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Dringend, Scheidungstermin am Montag

20.06.2015 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Anspruch auf Zugewinn.

Sehr geehrter Anwalt,
ich habe am Montag meinen Scheidungstermin. Es gibt keinen Ehevertrag. Der Zugewinn ist noch nicht geregelt. Mein Mann sagt, er schuldet mir nichts, ich sage, er schuldet mir 60.000 Euro. Ich bin selbständig. Mein Mann arbeitet als Angestellter für mich. Wir haben zwei Kinder (16 und 18). Ich zahle freiwillig 680 Euro Unterhalt für die Kinder. Meine Firma befindet sich in einem Bürogebäude, das aus steuerlichen Gründen alleinig meinem Mann gehört. Unser ehemaliges gemeinsames Wohngebäude steht direkt daneben und gehört ebenfalls meinem Mann alleine. Ich zahle an ihn Büromiete (780 Euro mtl., die Hälfte der vereinbarten Miete, da es der Firma schlecht geht).

Meine Sorge ist, dass wenn ich mich Montag scheiden lasse, er danach keine Bemühungen mehr anstellt, mit mir eine Einigung über den Zugewinn zu treffen und ich diesen dann später einklagen müsste.

Was würden Sie mir raten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Man kann natürlich ohne konkrete Angaben zu den Komplexen Zugewinn und Unterhalt von hier nichts sagen. Generell verjähren Ansprüche auf Zugewinn in 3 Jahren. Die Verjährung beginnt mit Beendigung des Güterstandes also Rechtskraft der Scheidung.

Sie haben also bis zum 31.12.2018 Zeit. Es ist daher nicht zwingend jetzt am Montag kurzfristig einen Antrag zu stellen.

Natürlich könnten Sie einen Antrag auf die Folgesache Zugewinn stellen, dann würden Sie die Scheidung verzögern. Sie müssen dann aber auch einen konkreten Antrag stellen, was schwierig ist, wenn der Zugewinn nicht abschließend berechnet ist und falls Sie nicht anwaltlich vertreten sind.

Einfach einen Antrag "ins Blaue" zu stellen ist auch aus Kostengründen riskant.

Da die Grundstücke Ihrem Mann gehören kann sich durchaus ein Anspruch auf Zugewinn ergeben, hier muss man aber genau Anfangs- und Endvermögen genau ermitteln um das prüfen zu können.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 20.06.2015 | 13:00

Danke, aber ich verstehe Ihre Antwort nicht ganz. Ich könnte also am Montag vor Gericht sagen, ich lasse mich nicht scheiden, weil der Zugewinn nicht geregelt ist, ich also keine konkrete Zusage für die 60.000 Euro habe, die mir von meinem Mann zustehen?

Was meinen Sie mit "Antrag ins Blaue stellen" und weshalb ist das aus Kostengründen riskant? Wie hoch wären die Kosten?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.06.2015 | 13:21

Sehr geehrte Fragestellerin,

es ist jetzt zu spät um einen Antrag auf Zugewinn vor oder im Termin zu stellen. Das Gesetz schreibt in 137 FamFg eine Frist von 2 Wochen vor.

Sie können nach dem Termin natürlich noch Zugewinn geltend machen aber die Frist vor dem Termin ist abgelaufen. Es reicht auch nicht aus, wenn Sie dem Gericht nur mitteilen das der Zugewinn nicht geregelt ist.
Sie müssten schon einen konkreten Antrag stellen.

Wenn Sie wirklich 60000 € beantragen wollen können Sie das tun, damit würden Sie aber jetzt die Scheidung nicht mehr verhindern weil der Antrag zu spät wäre.

Über den Zugewinn müsste dann ein eigenes Verfahren geführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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