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Doppelter Haushalt - Ablehnung wegen Nicht-Anerkennung Heimfahrten

16.06.2008 01:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,
meine doppelte HHF wurde die letzten 3 Jahre anerkannt und die erfolderlichen Nachweise sind erbracht worden.
Fuer 2007 weigert sich das FA nun, diese weiterhin anzuerkennen. Grund war erst die Vermutung, meine Hauptwohnsitz haette sich an meinen Beschaeftiugungsort verlagert(obwohl ich 26 Heimfahrten angegeben hatte). In einem ersten Schreiben habe ich daraufhin diese detailliert aufgefuehrt:
- 8 Heimfahrten mit einem extra hierfuer angemieteten Mietwagen jeweils ueber ein Wochenende (Belege liegen FA vor)
- 3 Heimfahrten mit dem geliehenen Dienstwagen eines Kollegens (Bestaetigung liegt vor, noch nicht eingereicht)
- 15 Heimfahrten mit meinem Privat PKW (Wagen ueber internes Firmenprogramm privat gemietet fuer 6 Monate und 9500km Laufleistung; Bestaetigung liegt FA vor)
Des weiteren Hinweis, dass Mittelpunkt noch immer zuhause liegt, da dort gesamter Freundeskreis sowie Familie lebt und Wohnung zuhause deutlich groesser und besser ausgestatet als Wohnung am Beschaeftigungsort.

Anerkennung DHH wurde erneut abgelehnt, dieses Mal mit folgender Begruendung:
Bei einer Jahreslaufleistung von 9500km kann es nicht sein, dass 15 Wochenendheimfahrten mit rd 7800 km mit dem eigenen PKW durchgefuehrt worden sind, da die Privatnutzung nur bei ca 1500km liegt.

Am Beschaeftigungsort benutze ich immer oeffentliche Verkehrsmittel mit einer Jahreskarte, was ich auch erwaehnt habe. Aus diesem Grund benoetige ich das Auto dort praktisch nie und fast die komplette Laufleistung ist durch Heimfahrten bedingt.

Ich wuerde gern dieses Thema mit einem letzten Schreiben klaeren, damit der Sachverhalt nicht unnoetigerweise an die Rechtsbehelfstelle weiter gegeben wird.

Aus diesem Grund haette ich gern hierzu einige fundierte Argumente resp Vorschlaege zur formulierung.
Des weiteren kann es doch nicht sein, dass aus dem Grund gleich die gesamte DHHF gestrichen wird nur weil dem FA der private Anteil zu klein vorkommt?!?
Irrtuemlicherweise habe ich gegen die Ablehnung der DHHF Widerspruch und nicht Einspruch eingelegt. Nun kam noch die Aufforderung des FA, diesen Widerspruch schriftlich zurueck zu nehmen. Kann ich dies ohne weiteres machen und statt dessen Einspruch einlegen?

Vielen Dank
Sebmex

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden gerne beantworte.

Sofern eine doppelte Haushaltsführung dem Grunde nach gegeben ist, ist die Argumentation des Finanzamtes nicht geeignet, die Abzugsfähigkeit Ihrer Kosten vollständig zu verneinen. Gegebenenfalls käme hier nur eine Kürzung in Betracht. Allenfalls wäre eine doppelte Haushaltsführung dann abzulehnen, wenn Zweifel darüber bestehen sollten, dass Sie im betreffenden Veranlagungszeitraum nicht mindestens sechs Heimfahrten unternommen haben. Es würde in diesem Fall vermutet werden, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt am Dienstort befindet.

Sie sollten alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, dem Finanzamt die Heimfahrten plausibel zu machen bzw. nachzuweisen. Dazu kommen beispielsweise auch Nachweise (wie etwa Kreditkartenbelege oder ähnliches in Betracht), die Ihren Aufenthalt am Erstwohnsitz belegen. Möglicherweise steht Ihnen am Erstwohnsitz ein Zweitwagen zur Verfügung, womit die niedrige Fahrleistung ebenfalls plausibel gemacht werden könnte. Als letztes Mittel könnten Sie dem Finanzamt die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung gemäß § 95 Abgabenordnung (AO) durch Sie und Ihre Familienangehörigen anbieten.

Abschließend rate ich Ihnen, den als Widerspruch bezeichneten Rechtsbehelf nicht zurückzuziehen. Eine unrichtige Bezeichnung des Einspruchs ist grundsätzlich unschädlich, § 357 S.4 AO. Sie sollten vorsorglich allerdings baldmöglichst dem Finanzamt gegenüber klarstellen, dass es sich bei dem als Widerspruch bezeichneten Schreiben um einen Einspruch handelt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2008 | 19:25

Hallo,

vielen Dank fuer Ihre Antwort, die mir schon mal sehr weitergeholfen hat.
Gerne moechte ich noch die Rueckfrage Option nutzen:

DHHF ist seitens FA ueber die letzten Jahre immer wieder versucht worden abzulehnen; letztes Jahr wegen fehlender Mietzahlungen und der Tatsache, dass ich nur pauschale Nebenkosten bezahle. Dieses Jahr anscheinend anhand der Heimfahrten. Ich hatte nicht nur das Minimum von 6 Heimfahrten fuer mich als single im Kopf sondern 2x pro Monate, die ich auch so dokumentieren kann. Ist es ratsam in mein Schreiben aufzunehmen, dass mit dieser Argumentation– wenn ueberhaupt – nur der geltend gemachte Betrag fuer die DHHF reduziert werden kann, nicht aber die gesamte DHHF gestrichen werden kann. Oder fuehrt das nur zur „Veraergerung“ des FA?
Entsteht fuer mich ein Nachteil, wenn der Sachbearbeiter weiter bei seiner Ablehnung bleibt und den Fall an die Rechtsbehelfstelle abgibt?
Besten Dank

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