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Doppelte Staatsbürgerschaft möglich


09.11.2008 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Ich bin russische Staatsangehörige, lebe seit mehreren Jahren in Deutschland und bin auch hier mit einem Deutschen verheiratet. Für mich stellt sich die Frage, ob es möglich wäre die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten ohne die russische zu verlieren. Der Hauptgrund für mich liegt darin begründet, dass vor zwei Jahren meine fünfjährige Tochter verstorben ist und in Russland beerdigt wurde. Würde ich die russische Staatsangehörigkeit aufgeben, müsste ich für meine Besuche am Grab meiner Tochter, i.d.R. vier Mal im Jahr immer ein Visum beantragen. Möglicherweise wäre mir die Einreise auch überhaupt nicht mehr mögich. Ich wäre immer von der Ermessenseintscheidung des russischen Konsulates abhängig.
Andererseits benötige ich aber auch die deutsche Staasbürgerschaft da ich ohne diese meine ärztliche Approbation nicht erhalte und somit in meiner Berufsausführung eingeschränkt bin.

Meine Frage lautet also: Gibt es auf Grund des o.g. Sachverhaltes eine realistische Chance auf die doppelte Staatsangehörigkeit und wenn ja auf welcher rechtlichen Grundlage?
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Eine Hinnahme der doppelten Staatsangehörigkeit ist in Ihrem Fall vom Gesetz grundsätzlich nicht vorgesehen. Sie können es nur versuchen, bei der Stellung Ihres Einbürgerungsantrags darauf hinzuwirken, dass Ihnen ausnahmsweise doch auch die russische Staatsangehörigkeit verbleibt, unter Verweis auf § 12 Abs. 1 Nr. 5 StAG. Diese Vorschrift besagt, dass Mehrstaatigkeit bei Einbürgerungsbewerbern hinzunehmen ist, wenn dem Einbürgerungsbewerber bei Aufgabe seiner bisherigen Staatsangehörigkeit erhebliche Nachteile insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art entstehen, die über den Verlust der staatsbürgerlichen Rechte hinausgehen. Angesichts der besonderen, wirklich tragischen Umstände Ihres Falles ist es durchaus möglich, dass sich die zuständige Behörde erweichen lässt und in Ihrem Fall das Vorliegen erheblicher Nachteile im Fall des Verlusts der russischen Staatsangehörigkeit bejaht. Sicher kann Ihnen dies jedoch niemand sagen. Ein Ihrer Situation vergleichbarer Fall ist nach meiner Kenntnis von der Rechtsprechung bislang nicht entschieden worden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2008 | 19:50

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Könnten Sie mir noch kurz mitteilen, welche Behörde zuständig ist.
Bisher hatte ich immer mit der Ausländerbehörde des Landkreises zu tun.

Vielen Dank nochmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2008 | 09:02

Die Ausländerbehörde Ihres Landkreises ist zuständig für die Entgegennahme Ihres Einbürgerungsantrags und des Antrags auf Hinnahme der Mehrstaatigkeit. Die Anträge werden dann an die übergeordnete Behörde zur Prüfung weitergeleitet, Ihr Ansprechpartner ist aber die Ausländerbehörde.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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