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Drogendealerei - Zeugenaussage - Verurteilung?


30.05.2005 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Meinem Freund sitzt derzeit in U-Haft weil ihn jemand belastet hat, mit Drogen gehandelt zu haben. Ihm werden 31 Fälle im größeren Stil (3 kg Amphetamine, 4 KG Marihuana, 20x 10-15g Kokain)vorgewofen. Bei der Hausdurchsuchung wurden max 10g Haschisch gefunden.
Das ganze beruht sich lediglich auf eine Zeugenaussage und ein paar Telefonaten und SMS´n
Derjenige, der dies ausgesagt hat, ist selber wg Dealerei verurteilt worden und mit ihm weitere 5 Leute gegen die er ausgesagt hat.

Jetzt meine Frage: Mit welchem Urteil muss er rechnen, wenn er verurteilt wird? Kann er verurteilt werden, aufgrund der Zeugenausage?
Gibt es irgendwelche Chancen da "ungeschoren" mehr oder weniger rauszukommen?

Danke

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Beginn muss ich Ihnen dringende empfehlen in dieser Sache einen erfahrenen Strafevrteidiger zu beauftragen.

Nach Ihrer Schilderung könnte eine Strafbarkeit wegen gewerbsmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Frage kommen. Die Strafbarkeit bergäbe sich aus §§ 29, 29a BtMG.

Es wäre eine Freiheitstrafe nicht unter einem Jahr zu erwarten, welche soweit sie 2 Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.

Aufgrund der großen Menge und der 31 Fälle, gehe ich jedoch davon aus, dass auch eine Freiheitsstrafe von über 2 Jahren ausgesprochen werden kann. Dies hängt jedoch von einer Vielzahl von Faktoren ab, welche von hieraus leider nicht berücksichtigt werden können.

Die Zeugenaussagen reichen als Beweismittel aus, soweit die Zeugen glaubwürdig sind und das Gericht so seine Überzeugung gewinnen kann.

Ein Chance der Strafmilderung besteht gem. § 31 BtMG.

Die Vorschrift lautet wie folgt:

"§ 31 BtMG

Das Gericht kann die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2 des Strafgesetzbuches) oder von einer Bestrafung nach § 29 Abs. 1, 2, 4 oder 6 absehen, wenn der Täter

1. durch freiwillige Offenbarung seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, daß die Tat über seinen eigenen Tatbeitrag hinaus aufgedeckt werden konnte, oder
2. freiwillig sein Wissen so rechtzeitig einer Dienststelle offenbart, daß Straftaten nach § 29 Abs. 3, § 29a Abs. 1, § 30 Abs. 1, § 30a Abs. 1 von deren Planung er weiß, noch verhindert werden können. "

D.h., Ihr Freund sollte noch vor der mündlichen Verhandlung, wenn möglich über einen Verteidiger, seine Hintermänner bzw. weiter Beteiligte preisgeben und somit zur Verhinderung weiterer Starftaten beitragen. Ich weiß, dass solche Offenbarungen innerhalb der Drogenszene nicht ganz ungefährlich sind, die Ermittlungsbehörden haben jedoch Instrumentarien, um derart Aussagende entsprechend zu schützen.

Sollten Sie weiter Informationen benötigen, können Sie sich auch über uneren Online-Service unter www.net-rechtsanwalt.de an mich wenden. Ich helfe Ihnen dann gern weiter.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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