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Doppelte Maklercourtage ?


11.12.2006 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Wir haben uns vor ca. 2 Monaten mit einem Makler Ein EFH angeguckt welches zum verkauf steht. Wir haben Interesse bekundet und mit dem Makler auch noch einen zweiten Termin mit befreundetem Handwerker gehabt. Daraufhin haben wir für das Objekt ein Gebot abgegeben. Der Makler wollte dies dem Eigentümer vorschlagen, meldete sich dann ca. eine Woche später mit einem kurzen Schreiben, dass man sich auf eine 3.000,-- Euro höher liegende Summe einigen könne.Darauf haben wir aber nicht reagiert da wir mittlerweile an einem anderen Objekt (von Privat) interessiert waren, welches auch keinerlei Reparaturbedarf hatte. Hier gaben wir auch ein Gebot ab, wurden aber später von einem anderen Interessenten überboten. Die erste Sache war für uns bereits erledigt da auch der Makler sich zwischenzeitlich nicht bei uns gemeldet hat.
Bei unseren weiteren Suche nach Immobilien lasen wir eine Anzeige
die unser Interesse weckte. Bei Nachfragen stellte sich heraus das es sich um das zuerst besichtigte Objekt handelte, welches jetzt von einem anderen Makler zu einem weitaus günstigeren Preis angeboten wurde (7.000,-- unter unserem Gebot).
Wir machten auch mit diesem Makler nochmals einen Besichtigungstermin aus und entschieden uns nach zwei Tagen dieses Objekt zu kaufen und teilten dies dem Makler mit.
Cirka 2 Stunden nach dem Telefonat mit dem nun vom Verkäufer eingesetztem Makler meldete sich der alte Makler telefonisch bei uns mit der Frage ob wir schon eine Immobilie hätten und mit der Aussage dass sich bei dem altem Objekt etwas "bewege" und er es nochmals anbieten wolle. Um keinen Fehler zu machen sagte ich ihm
das wir noch nichts haben und das er uns durchaus noch Angebote schicken könne.
Nun haben wir vom Makler den Vorvertrag bekommen und überlegen ob wir evtl. mit einer doppelten Maklercourtage zu rechnen haben.
Sehr geehrter Ratsuchender,


gemäß § 652 Abs. 1 BGB entseht der Anspruch auf die Maklerprovision erst mit Zustandekommen des (Kauf-)Vertrages, außerdem muss auch die Maklerleistung ursächlich für den Vertragsabschluss sein.

In aller Regel ist daher eine doppelte Provisionspflicht gegenüber zwei Maklern wegen des selben Objekts ausgeschlossen. Anhand Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass dies auch im vorliegenden Fall so zu beurteilen ist:

Die ursprünglichen Verhandlungen haben sich zunächst zerschlagen, da Ihnen der angebotene Preis zu teuer war.
Wenn Sie nunmehr aufgrund der Tätigkeit des zweiten Maklers einen Kaufvertrag zu günstigeren Konditionen abschließen, fehlt es somit an der Ursächlichkeit der Leistung des ersten Maklers für das Zustandekommen dieses Vertrages.
Denn zwischen dem ursprünglich angebotenen und dem tatsächlich abgeschlossenen Vertrag muss wirtschaftliche Identität bestehen (Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.05.1990 – Az. IV ZR 337/88).

Der erste Makler wird sich auch nicht darauf berufen können, dass er Ihnen jetzt weitere Angebote für den Abschluss eines für Sie günstigeren Vertrages zusendet. Denn Sie sind ja unabhängig von seiner weiteren Aktivität bereits vorher in neue konkrete Vertragsverhandlungen eingetreten, so dass es auch hier an einer für den Erwerb wesentlichen Maklerleistung im Sinne des § 652 Abs. 1 BGB fehlt.


Ich hoffe, Ihre Fragen umfassend und verständlich beantwortet zu haben.
Andernfalls nützen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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