trennung bevorzustehen, meine Frau verlangt daß ich aus meinem Haus ausziehe und sie dort mit dem Kind wohnen bleibt.
Hast sie das Recht dazu???
Weiterhin habe ich in Erwägung gezogen, das Haus auf ein Familienmitglied umschreiben zu lassen, damit meine Frau im Hinblick auf die kurze Ehe und daß sie nichts mit der Erschaffung des Hauses zu tun hatte, im Falle einer Scheidung kein Anrecht auf das Haus hat.
Unterhalt zu zahlen ist für mich selbstverständlich, aber das Haus sehe ich als meins da es vor unserem kennenlernen alleinig von mir erbaut wurde.
Nun meine Fragen:
Ist eine Umschreibung auf ein Familienmitglied möglich / sinnvoll?
Welche Schritte sind nötig?
Welche Vorteile ergeben sich dadurch bei einer Trennung für mich konkret?
Mit welchen Kosten muß man rechnen?
Welche formellen Schritte sind nötig?
Vielen Dank!!!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn ein Ehegatte die Trennung möchte, darf er verlangen, dass ihm die Ehewohnung oder einen Teil derselben zur alleinigen Nutzung überlassen wird, wenn dies auch unter Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten erforderlich ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden (§ 1361b BGB). Es muss also die Gesamtsituation betrachtet werden, um zu ermitteln, ob es für Ihre Ehefrau eine "unbillige Härte" bedeuten würde, wenn ihr das Haus nicht zur alleinigen Nutzung überlassen würde. Um hierzu eine definitive Auskunft zu erhalten, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen und ihm die gesamte Situation, insbesondere auch die Gründe für das Trennungsverlangen Ihrer Frau, darlegen. Dass das Haus Ihnen allein gehört, muss nach dem Gesetz bei der Beurteilung besondere Berücksichtigung finden, ist jedoch nicht allein ausschlaggebend. Eine Übertragung des Eigentums am Haus auf eine andere Person würde Ihnen nicht helfen.

Im Übrigen wird Ihre Frau von dem Haus kaum profitieren können und auch keinerlei Anrechte haben. Da Sie das Haus schon vor der Ehe Ihr Eigen nannten, wird es in einen etwaigen Zugewinnausgleich nicht einfließen. Sie sollten sich daher gut überlegen, ob Sie das Haus wirklich auf eine andere Person übertragen möchten, was Kosten und einigen Aufwand (Verträge zur Grundstücksübertragung müssen notariell beurkundet werden) bedeuten würde. Die Trennung von Ihrer Frau sollte hierfür nicht der Grund sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2006 | 18:08

Danke für die schnelle Antwort.
Nochmal eine Nachfrage zur unbilligenden Härte zur Wohnsituation bei einer Trennung:
- Ehefrau will Trennung, Mann nicht
- EF ist Hausfrau, Mann ist beruflich an Wohnort gebunden
- EF stammt aus Freiburg, hat dort Freunde & Familie, könnte bei Eltern wohnen, ist häufig dort
- Ehemann hat Büro und Lager im Haus, zwingend notwendig für berufliche Tätigkeit
- Trennungsgründe sind übliche Alltagsschwierigkeiten, nichts Gravierendes
Wie würde unter den o.g. grob beschriebenen Umständen ein Gericht zur Wohnsituation entscheiden?
Danke für die Hilfe!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2006 | 20:15

Unter diesen Voraussetzungen - wichtig wird auch Ihre berufliche Gebundenheit an das Haus sein - können Sie sich sehr gute Chancen ausrechnen, dem Begehren Ihrer Frau nicht Folge leisten zu müssen. Ihre Frau wird Ihnen wohl nur entgegensetzen können, dass es auf ihrer Seite um zwei Personen, nämlich um sie selbst und um das Kind, gehe, was einen Umzug erschweren werde. Da das Kind jedoch noch klein ist und somit insbesondere keine Probleme im Hinblick auf Kindergarten- oder Schulbesuch zu erwarten sind, wird sie hiermit kaum durchdringen können.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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