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Doppelte Inkassoforderung

| 10.02.2015 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Inhaber einer UG und habe eine Inkassoforderung, die ich begleichen will. Jedoch erscheinen mir die Inkassokosten als zu hoch. Ich hatte Frist bis zum 02.02.2015 und habe am 30.01.2015, meine Zahlungswilligkeit nachweislich dem Gläubiger und dem Inkassobüro mitgeteilt, sowie um eine verteilte Zahlung gebeten. Nach einem Telefonat am 02.02.2015 wurde mir zugesichert ein entsprechendes Schreiben aufzusetzen.

Allerdings enthält dieses Schreiben jetzt 2 Mal Mahnkosten, was mich bei kurzer Recherche mistrauisch stimmt. Sind die Forderungen folgender zitierter Auflistung zulässig?

31.07.2014 - 777,96 € - Hauptforderung 8%-Punkte über Basiszins
23.01.2015 - 124,00 € - Inkassokosten, Mahnschreiben (Gegenstandswert 777,96 EUR) - Zinsen 27,34

03.02.2015 - 164,00 € Inkassokosten (Gegenstandswert 930,87 EUR) - Zinsen 28,91


Gesamtkosten - 288,00 EUR unverzinsliche Kosten
anfängliche HF - 777,96 EUR Hauptforderungszinsen 28,91 EUR

Demnach werden jetzt 1094,87 EUR verlangt.
Ist dies zulässig?

Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern Sie eine Frist zum 02.02.2015 hatten, stellt sich zunächst die Frage, ob Sie vorab überhaupt in Verzug geraten sind und Inkassokosten als Verzugsschaden zu ersetzen haben.

Dieses sollte vorab geklärt werden.

Allerdings soll die - offensichtlich berechtigte - Hauptforderung aus 7/2014 stammen, was dafür spricht, dass Verzug eingetreten ist (aber das muss eben genau geprüft werden), und dann Inkassokosten dem Grunde nach zu tragen wären.

Dann wären die ersten Kosten in Höhe von 124,00 € gerechtfertigt, da diese Kosten sich zutreffend am RVG orientiert haben.




Die weiteren Inkassokosten sind dadurch entstanden, dass offensichtlich eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen worden ist (so jedenfalls ist "verteilte Zahlung" zu verstehen).

Ist das der Fall, entstehen in der Tat für diese Ratenzahlungsvereinbarung weitere Kosten, die allerdings bei 120,00 € liegen müssten, wenn man eine 1,5 Gebühr zum Wert von bis zu 1.000 € zugrunde legt - insoweit besteht also eine nicht nachvollziehbare Differenz von 44 €, die Sie monieren sollten, allerdings würde ich die Nachweise für alle Zahlen fordern.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 10.02.2015 | 15:47

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Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für die Bewertung. .... MfG RA Thomas Bohle, Oldenburg