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Dringlich! Ist meine Approbation in Gefahr?

31. Mai 2017 18:52 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:


'Sehr geehrte Damen und Herren, Ich bin komplett verzweifelt! Mein Problem ist, dass ich vor einigen Tagen betrunken Fahrrad gefahren bin und wegen dem Fahren von Schlangenlinien aus dem Straßenverkehr gezogen wurde. Später wurde mir jedoch Blut abgenommen und ich habe Angst, dass dort der Wert die Grenze von 1,6 überschritten haben könnte. Sollte ich mir schon mal einen Anwalt vor Ort suchen? Ich bitte um schnelle Antwort, da mir ein Zeitfenster von 2 Wochen gegeben wurde um auf den Brief zu antworten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin komplett verzweifelt!
Mein Problem ist, dass ich vor einigen Tagen betrunken Fahrrad gefahren bin und wegen dem Fahren von Schlangenlinien aus dem Straßenverkehr gezogen wurde.
Heute habe ich einen Brief bekommen, in dem steht, dass ein Ermittlungsverfahren gegen mich wegen der „Trunkenheit am Steuer (Fahrrad)" eingeleitet wurde.
Damals hatte ich beim Pusten einen Promille-Wert von 1,4. Später wurde mir jedoch Blut abgenommen und ich habe Angst, dass dort der Wert die Grenze von 1,6 überschritten haben könnte.
Ich studiere Humanmedizin im zweiten Semester.
Was erwartet mich nun? Insbesondere wenn die 1,6-Grenze überschritten wurde? Ist es möglich, dass ich später wegen diesem Delikt nicht zur Approbation zugelassen werde? Denn ich muss mein Führungszeugnis ja vor der Approbation vorlegen. Sollte ich mir schon mal einen Anwalt vor Ort suchen?

Ich bitte um schnelle Antwort, da mir ein Zeitfenster von 2 Wochen gegeben wurde um auf den Brief zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen.

31. Mai 2017 | 19:23

Antwort

von


(80)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann das alkoholisierte Fahren mit dem Fahrrad zu einer strafrechtlichen Ahndung nach § 316 StGB führen. Der Tatvorwurf der Trunkenheit im Verkehr sollte daher auf jeden Fall ernst genommen werden.

Das Gesetz sieht für den Straftatbestand entweder eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor, wobei ich Sie gleich beruhigen kann, dass bei einem Ersttäter in der Regel stets nur eine Geldstrafe verhängt wird.

Sie brauchen auf den Brief, den Sie erhalten haben gar nicht zu reagieren und sollten dies auch nicht tun. Bevor Sie Angaben zur Sache machen rate ich dringend dazu, einen Anwalt zu konsultieren, der die Möglichkeit hat, die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte einzusehen. Nur so kann herausgefunden werden, was man Ihnen konkret vorwirft. Zum einen ist die genaue Blutalkoholkonzentration von Bedeutung aber auch das Zustandekommen dieses Wertes. Es macht nämlich einen Unterschied, ob die Blutentnahme von einem Polizeibeamten, einem Staatsanwalt oder einem Richter angeordnet wurde. Letzteres ist vom Gesetzgeber so vorgeschrieben, wird jedoch nicht immer auch eingehalten.

Sollten Sie zu einer Geldstrafe verurteilt werden, läge diese vermutlich (bei einer Ersttäterin) bei maximal 90 Tagessätzen. Bei einer Geldstrafe bis maximal 90 Tagessätzen erfolgt - sofern es die erste Verurteilung ist - kein Eintrag in das sogenannte Führungszeugnis.

Es gilt hier also unbedingt zu vermeiden, dass eine höhere Strafe als 90 Tagessätze herauskommt. Dies dürfte mit anwaltlicher Unterstützung durchaus möglich sein. Sofern Sie nicht vorbestraft sind könnte evtl. sogar eine Einstellung gegen Bezahlung an eine Geldauflage in Betracht kommen. Dies müsste man nach Akteneinsicht mit der Staatsanwaltschaft auch im Hinblick auf die angestrebte Approbation erörtern.

Aber selbst wenn es zu einer Verurteilung über 90 Tagessätzen käme - wovon ich nicht ausgehen würde - würde diese Eintragung nach fünf Jahren aus dem Führungszeugnis gelöscht werden. Dies wäre dann in etwa kurz nach Beendigung Ihres Studiums der Fall.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, Ihnen einen ersten groben Überblick über die Situation verschafft zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sollten Sie an einer weitergehenden Verteidigung durch mich interessiert sein, können Sie sich gerne morgen telefonisch oder per E-Mail an mich wenden. Meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil. Eine Mandatsbearbeitung ist auch bei der räumlichen Distanz kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt Mathias Grasel
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ANTWORT VON

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80797 München
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