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Doppelte Verkäufer - halbe Provision

19.01.2011 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Seit einigen Wochen sind in unserer Verkaufsabteilung doppelt so viel Verkäufer beschäftigt, gemessen am konstanten Stand der letzten fünf Jahre, obwohl kein Mehrumsatz erfolgt.
Das hat zur Folge, dass die meisten nur noch mit einenem geringen Garantiegehalt nach hause gehen, wo sonst im Schnitt 60 % Provisionen dazu kamen.
Zwar will der Arbeitgeber durch Flächenerweiterungen in 8 Monaten den Umsatz erhöhen, das ist aber noch fraglich.

Ist eine derartige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen einfach so möglich, oder hat der AN Widerspruchs- oder Schadenersatzmöglichkeiten.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

In dieser Allgemeinheit, wie Sie die Frage formulieren, ist eine konkrete Antwort so gut wie unmöglich. Ob die Arbeitnehmer Widerspruchs- und/oder Schadenersatzansprüche haben, hängt von einer Vielzahl von Fakten, die aus dem Sachverhalt nicht ersichtlich sind, ab.


2.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber das Recht, Mitarbeiter einzustellen und zu entscheiden, wie er den Betrieb wirtschaftlich zu führen gedenkt. Damit entscheidet der Arbeitgeber auch über die Anzahl der Beschäftigten.


3.

Wenn Sie Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, ist zunächst Ihr Arbeitsvertrag dahingehend zu prüfen. D. h. es muß festgestellt werden, wie sich Ihr Gehalt zusammensetzt und welches Gehalt vertraglich vereinbart ist.

Ihrer Schilderung entnehme ich, daß Sie ein Grundgehalt beziehen und zusätzlich eine Verkaufsprovision erhalten. Je geringer das vertraglich vereinbarte Grundgehalt ist, also desto mehr Sie auf die Provision angewiesen sind, umso kritischer wird man die Unternehmerentscheidung, die Arbeitnehmerzahl zu erhöhen, vor diesem Hintergrund prüfen müssen.

Wird Ihnen beispielsweise durch die erhöhte Mitarbeiterzahl die Existenzgrundlage wegen ausbleibender Provisionen entzogen, könnte man an Schadenersatzforderungen denken. Hierzu bedarf es aber einer präzisen Situationsanalyse, die weder aufgrund der spärlichen Sachverhaltsangaben noch im Rahmen einer Erstberatung möglich ist.


4.

Der Arbeitgeber plant offensichtlich eine Vergrößerung des Betriebs. Wenn dazu eine größere Mitarbeiterzahl notwendig ist, kann es sinnvoll sein, neue Mitarbeiter bereits jetzt einzuarbeiten. In diesem Fall wäre die Maßnahme des Arbeitgebers nicht zu beanstanden. Das darf aber wiederum nicht dazu führen, daß Ihr Einkommen dramatisch sinkt.


5.

Weiterhin ist zu fragen, ob ein Betriebsrat besteht. Wenn ja, ist zu prüfen, was der Betriebsrat zu der Einstellung sagt.


6.

Aus diesen Ausführungen können Sie ersehen, daß zahlreiche Punkte geklärt werden müssen, bevor eine konkrete Antwort möglich ist. Deshalb sollten Sie, sofern Sie die Angelegenheit weiter verfolgen möchten, einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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