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Dozententätigkeit im Nebengewerbe „anmeldepflichtig' wenn Übungsleiterpauschale?

| 10.03.2021 22:42 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich stehe vor einem kleinen Rätsel.
Aktuell bin ich hauptberuflich tätig als Informatiker. Nebenberuflich habe ich eine Freiberuflichkeit als Autor in der ich jedoch aus dem Verkauf eines Buches bis jetzt nur knapp 400€ verdient habe in einem Jahr. Tendenz pro Jahr sinkend, da die Veröffentlichung bereits etwas zurückliegt.

Ich habe nun zusätzlich eine Tätigkeit als Dozent an einer gemeinnützigen Hochschule (nicht vhs) angeboten bekommen. Dies wird sich allerdings nur auf 4 Abende pro Jahr erstrecken und ich werde dafür etwa 780€/ Jahr erhalten. Mehr Einsätze sind nicht geplant in diesem Jahr.

Meine Frage: Muss ich diese Tätigkeit als Dozent als Freiberuflichkeit anmelden, selbstständig oder zählt sie auch „so" als nebenberuflich? In meinem Fall erfülle ich die Voraussetzungen der Übungsleiterpauschale. Mir ist daraus nur nicht klar, ob das dazu führt, dass ich diese in der Steuererklärung unter Arbeitnehmer angebe oder ob ich extra eine weitere nebenberufliche Tätigkeit anmelden muss und dann dort die Übungsleiterpauschale geltend machen muss.

Danke für Ihre Antwort!

10.03.2021 | 23:36

Antwort

von


(362)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

die Übungsleiterpauschale ist nach § 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz bis zu einem Betrag von 3.000 € (Stand 2021) bzw. 2.400 € (Stand 2020) steuerfrei.


Zitat:
§ 3 EStG
Steuerfrei sind
1.....()..
26. Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder der nebenberuflichen Pflege alter, kranker Menschen oder Menschen mit Behinderungen im Dienst oder im Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Staat, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum Anwendung findet, oder in der Schweiz belegen ist, oder einer unter § 5 Absatz 1 Nummer 9 des Körperschaftsteuergesetzes fallenden Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke (§§ 52 bis 54 der Abgabenordnung) bis zur Höhe von insgesamt 3 000 Euro im Jahr. Überschreiten die Einnahmen für die in Satz 1 bezeichneten Tätigkeiten den steuerfreien Betrag, dürfen die mit den nebenberuflichen Tätigkeiten in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Ausgaben abweichend von § 3c nur insoweit als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, als sie den Betrag der steuerfreien Einnahmen übersteigen;


Hierfür müssen Sie als Angestellter auch zunächst nicht noch zusätzliche Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit angeben oder sich deswegen gesondert an das Finanzamt wenden.

Als Arbeitnehmer können Sie die steuerfreien Aufwandsentschädigungen einfach in der Anlage N ein eintragen, in der Steuererklärung 2020 wäre dies die vorletzte Zeile 27 auf der ersten Seite. Falls die Beträge irgendwann einmal die Pauschale übersteigen wäre der überschießende Betrag dann in Zeile 21 als steuerpflichtigen Arbeitslohn, von dem noch kein Steuerabzug vorgenommen wurde einzutragen. Wenn Sie also z.B. 2.800 € erhalten haben wären dann dort 400 € anzugeben (2.800 € - 2.400 € = 400 €).

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen,

RA Fabian Fricke




Bewertung des Fragestellers 11.03.2021 | 11:01

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65201 Wiesbaden
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Insolvenzrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Immobilienrecht