Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Doppelte Haushaltsführung/Pendlerpauschalen


26.01.2007 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz zu meiner Situation:

26 Jahre, ledig
Freundeskreis, pflegebedürftige Verwandte im Ort x (=Lebensmittelpunkt?)

seit Geburt Erstwohnsitz im Ort X im Elternhaus, welches mir zu 1/8 gehört
im Elternhaus: eigenes Wohn-/Schlafzimmer + Bad, Wohnung mit eigenem Eingang (theoretisch), keine eigene Küche (=eigener Hausstand?)

seit Juli 2006 neuer Arbeitgeber im Ort y (250 km entfernt)

Juli: Hotelaufenthalte, Reisekostem vom AG bekommen (durch häufige Dienstreisen)

August: täglich gependelt (2 x 250 km)

seit 01.September 2006: Mietwohnung in Y (400 EUR warm/mtl), ca. 1-2 Heimfahrten pro Woche.

Nun zu meiner Frage:

Kann ich ab September die doppelte Haushaltsführung (zzgl. der "August-km" a 0,30) geltend machen?

Wenn ja: in welcher Höhe (Warmmiete, Heimfahrten, Putzfrau,...)

wenn nein: kann ich generell die km für Heimfahrten geltend machen, obwohl ich eine Wohnung vor Ort gemietet habe.

Vielen Dank für Ihre Antwort,
MFG

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

In Ihrem Fall dürfte es bereits am doppelten Hauhalt mangeln, da Sie am Ort Ihres etwaigen Lebensmittelpunktes nach Ihrem Vortrag keine Aufwendungen haben.
Somit sind mangels doppelter Belastung auch keine Werbungskosten im Zusammenhang mit einer doppelten Haushaltsführung bereits dem Grunde nach nicht gegeben.
Im Übrigen werden die Fahrten an den Ort des etwaigen „Lebensmittelpunktes“, gerade weil Sie am Arbeitsort auch wohnen, unter die Kosten der Lebensführung fallen.
Des Weiteren kann man bereits mangels einer eigenen Küche auch an einem eigenen Haushalt diesbezüglich zweifeln.
Der Erstwohnsitz an diesem Orte impliziert noch nicht, dass eigentlich der Lebensmittelpunkt in diesem Falle nicht eher dem Ort der Arbeit liegen soll.
Somit können meines Erachtens als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit lediglich die Fahrten Wohnung zur Arbeitsstätte innerhalb des Ortes der Arbeitstätte ab dem 21. Kilometer ab 2007 ertragsteuermindernde Wirkung entfalten.

Ich hoffe, Ihnen insbesondere auch bezogen auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2007 | 00:36

Sehr geehrter Herr Zahn,

vieln Dank für Ihre -dem Einsatz angemessene- quantitativ und qualitativ kurze Antwort, welche für mich völlig wertlos ist.

Sie schrieben:
"In Ihrem Fall dürfte es bereits am doppelten Hauhalt mangeln, da Sie am Ort Ihres etwaigen Lebensmittelpunktes nach Ihrem Vortrag keine Aufwendungen haben."

Diese Aussage ist m.E. sehr unqualifiziert. Die steuermindernde Anwendung der "doppelten Haushaltsführung" scheitert sicherlich nicht mangels fehlender Aufwendungen bei (Teil-)Eigentum, da selbstverständlich Aufwendungen als (Mit-)Eigentümer entstehen.

"Des Weiteren kann man bereits mangels einer eigenen Küche auch an einem eigenen Haushalt diesbezüglich zweifeln.
Der Erstwohnsitz an diesem Orte impliziert noch nicht, dass eigentlich der Lebensmittelpunkt in diesem Falle nicht eher dem Ort der Arbeit liegen soll."

Diess ist m.E. nach eine der wesentlichen Fragen

Ist ein Haushalt definiert durch: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad?

Daher beschränke ich mei Nachfragefunktion auf eine einzige Frage:

Akzeptier das FA meine Art der "Lebensmittelpunktführung"
=wohnen in einem privaten, abgeschlossenen Bereich, welches Wohnzimmer/Schlafzimmer/Bad/Dusche impliziert, obwohl eine eigene Küche nicht vorhanden ist?







Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2007 | 04:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

um den Lebensmittelpunkt zu qualifizieren werden Ihre bisherigen Angaben noch mit mehr Inhalt und ggf. auch Beweisen auch hinsichtlich der sozialen Bindung an den Ort des Elternhauses gefüttert werden müssen.
Insbesondere wird es auch hinsichtlich der Pflegebedürftigkeit der Verwandten am Ort gefragt werden müssen, wie diese unter der Wochje bei einer Entfernung von 250 km durchgeführt werden will.
Im Ergebnis wird man festhalten müssen, dass es einer Einzelfallprüfung bedarf, gelegentlich dieser Ihre Angaben hächst unbrauchbar sind.
Zudem ist noch vorzutragen, das das "Wohnen in einem privaten, abgeschlossenen Bereich, welches Wohnzimmer/Schlafzimmer/Bad/Dusche imliziert, obwohl eine eigene Küche nicht vorhanden, aber auch gar nichts mit der "Lebensmittelpunktprüfung" zu tun hat.
In diesem Zusammenhang kommt es insbesondere darauf an zu klären, warum Sie neben der Wohnung am Arbeitsort zwingend eine zweite Wohnung am "Heimatort" benötigen.
Grundsätzlich wird nämlich eigetntlich davon ausgegangen, dass sich insbesondere bei ledigen 26-jährigen Frauen der Lebensmittelpunkt sich bei der Arbeitsstätte befindet.
Des Weiteren sollten Sie sich mal die Entstehungshistorie der doppelten Haushaltsführung, worauf insbesondere auch Ihres Einsatzes wegen von mir nicht einzugehen ist, vor Augen führen, um zu erkennen, warum die Finanzämter insbesondere bei "Singles" strenge Anforderungen wird stellen müssen.

Hinsichtlich Ihres Vortrages, dass wohl bei 1(8 Miteigentum stets Aufwendungen, die eine tatsächliche Doppelbelastung im Wege einer doppelten Haushaltsführung darstellen, entstehen, wird entschieden zurückgewiesen.
Insbesondere schon deswegen, da sich Ihr Sachverhalt im Zusammenhang mit dem Elternhaus abspielt, ist ggf. anzunehmen, das Sie an einer etwaigen Finanzierung, zumal Ihre Beteilung nur bei 1/8 liegt, nicht beteiligt sind.
Denn es genügt auch nicht, wenn in einem derartigen Zusammenhang oder auch "mietunentgeltlich", Sie lediglich an etwaigen Betriebskosten oder ähnlichem "mitbeteiligt sind.

Hochachtungsvoll Ihrer negativen Bewertung entgegensehend
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 27.01.2007 | 04:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist mir entgangen, dass es sich bei Ihnen um einen Mann handelt, so dass ich mich hinsichtlich der ledigen 26-jährigen Frau in Richtugn eines ledigen 26-jährigen Mannes korrigieren sollte.

Hochachtungsvoll
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER