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Drohbrief einer Kreditvermiitlungsfirma

| 29.01.2012 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag, habe gestern einen Drohbrief einer Krfeditvermittlungsfirma erhalten in dem sie mir sagen wenn ich nicht einen bestimmten Betrag innerhalb von 10 TAgen überweise dann würde ich Besuch ihres Speziellen Inkasso Unternehmens bekommen.Habe diese Dienste nie in Anspruch genommen.was Kann ich tun habe wirklich Angst davor.Vieln dank

Sehr geehrte Ratsuchende,

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Ihren Schilderungen entnehme ich, dass die vom Unternehmen geltend gemachte Forderung unberechtigt ist, da Sie die Dienste dieses Unternehmens nicht in Anspruch genommen haben.

Sie sollten die Forderung daher gegenüber dem Unternehmen sofort bestreiten, am besten per Einwurfeinschreiben.

Sobald Sie die Forderung bestritten haben, darf zum einen kein Eintrag in der Schufa erfolgen, zum anderen müsste die Forderung gerichtlich gegen Sie geltend gemacht werden.

Da die Forderung nach Ihren Äußerungen jedoch jedweder Grundlage entbehrt, können Sie dem gelassen gegenüber stehen.

Droht man Ihnen jedoch hier mit dem Besuch eines speziellen Inkassounternehmens, so sollten Sie diesbezüglich ein Hausverbot aussprechen, so dass ein Verstoß hiergegen strafrechtliche Relevanz hat, § 123 StGB.

Je nach Formulierung des Briefes kann darin auch eine Nötigung gesehen werden, so dass Sie das Verhalten des Unternehmens über eine Strafanzeige auch einer strafrechtlichen Überprüfung unterziehen können.

In Fällen, in denen ein Besuch von Inkassounternehmen oder Außendienstmitarbeitern so angekündigt wird, dass man darauf schließen kann, dass das Auftreten dieser Personen über das zulässig Maß hinausgehen wird, ist es ebenfalls möglich im Rahmen einer Unterlassungsverpflichtung gegen das Unternehmen vorzugehen, vgl. z. B. Amtsgericht Kamen, 23.07.2004, 12 C 54/04.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Forderung bestritten wird und der Besuch in besonders einschüchternder Weise bekannt gegeben wurde. Diesbezüglich kommt es also auf den genauen Wortlaut des Schreibens an.

Weiter sollten Sie das Unternehmen vorher außergerichtlich abmahnen und zur Abgabe einer Unterlassungserklärung mit Fristsetzung auffordern, so dass die Firma sich dem unterwerfen kann, in dem sie sich verpflichtet keinerlei Hausbesuche abzustatten oder abstatten zu lassen.

Ein Unterlassungsanspruch setzt eine drohende Rechtsverletzung voraus, wobei sich die Bedrohung aus einer bereits begangenen (Wiederholungsgefahr) oder auf Grund konkreter Tatsachen ernsthaft zu befürchtenden rechtswidrigen Handlungen (Erstbegehungsgefahr) ergeben kann, wobei nur Unterlassung einer konkreten Verletzungshandlung verlangt werden. Letzters dürfte je nach Art der Formulierung in den Schreiben der Fall sein, wenn hier von einem "speziellen Inkassounternehmen" gesprochen wird.

Sollten Sie im Wege der Unterlassung gegen die Firma vorgehen wollen, so sollten Sie diesbezüglich rechtsanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, wofür ich Ihnen gerne zur Verfügung stehe.

Zusammenfassung:
Sie sollten die Forderung daher zurückweisen und bestreiten, ein Hausverbot aussprechen und können Strafanzeige erstatten.Lassen Sie sich auf keinen Fall einschüchtern. Sofern Sie im Wege der Unterlassung vorgehen wollen, schalten Sie einen Rechtsanwalt ein. Sollte es tatsächlich zu einem Besuch kommen, wovon ich jedoch nicht ausgehe, da dies meist Drohgebärden sind, um die Leute einzuschüchtern, so scheuen Sie sich nicht die Polizei zu rufen. Das ist Ihr gutes Recht!

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und ich konnte Ihnen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben. Sofern Sie noch Fragen haben oder Hilfe brauchen, so können Sie sich gerne wieder an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.01.2012 | 11:35

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