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Doppeltes Erbe und Halbgeschwister

| 30.08.2020 11:58 |
Preis: 58,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


13:38
Höhe des Pflichtteils für meine Halbschwester, Erbe der erstverstorbenen Partners, Nachlassverzeichnis?

Mein Vater ist verstorben und hat mich per Testament als Alleinerbin eingesetzt. Seine andere leibliche Tochter, meine Halbschwester, wird den Pflichtteil erhalten. Ich will mit ihr keinen Streit, bin aber unsicher, welche Werte jetzt in den Pflichtteil eingehen. Zumal meine Mutter (die 2.Frau meines Vaters) bereits vor einigen Jahren verstorben ist und dabei einige wertvolle Gegenstände hinterlassen hat. Diese befinden sich nun als Inventar in meinem Elternhaus. Meine Eltern hatten eine Zugewinngemeinschaft.

Ich habe bei Mutters Tod bereits zur Hälfte ihren Anteil des Hauses geerbt und war zuletzt als Erbengemeinschaft mit Vater im Grundbuch eingetragen. Wie sieht die Grundbuchänderung jetzt aus und wie hoch wäre der Pflichtteilsanspruch für meine Halbschwester, wenn die Immobilie mir bereits zu einem Viertel gehört?

Und wie verhält es sich mit dem Inventar, den meine Mutter mit in die Ehe gebracht hat (z.T aus Ihrem eigenen Erbe gekauft hat)? Bislang hatte ich keinen dieser Gegenstände eingefordert, weil Vater weiterhin in dem Haus wohnte. Doch nun muss alles aufgelöst werden. Meine Schwester schlägt ein Nachlassverzeichnis vor, doch ich bin unsicher, was dort alles hinein gehört. Außerdem will ich nicht um Mutters Gegenstände feilschen.
30.08.2020 | 12:40

Antwort

von


(565)
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63667 Nidda
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie das schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Sie sind Ihrer Schwester als Pflichtteilsberechtigte zur Erstellung eines Nachlassverzeichnisses verpflichtet. In dieses Verzeichnis gehören alle Aktiva und Passiva des Nachlasses, auch die Haushaltsgegenstände.
Diese sind in das Alleineigentum Ihres Vaters übergegangen als Ihre Mutter verstarb. Gegenstände die zur täglichen Führung des Haushaltes erforderlich sind gehen als Voraus an den Ehegatten über. Sonstige (auch werthaltige) Gegenstände sind auf Ihren Vater übergegangen wenn Sie diese nicht eingefordert haben. Insofern werden Sie also auch um die Gegenstände Ihrer Mutter feilschen müssen.
Als Pflichtteilsberechtigte hat Ihre Schwester nur einen Anspruch auf Geld. Sie kann nicht einzelne, besondere Gegenstände einfordern. Rein ideelle Werte sind also nicht gefährdet.

Als Pflichtteilsberechtigte kann Ihre Schwester keine Eintragung ins Grundbuch verlangen. Ist das Haus 100.000€ wert, stehen Ihrer Schwester 18.750€ zu (100.000-25.000 ihr Anteil= 75.000, der gesetzliche Erbteil von 50% sind 37.500€, der Pflichtteil hiervon die Hälfte =18.750€).

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage umfassend beantworten. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 30.08.2020 | 12:53

bzgl Ihrer Auskunft zum Nachlassverzeichnis: Ist das Nachlassverzeichnis etwas anderes als die "Inventarerrichtung"? Habe bei Wikipedia gefunden: "Der Erbe ist zur Inventarerrichtung berechtigt, aber nicht verpflichtet." - Muss für das Nachlassverzeichnis ein Notar hinzugezogen werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.08.2020 | 13:38

Sehr geehrter Fragesteller,

Ein Nachlassverzeichnis umfasst alle Bestandteile des Vermögens, also nicht bloß das Inventar. Ein Notar ist nicht erforderlich, wenn aber die Gegenseite dies verlangt, muss ein Notar hinzu gezogen werden.

Sollten weitere Nachfragen bestehen können Sie mich via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.08.2020 | 12:58

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"Schnelle Antwort, klare Auskünfte = ein Problem weniger über das man sich den Kopf zerbrechen muss. Vielen Dank!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.08.2020
4,6/5,0

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